Der Politik- und Wahlthread 2 - Seite 714
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Thema: Der Politik- und Wahlthread 2

  1. #10696

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    Zitat Zitat von Dragnet Beitrag anzeigen
    Und das Beste ist: Keine Groko mehr. Ziemlich feige natürlich von der SPD die jetzt schön Pluspunkte in der Opposition als Bollwerk gegen die AfD liefern kann, aber es hätte sich schon gehört sowas vorher anzukündigen. Wenn da jemand ernsthaft SPD gewählt haben sollte weil er auch die Groko okay fand, wird derjenige sich hart angeschissen fühlen. Und das völlig zu recht.
    ...
    Die SPD rechnet bestimmt damit, dass sich Jamaika da selber zerlegt und die dann als große Sozialpartei aus der Versenkung wieder auftauchen können. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob das wirklich darauf hinauslaufen wird. Ich finde Jamaika ehrlich gesagt durchaus ein interessantes Projekt das sogar richtig gut abliefern könnte.
    Das kann nicht ganz dein Ernst sein. Die Groko hat gerade 13,4 % verloren. Ich hätte es eher ganz schön frech gefunden, wenn die einfach so weiter machen, weil es halt noch für eine Mehrheit reicht.
    Rambarum - Krieger
    Toechterchen - Champion

  2. #10697

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    Najo...und was dann? Neuwahlen? Ist halt auch unfair die dann alle in eine Jamaika zu zwingen, also nichtmal Gespräche zu führen. Die CDU hat auch ordentlich verloren, trotzdem regieren die natürlich.

  3. #10698

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    Finde es ehrlich gesagt auch die beste Option. Und die Grünen und die FDP können hart verhandeln, Merkel muss sich quasi beugen. Sonst gibts Neuwahlen, das will glaub keiner riskieren, und sie hats wieder verbockt.

    Interessant wird, bei welchen Punkten die beiden Parteien Zugeständnisse in ihre Richtung dann vorweisen können. Ist ja nicht so, dass sich die Grünen und die Liberalen nicht in manchen Punkten diametral gegenüber stehen.

    Zitat Zitat von Dragnet Beitrag anzeigen
    Außenminister: Özdemir (der wird cool, vor allem gegen Erdogan)
    Oh ja, das wäre gut.
    Dwyllan - Ranger
    Faolan - Druid
    Siovan - Blademaster
    Hyob - Eldritch
    Faelwen / Naerdiel - Mentalist

    Aspekt - Shaman
    Facht - Skald
    Nuance - Runemaster

  4. #10699

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    @Dragnet, in der SPD gehört das halbe Personal ausgetauscht, welche "Gespräche" sollen die denn führen? CDU ist stärkste Kraft, von "zwingen" kann man da wohl kaum sprechen. Hätten sich halt nicht aufstellen lassen sollen, wenn man sie jetzt in eine Regierung zwingen muss.
    Rambarum - Krieger
    Toechterchen - Champion

  5. #10700

    Standard

    Zitat Zitat von Tulpen Beitrag anzeigen
    @Dragnet, in der SPD gehört das halbe Personal ausgetauscht, welche "Gespräche" sollen die denn führen? CDU ist stärkste Kraft, von "zwingen" kann man da wohl kaum sprechen. Hätten sich halt nicht aufstellen lassen sollen, wenn man sie jetzt in eine Regierung zwingen muss.

    der spielball liegt bei den grünen/fdp.... ganz klar. cdu/csu muss definitiv zugeständnisse machen... lindner ist nicht so blöd und lässt sich schnell kaufen.... und die grünen sind auch nicht mehr die hippies mit den joint in der hand.... die sind da auch knall hart... und wenns nix wird ... ajo opposition. somit wären neuwahlen unausweichlich.

    aber schauen wir mal wer wie wo was macht.

    ajo afd mit knapp 13% höher als ich erwartet hab... aber tut deutschland gut.... man kann nicht immer alles kleinreden... hier sehen wir schön das so pegida doch was bewirkt haben und die politik es als lächerlich abgetan haben... hier kommt die ohrfeige....

    aber schauen wir mal was die nächsten wochen so bringt


    Zitat Zitat von Ctullhu Beitrag anzeigen
    das ist für mich mein Morgenritual.
    Da Junior mit 7 und null Bock auf Schule eine entspannte Atmosphäre eher nicht zulässt ("Papa wieso hast du so große Augen?" - "Raus! Ich kacke!") sind so die 20 Minuten zur Arbeit meine Chill-Phase.
    Charaktere:
    http://gimpchimp.etilader.com/s/Grisman

  6. #10701
    Mitglied Avatar von Der_Eisbaer
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    Schwertmeisterin

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    In die Opposition zu gehen, ist die erste wirklich richtige Entscheidung der SPD seit 20 Jahren. Dort dann wirklich umsetzen, was man am Wahlabend versprochen hat (Erneuerung etc.), einen deutlichen Schwenk zurück (sic!) in Richtung der abhängig Beschäftigten, und es kann wieder was draus werden.

