Eine kleine Weihnachtsgeschichte
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Thema: Eine kleine Weihnachtsgeschichte

  1. #1
    Mitglied Avatar von Liselotte
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    Standard Eine kleine Weihnachtsgeschichte

    Eine kleine Weihnachtsgeschichte






    Die Nacht war sternenklar wie lange nicht mehr über Jamtland. Es war ein Funkeln und Blinken als wollten die Sterne in einem Wettbewerb herausfinden wer wohl der hellste von ihnen sei. An einem fast erloschenen Lagerfeuer saß ein einsamer Paladin und zog seinen Umhang fester um seine ganz in blau/königsorange gefärbte Rüsstung.
    Dampfend ging sein Atem denn es war bitterkalt. Es musste kurz vor Mitternacht sein dachte er bei sich. „Ja“, sprach er zu sich selbst, „bald muss es soweit sein. Der Heilige Abend rückt näher.“
    Lange war Firehead, denn kein anderer war dieser einsame Paladin, im Grenzgebiet unterwegs gewesen. Er hatte viele Kämpfe überstanden und war oft dem Tod näher als dem Leben gewesen.
    Nun aber hatte er beschlossen nach Hause zu gehen. Seine Eltern warteten in ihrer kleinen, warmen Hütte in Humberton sicherlich schon auf ihn. Zwar hatte er seit Wochen keine Nachricht mehr von ihnen erhalten, aber Firehead wusste das es so sein musste. Es war immer so gewesen, seit Generationen schon.
    In der Weihnachtszeit, da man sich in Albion an die Geburt des Heilands erinnerte, schwiegen die Waffen und es sollte keinem ein Leid geschehen.
    Firehead mochte diese Zeit sehr gerne. Irgendwie ging dann immer eine Veränderung in ihm vor. Er dachte viel über den Sinn des Lebens und vor allem über den leidlichen Krieg nach, der, seit er ein kleiner Junge war, zwischen den Reichen tobte. „Wird es wohl jemals Frieden geben?“ dachte er.
    Der heilige Krieger gab sich einen Ruck, stand auf und rollte die Decke zusammen, auf die er sich zum Schutz vor Schnee und Kälte gesetzt hatte. Er verstaute alles in seinem Gepäck und stieß mit seinen Plattenstiefeln Schnee über die Feuerstelle.
    Leise zischend und qualmend erstarb nun auch die letzte Glut des Feuers. Ja, es war allerhöchste Zeit. Bis nach Albion war es noch weit und ein gefährlicher Weg lag noch vor ihm. Firehead sah zu den Sternen hinauf, orientierte sich kurz und lief dann Richtung Süden, Richtung Heimat.
    Einsam rannte der Paladin dahin und wurde nur von einer leise summenden, grünlichen Aura begleitet, die ihn ab und an umkreiste. Er kam gut voran und seine Vorfreude wurde immer größer.
    Bald, ja bald war er wieder daheim.
    Doch was war das? Firehead blieb stehen. War da nicht ein Stöhnen zu hören? Atemlos und mit offenem Mund lauschte der Paladin in die Nacht hinein.


    Hatte er sich getäuscht? Nein, da war es wieder. Ja, es war ganz deutlich ein Stöhnen zu hören. Angespannt bis aufs Äusserste ging Firehead in die Richtung aus der das Geräusch zu hören war.
    Lautlos näherte er sich. Der dicke Schnee unter seinen Füßen verschluckte jeden Laut. Plötzlich zuckte der heilige Krieger zusammen. Blut!!! Ja, das war eindeutig Blut das sich da überdeutlich auf dem unberührten Schnee abzeichnete. Zuerst waren es nur Tropfen.
    Aber je weiter Firehead der Spur folgte, desto größer wurden die Tropfen. Sie endeten in einer Pfütze aus Blut hinter einem Baum und führten zu einem kleinen, in einen grünen Umhang gehülltes Bündel. War das nicht ein Mensch? Firehead stapfte näher und beugte sich zu dem stöhnenden Bündel herunter. Vorsichtig zog er den grünen Umhang beiseite und sah es nun genau.
    Ein Lurikeen lag mehr tot als lebendig an einen Baum gelehnt und presste beide Hände auf seine Brust. Mit angsterfüllten, weit aufgerissenen Augen sah der Lurikeen Firehead an.
    Mit letzter Kraft wollte er zu seinem kleinen Schwert greifen, das neben ihm im Schnee lag. Er konnte es jedoch nicht einmal mehr anheben, so geschwächt war er. „Keine Angst“, flüsterte Firehead, „ich tue Dir nichts.