    Ein "weiter so!" mit GroKo ware zum einen hochgradig unanständig, und zum anderen der dann letzte große Verrat an der Arbeiterschaft gewesen. Danach ware nämlich nicht mal mehr das Projekt 18 drin.

    Nur mal zum Vergleich:

    Sowohl SPD als auch CDU haben 20,2% ihres Anteils an den abgegebenen Stimmen verloren.

    SPD: "Hamwa verstanden, Erneuerung, blabla"
    CDU (lies, Merkel): "An mir kommt keiner vorbei!"

    Volker Pispers hat das einmal schön zusammengefasst, ungefähr wie folgt:

    "Von Martin Luther ist überliefert, dass er beim Reichstags zu Worms die Worte sprach: 'Hier stehe ich, ich kann nicht anders!'
    Angela Merkel dagegen ist: 'Hier sitze ich, und ihr könnt mich mal!' "
    "The gender paradox" (norwegisch mit deutschen Untertiteln)

    Audiatur et altera pars
    Etiam si omnes --- ego non!

  7. #10702
    Mitglied Avatar von Thur
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    Hexenmeister

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    Sehr beunruhigt bin ich über das Wahlergebnis in Sachsen, es wird Zeit das sich alle demokratischen Kräfte zusammschließen und diese Partei verbieten.
    Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes W....
    Es gibt nur einen Gott und Fedor ist sein Name!


    Thurlock Erzschlaeger-wl RR12l5
    Thurboldt-Runi RR7 (R.I.P.)
    Thurboldt-Schamane RR7
    Thurgar -Thane RR5

  8. #10703

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    Zitat Zitat von Tulpen Beitrag anzeigen
    @Dragnet, in der SPD gehört das halbe Personal ausgetauscht, welche "Gespräche" sollen die denn führen? CDU ist stärkste Kraft, von "zwingen" kann man da wohl kaum sprechen. Hätten sich halt nicht aufstellen lassen sollen, wenn man sie jetzt in eine Regierung zwingen muss.
    SPD ist immerhin zweitstärkste Kraft, wieso sollten die da auch keine Gespräche führen? Weil es in der Opposition jetzt angenehmer ist? Das ist aber nicht die Verantwortung welche eine Partei hat, der Wähler erwartet natürlich auch eine Regierungsbildung.

    Da wird doch jetzt auch nicht das halbe Personal ausgetauscht, wen willst du da auch primär die Schuld geben? Dann hätte Schulz zuerst gehen müssen, nichtmal das passiert ja aber offenbar.

    Ich bin ja selber froh das es keine Groko gibt, auch ist die SPD in der Opposition erstmal viel besser aufgehoben. Trotzdem führt man als zweistärkste Volkspartei natürlich Koalitionsgespräche und bildet die notfalls auch bevor es Neuwahlen geben sollte. Was mir aber nicht in den Kopf will: Der weiß seit Monaten das er kein Kanzler wird, warum ist nicht gleich mit der Ziel Kanzler oder Opposition in den Wahlkampf gegangen? Damit hätte der sogar noch was drehen können, jeder der keine Groko wieder wollte, konnte unmöglich die SPD wählen. Das wäre nur möglich gewesen, wenn die von Anfang an gesagt hätten sie würde diese auch nicht mehr bilden.

    Das war echt ein selten dummer Wahlkampf von der SPD.

  9. #10704
    Moderator Avatar von Leord
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    Donnerkrieger

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    Zitat Zitat von Thur Beitrag anzeigen
    Sehr beunruhigt bin ich über das Wahlergebnis in Sachsen, es wird Zeit das sich alle demokratischen Kräfte zusammschließen und diese Partei verbieten.
    eine demokratie bedarf einer rechten, linken und mittleren position um ein streitgespräch hervorzurufen und aktiv zu sein. ein verbot ist rechtlich auch nicht gegeben. und wir hatten keine politische streitkultur in den letzten 8 jahren....die linke hat zwar immer versucht etwas zu ändern, aber da war zu wenig druck dahinter.

    was mich enttäuscht ist die hassmentalität im westen der republik. was ich lese sind viele kommentare wie: "scheiss ossis, zieht die mauer wieder hoch, die ossis sind schuld...." ich frage mich, warum das so ist.
    der osten hat eine andere streitkultur der politik gegenüber als der westen. das das sich schnell radikalisiert ist schade aber nicht zu ändern.
    fast 30 jahre nach der wiedervereinigung gibt es unterschiede in: z.b. rente und löhnen. gezahlt werden aber auf selben level: mieten, steuern, beiträge, solizuschlag und die kosten für lebensmittel sind auch gleich. der ossi hat erlebt wie ganze industrien ausverkauft wurden und familien aus ihren häusern enteignet wurden weil vor 40 jahren mal einer von der ddr enteignet wurde... das vergessen viele. das ist kein grund die afd zu wählen aber es zeigt auf das in jüngerer geschichte einfach noch dinge passiert sind die vielen noch bewust sind. man macht es sich leicht wenn man sagt, der ossi ist schuld oder der wessi ist schuld. nein schuld tragen wir alle.

    wir sind unsozial, profitgeil und schieben die schuld schnell auf andere, anstatt den fehler bei uns zu suchen.
    und die medien die jetzt groß tönen, wahh afd zu stark wie kann das passieren...die schürten letzte woche noch die angst in dem sie schrieben...ahhh wieder 5 frauen von ausländern vergewaltigt.....das ist doch schizophren. nicht alle aber die massenmedien.
    menschen lassen sich durch angst kontrollieren und wenn sie angst haben und auf sich losgehen können die mächtigen im hintergrund ihre interessen durchdrücken.

    also lasst uns diese wahl als chance sehen aktiv zu werden und zusammen zu arbeiten. gegen die afd und gegen den lobbyismus. nicht mit schuldzuschiebungen sondern mit fragen, verständniss und helfenden händen.

  10. #10705

    Standard

    Zitat Zitat von Leord Beitrag anzeigen
    eine demokratie bedarf einer rechten, linken und mittleren position um ein streitgespräch hervorzurufen und aktiv zu sein. ein verbot ist rechtlich auch nicht gegeben. und wir hatten keine politische streitkultur in den letzten 8 jahren....die linke hat zwar immer versucht etwas zu ändern, aber da war zu wenig druck dahinter.

    was mich enttäuscht ist die hassmentalität im westen der republik. was ich lese sind viele kommentare wie: "scheiss ossis, zieht die mauer wieder hoch, die ossis sind schuld...." ich frage mich, warum das so ist.
    der osten hat eine andere streitkultur der politik gegenüber als der westen. das das sich schnell radikalisiert ist schade aber nicht zu ändern.
    fast 30 jahre nach der wiedervereinigung gibt es unterschiede in: z.b. rente und löhnen. gezahlt werden aber auf selben level: mieten, steuern, beiträge, solizuschlag und die kosten für lebensmittel sind auch gleich. der ossi hat erlebt wie ganze industrien ausverkauft wurden und familien aus ihren häusern enteignet wurden weil vor 40 jahren mal einer von der ddr enteignet wurde... das vergessen viele. das ist kein grund die afd zu wählen aber es zeigt auf das in jüngerer geschichte einfach noch dinge passiert sind die vielen noch bewust sind. man macht es sich leicht wenn man sagt, der ossi ist schuld oder der wessi ist schuld. nein schuld tragen wir alle.

    wir sind unsozial, profitgeil und schieben die schuld schnell auf andere, anstatt den fehler bei uns zu suchen.
    und die medien die jetzt groß tönen, wahh afd zu stark wie kann das passieren...die schürten letzte woche noch die angst in dem sie schrieben...ahhh wieder 5 frauen von ausländern vergewaltigt.....das ist doch schizophren. nicht alle aber die massenmedien.
    menschen lassen sich durch angst kontrollieren und wenn sie angst haben und auf sich losgehen können die mächtigen im hintergrund ihre interessen durchdrücken.

    also lasst uns diese wahl als chance sehen aktiv zu werden und zusammen zu arbeiten. gegen die afd und gegen den lobbyismus. nicht mit schuldzuschiebungen sondern mit fragen, verständniss und helfenden händen.
    der beste post der letzten seiten schön geschrieben


    Zitat Zitat von Ctullhu Beitrag anzeigen
    das ist für mich mein Morgenritual.
    Da Junior mit 7 und null Bock auf Schule eine entspannte Atmosphäre eher nicht zulässt ("Papa wieso hast du so große Augen?" - "Raus! Ich kacke!") sind so die 20 Minuten zur Arbeit meine Chill-Phase.
    Charaktere:
    http://gimpchimp.etilader.com/s/Grisman