    Was ist passiert?“ Verständislos blickte der Lurikeen den Paladin an.
    „Ach verdammt, Du kannst mich ja nicht verstehen“, sagte Firehead mehr zu sich selbst als zu dem kleinen Hibernianer. Der Lurikeen schien aber nun trotz der Schmerzen ein kleines Lächeln auf den Lippen zu haben.
    „Doch“, flüsterte er, „es ist ganz komisch, ich kann jedes Wort verstehen das Du sagst.“ Völlig entkräftet schloss der kleine Mann die Augen und flüsterte weiter: „Das ist merkwürdig, ich konnte noch nie die albionische Sprache verstehen.
    Vielleicht ist das so, wenn man kurz davor ist zu sterben?“ Firehead hielt kurz inne. Was hatte der Lurikeen gesagt? Das gibt’s doch gar nicht. Auch Firehead verstand jedes Wort, dass der schwer Verletzte von sich gab. „merkwürdig, .... sehr merkwürdig.“
    Als der Paladin nun den Lurikeen genauer betrachtete und ihm dabei in die Augen sah, erkannte er plötzlich einen hellen Schein, ein Flackern in dessen Pupillen. Langsam drehte sich der heilige Krieger um, um zu sehen woher dieses Flackern wohl kam.
    Staunend sah er zum Himmel und in die kristallklare Nacht hinein. Ja, daher kam also das Leuchten. Am Himmelszelt war deutlich ein riesiger Stern zu sehen. Halt, nein, das war kein normaler Stern. Denn normale Sterne stehen am Himmel und bewegen sich nicht.
    Dieser Stern jedoch wanderte langsam von Westen nach Osten und zog einen gleißenden Schweif hinter sich her.



    „Der Weihnachtsstern“, rief Firehead laut aus und bekreuzigte sich. „Das gibt’s doch gar nicht. Das ist tatsächlich der Weihnachtsstern.“ Firehead rieb sich die Augen.
    „Sieh doch nur wie schön er ist.“ Als Antwort bekam er jedoch nur ein leises, schmerzverzerrtes Stöhnen. Besorgt wandte sich der Paladin wieder dem Lurikeen zu. „Verzeiht, ich war nur so fasziniert, ich......“. Auch der Lurikeen staunte mit aufgerissenen Augen gen Himmel, „Ja, so was habe ich auch noch nie gesehen. Ein Wunder, das ist ein Wunder.“
    Firehead öffnete seine Tasche und zog gleich darauf eine schneeweiße Binde hervor. Er öffnete ein kleines Fläschchen und träufelte einige Tropfen des Inhalts auf die Binde. „Hier mein Freund, das wird Dir helfen.“ Kraftlos ließ der Lurikeen Firehead gewähren.
    Der Paladin legte den Verband vorsichtig auf die Wunde. Dann nahm er eine andere Flasche aus seinem Gepäck, öffnete sie und setzte sie dem Verletzten an den Mund. „Hier, das musst Du trinken, es wird Dir gut tun.“
    Misstrauisch sah der kleine Mann Firehead an. „Keine Angst, meine Mutter hat das selbst gebraut. Sie ist in Albion eine bekannte Heilerin. Was mir schon so oft geholfen hat, soll auch Dir nun helfen mein Freund.“
    Willenlos trank der Lurikeen nun aus Fireheads Fläschchen. Was hatte er denn auch noch zu verlieren. Wäre der Paladin nicht gekommen, so Wäre er schon längst bei seinen Ahnen gewesen.
    Überhaupt war das heute ein komischer Tag. Zuerst hilft ihm ein Albioner, der noch vor Stunden nicht gezögert hätte ihn zu töten, dann verstand er auch noch dessen Sprache und zu guter Letzt erscheint auch noch dieser Komet am Himmel. Sonderbar, sehr sonderbar.
    „Ah, habt Dank werter ......hmmm, wie ist Überhaupt Euer Name ?“ Firehead nickte ihm kurz zu und lächelte. „Oh ja, Verzeihung. Mein Name ist Firehead. Ich bin Paladin, ein Mann der Kirche und stamme aus Humberton.
    Ich war grade unterwegs nach Hause als ich Euch fand.
    “ Firehead gab dem Lurikeen einen weiteren Schluck und fragte dann: “Und wer seid Ihr? Und vor allem, was ist passiert?“
    Langsam richtete sich der kleine Lurikeen am Baum auf und sah Firehead an. „Mein Name ist Fantastix. Habt vielen Dank für Eure Hilfe. Auch ich war auf dem Heimweg als ich plötzlich........“