  11. #10706

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    Zitat Zitat von Leord Beitrag anzeigen
    was mich enttäuscht ist die hassmentalität im westen der republik. was ich lese sind viele kommentare wie: "scheiss ossis, zieht die mauer wieder hoch, die ossis sind schuld...." ich frage mich, warum das so ist.
    der osten hat eine andere streitkultur der politik gegenüber als der westen. das das sich schnell radikalisiert ist schade aber nicht zu ändern.
    fast 30 jahre nach der wiedervereinigung gibt es unterschiede in: z.b. rente und löhnen. gezahlt werden aber auf selben level: mieten, steuern, beiträge, solizuschlag und die kosten für lebensmittel sind auch gleich. der ossi hat erlebt wie ganze industrien ausverkauft wurden und familien aus ihren häusern enteignet wurden weil vor 40 jahren mal einer von der ddr enteignet wurde... das vergessen viele. das ist kein grund die afd zu wählen aber es zeigt auf das in jüngerer geschichte einfach noch dinge passiert sind die vielen noch bewust sind. man macht es sich leicht wenn man sagt, der ossi ist schuld oder der wessi ist schuld. nein schuld tragen wir alle.
    Finde ich übertrieben zu sagen Schuld haben wir da alle. Es ist nicht wenig Geld in den Osten geflossen, den Soli zahlen wir auch weiterhin.

    Es gibt eine Reihe von Leistungen die im Osten deutlich günstiger sind. Der Anteil zur Pflege beispielsweise. Auch Handwerker, die Lebenshaltungskosten sind dort generell deutlich niedriger als im Westen. Da muss man nur mal auf die Mieten schauen. Das man da nicht denselben Löhne wie in München erwarten kann, sollte klar sein. Übrigens ist das nicht nur im Osten so, auch im Westen verdienst du in der Stadt häufig deutlich mehr als auf den Land. Was aber nicht automatisch bedeutet, dass es dem Städter da finanziell besser geht. Da fließen schonmal nicht selten über die Hälfte des Gehalts in die Miete.

    Mittlerweile ist der Osten in vielen Gebieten sogar deutlich moderner ausgestattet als der Westen, auch die Bildung schneidet da deutlich besser ab. Zu sagen man hätte für den Osten nichts getan, stimmt einfach nicht.

    Das Problem ist nur, Westdeutschland ist offenbar nicht das erhoffte Schlaraffenland wie viele Ostbürger sich das damals vorgestellt haben. Das merken übrigens auch viele Migranten die zu uns kommen. Hätten wir da nicht unsere soziale Hängematte die zumindest niemand zwingt unter einer Brücke zu schlafen oder verhungern zu müssen, würde kein Schwein nach Deutschland kommen wollen. Wieso auch? Die Schulen sind scheiße, die Straßen sind scheiße, wir zahlen extrem hohe Steuern und gutes Wetter gibts hier auch nicht. Aber man kann hier super schwarz arbeiten und Sozialleistungen vom Staat abkassieren. Das macht das Land durchaus attraktiv.

    Das natürlich jetzt gerade Menschen im Osten sich mehr vorgestellt haben, ist verständlich. Und wenn dann Merkel 1 Millionen und mehr Menschen begrüßt und das Geld für nichts in den Hintern schiebt, löst das natürlich eine Neiddebatte aus. Bzw. nein es gab nie eine wirkliche Debatte innerhalb der Politik und Gesellschaft, deshalb ist auch die AfD entstanden. Weil "alternativlose Entscheidungen" mit Sicherheit kein Meisterwerk der Demokratie sind.
    Geändert von Dragnet (25.09.17 um 12:53 Uhr)

  12. #10707
    Moderator Avatar von Leord
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    das ist leider falsch dragnet. keiner hat gesagt es wurde nichts getan, aber 30 Jahre sind ins land gegangen und gleich ist nix. westdeutschland war noch nie ein ziel. die mieten sind in kiel günstiger als in rostock. die lebenshaltungskosten sind gleich. die löhne sind in rostock 10% schlechter. münchen, hamburg usw sind extremfälle wo ich persönlich nicht unbedingt leben möchte aber das ist subjektiv. viele vergessen einfach das was den unterschied ausmacht. ja es wurde investiert es war aber auch nötig. und die deutsche industrie ist damals auch nicht gerade als verlierer aus dem osten gegangen. warum gehen viele menschen aus dem osten deutschlands in den westen? weil es keine industrie mehr gibt, weil es kaum jobs gibt. ich kenne so viele die lieber da bleiben würden, aber die jobchancen sind einfach gering. viele nehmen lieber niedrige löhne als rüber zu gehen. ich mache es ähnlich. ich verzichte auf 2000 euro mehr gehalt nur um in rostock zu bleiben. das ist meine entscheidung aber die option haben nicht alle.
    die schulen waren auch 89 schon überall kaputt. das bildungssystem ist auch 89 schon im westen ein fehler gewesen...bildung darf nicht ländersache sein, sie muss bundes einheitlich geregelt werden.

    der fehler bei der flüchtlingsaufnahme war nicht die aufnahme...der fehler lag in der art der verwaltung..die aufnahme ist ok und da geht auch mehr. nur es gibt zu wenig sachbearbeiter, betreue und sie werden wieder alle in gettos gesteckt wo sie vor sich hinbrüten.

  13. #10708

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    In Kiel wachsen nur auch keine Jobs auf den Bäumen, ganz im Gegenteil, die Arbeitslosenquote ist deutlich höher als in Rostock. Natürlich spiegelt sich das auch auf die Mietpreise wieder. Wobei sich dann natürlich die Frage stellt, würde man anfangen die Löhne im Osten jetzt auf West-Niveau zu bringen, müsste man natürlich auch alle andere Kosten hamonisieren. Was würde das für die Arbeitsplätze bedeuten? Viele Jobs gibt es im Osten nur weil die Löhne niedriger sind.

    Natürlich wurmt das die Menschen im Osten, kann ich verstehen. Aber es sind nunmal die großen Unternehmen die da die Jobs bieten, sondern vor allem viele kleine Betriebe die höhere Löhne in vielen Fällen gar nicht stemmen könnte. Da sind ja nicht VW, BMW oder Airbus der Arbeitgeber. Gibt es überhaupt im Osten einen Dax-Konzern der da seinen Sitz hat und den man sagen könnte, hey, zahlt mal anständige Löhne auf West-Niveau?

  14. #10709

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    Hier die DAX Unternehmen mit ihrem Sitz: https://de.wikipedia.org/wiki/DAX - keiner aus den neuen Bundesländern.
    Geändert von Adar McNeal (25.09.17 um 14:47 Uhr)

  15. #10710
    Mitglied Avatar von Falan
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    Dass bei der Eingliederung (oder Übernahme) der neuen Bundesländer auf die wirtschaftliche Situation der Ostdeutschen weitestgehend geschissen wurde, die wenigen Glanzstücke der DDR-Wirtschaft sich von westdeutschen Unternehmen einverleibt wurden und der Rest in nicht konkurrenzfähigen Betrieben sehen durfte, wo er blieb, wird heute kaum noch jemand bestreiten. Allerdings erklärt das mMn nicht, warum eine nationalistische und reaktionäre Partei so erfolgreich ist, die ihr Stimmen gegen Flüchtlinge, gegen political correctness usw. holt, und auf der wirtschaftlichen Seite eher der FDP nahesteht. Die Wahl der Linkspartei als wirtschaftlicher Protest machte ja durchaus noch Sinn, bei der AfD scheinen aber genuin fremdenfeindliche Impulse den Ausschlag zu geben, denn eine solche Partei zu wählen, weil man sich wirtschaftlich abgehängt fühlt ergibt einfach keinen Sinn. Für so dumm halte ich den Durchschnittswähler nicht. Die Studien, die sich mit der AfD-Wählerschaft befasst haben, sind ja auch zu dem Ergebnis gekommen, dass diese ökonomisch eher durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich dastehen.

    Ich glaube im Westen wird unterschätzt, wie viel nationalistisches Potenzial die antikommunistische Wende mit sich gebracht hat. Dass Schwarz-Rot-Gold schwenken hat man gerade bei der CDU natürlich gerne mitgemacht, wollte aber nicht sehen, was für Einstellungen das wieder salonfähig gemacht hat. Es ist ja kein Zufall, dass in quasi allen ehemaligen Ostblockstaaten rechte Parteien extrem stark sind und teilweise regieren (Ungarn, Polen) und auch die Politiker der Mitte sich zum Großteil deutlich nationalistischer und xenophober inszenieren (Tschechien, Slowakei).

    Abgesehen davon hat die AfD auch im Westen alles andere als schlecht abgeschnitten.
    Geändert von Falan (25.09.17 um 16:12 Uhr)

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