    „Von mir angriffen wurdet, ja.“ Wirbelnd fuhr Firehead herum, und brachte seinen riesigen Drachenschild in Position. Unbemerkt hatte sich ein Kobold hinter sie geschlichen und ihr Gespräch belauscht.
    Nun stand er hinter Firehead und Fantastix und zielte mit seinem Bogen auf die beiden.



    „Tritt beiseite Paladin, ich will ihm den Gnadenschuss geben. Er gehört mir. Seid so gut und mischt Euch nicht weiter ein.“
    Entschlossen sah der Kobold den heiligen Krieger an und zog die Sehne seines Bogens noch etwas fester an. „Nun,“ sagte Firehead, „Ich halte das für keine gute Idee.
    Erstens Wäre es nicht sehr ehrenvoll von Euch diesen armen, wehrlosen Kerl einfach zu erschießen und zweitens, seht Euch doch nur an; Auch Ihr habt viele Wunden davon getragen und seid mehr tot als lebendig.“
    Zitternd stand der Kobold vor Firehead. Auch er blutete aus vielen Wunden und man sah ihm an, dass er Mühe hatte seinen Bogen gespannt zu halten.
    Und während der Kobold noch über Fireheads Worte nachzudenken schien, knickten ihm die Beine ein und er fiel auf seine Knie in den weichen Schnee.
    „Ihr habt wohl Recht Paladin. Ich kann nicht mehr. Und was mich noch vielmehr wundert ist, auch ich verstehe Eure Worte und auch die des Hibernianers da.“
    Der Lurikeen sah den Kobold an, „Fantastix, mein Name ist Fantastix.“
    Erschöpft ließ sich der Kobold nun vollends in den Schnee nieder. „Ja, ja, ich weiß. Und wenn wir nun schon mal dabei sind, in dieser wirklich sonderbaren Nacht, mein Name ist Balu.“
    Firehead ging nun vorsichtig auf den Kobold zu. Auch ihm gab er nun eine Binde, beträufelt mit der guten Medizin die seine Mutter ihm mitgegeben hatte.
    „Hier Balu, legt das auf Eure Wunden, es wird Euch gut tun.“ Dankbar nahm Balu den Verband und drückte ihn auf seine Verletzungen. Kommt näher Balu, ich mache uns ein warmes Feuer.
    Ich glaube es wird uns allen gut tun und Ihr beiden werdet Euch besser erholen.“ Der Kobold kam nun ohne Scheu näher und setzte sich gegenüber von Fantastix ans Lagerfeuer. Fireheads Medizin schien zu wirken und man konnte zusehen wie der Lurikeen und der Kobold schnell wieder zu Kräften kamen.
    „Dieses Zeug von Deiner Mutter ist wirklich gut Firehead,“ Balu grinste den Paladin an. „so was Gutes habe ich noch nie bekommen. Es scheint als wenn ich nie verletzt gewesen Wäre.“
    Zum Beweis zog der Kobold sein blutiges Hemd hoch und zeigte den anderen beiden seine Wunden. „Seht nur, es ist schon alles verheilt. Na gut, ein paar Narben werden bleiben.“ Fantastix lachte schon wieder vergnügt, „Ja Balu, dann hast Du was zum angeben, wenn Du mal wieder in Jordheim in der Taverne ein paar Geschichten zum Besten gibst.“
    Nachdenklich rieb sich der Kobold am Kinn. „Hmmm, ja, aber ich bezweifle das mir diese Geschichte irgendjemand glauben wird. Das ist doch wirklich nicht zu fassen. Ich sitze mit einem Paladin und einem Lurikeen am Feuer und unterhalte mich. Diese Nacht ist wirklich sonderbar.


    Wir sollten uns eigentlich gegenseitig töten, aber irgendwie kann ich es gar nicht, ich habe auch gar nicht den Willen dazu. Seeeeeehr merkwürdig.“ Firehead lächelte nur und sagte: „ Nun Freunde, das ist aber auch eine ganz besondere Nacht heute.“ Fantastix und Balu sahen den Paladin gespannt an. „Nun ja, wir in Albion feiern heute Weihnachten.
    Das ist ein ganz besonderes Fest. Man nennt es auch das Fest der Liebe. Und habt ihr denn nicht den Stern gesehen? Das war der Weihnachtsstern. Ich glaube diese Zeit, die wir bei uns Weihnachten nennen hat uns unwillkürlich in seinen Bann gezogen, ohne das wir es gemerkt haben oder das wir etwas dagegen tun konnten.“
    Firehead sah von Balu zu Fantastix und wieder zurück. „Ja und warum sollten wir es auch verhindern wollen. Ich finde es jedenfalls schön mit Euch beiden hier am Feuer zu sitzen und mich zu unterhalten.“
    Fanastix holte ein kleines, rundes Fläschchen aus seinem Rucksack hervor, füllte 3 kleine Holzbecher mit einer roten Flüssigkeit und reichte Firehead und Balu jeweils einen Becher. „Darauf wollen wir anstoßen.“
    Schweigend tranken die drei Gestalten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, den guten Tropfen und sahen dabei in die knisternde Glut des Feuers. Es verging eine ganze Zeit, ohne dass einer der drei etwas sagte.
    Sie saßen einfach da und genossen den Augenblick. Plötzlich jedoch wurde die Stille von einer Stimme unterbrochen.
    „Tstststs, wen sehe ich denn da? Wenn das mal nicht der gute Firehead ist. Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen, seit Du damals das Rudel der Wölfe verlassen hast.“
    Vollkommen überrascht sprang Firehead auf und drehte sich um.

    Ja so was. Da stand ja sein alter Freund, der Kleriker Heritus vor ihm. Um ihn herum, im Halbkreis standen kampfbereit sechs weitere Recken.
    Sie alle trugen das Wappen der „Wölfe Albions“ auf ihren Umhängen. „Heritus,“ rief Firehead freudig,
    „Heritus alter Freund, was macht ihr denn hier so mitten in der Nacht?“ Heritus räusperte sich und zeigte mit einer Hand auf Balu und Fantastix, die wie erstarrt immer noch hinter Firehead am Lagerfeuer saßen;
    „Das gleiche könnte ich Dich auch fragen. Ich glaube meine Augen spielen mir einen Streich. Oder habe ich schon wieder zuviel Bier getrunken?“
    Firehead musste lachen „Nein, nein, alter Freund. Du siehst das schon ganz richtig. Aber das erzähle ich Dir später einmal, das würdet Ihr mir sowieso nicht glauben.“
    Nun trat ein Paladin, in der wohl grellsten Rüsstung die man je in Albion gesehen hat, hervor. „Ist alles in Ordnung Firehead? Braucht Ihr Hilfe?“ Firehead nickte dem Paladin zu „Nein, habt Dank werter Sonnenkrieger. Es ist alles in bester Ordnung.“



    Diese beiden da sind, hmmm nun ja, ich würde sagen, meine Freunde?“ Erschrocken über seine Worte stutzte Firehead kurz. Dann aber bekräftigte er seine Worte noch einmal. „Ja, das sind meine Freunde.“ Das sind Balu der Kobold und Fantastix, ein Lurikeen.“
    Sonnenkrieger grinste,“ Danke für die Einweisung Firehead, ich habe schon mal einen Lurikeen gesehen. Und einen Kobold glaube ich auch.“ Die anderen schütteten sich nun aus vor lachen und Firehead stand wie ein begossener Pudel in der Mitte.
    „Jajaja, ist ja schon gut. Was gibt’s denn da zu lachen?’ Dann musste Firehead aber mitlachen und auch Fantastix und Balu konnten sich nicht mehr halten.
    Nun aber trat eine kleine Minnesängerin aus der Gruppe hervor und stellte sich vor Firehead. „Wie sieht’s aus edler Paladin? Wir sind unterwegs in die Heimat und sind nur zu siebt. Wollt Ihr uns begleiten.
    Ich werde unsere Schritte mit einem kleinen Liedchen beflügeln und wir würden alle noch rechtzeitig zu unseren Familien kommen. Heute ist doch Weihnachten, oder hast Du das wieder vergessen Du alter Tunichtgut?“
    Firehead drehte sich zu dem Lurikeen und dem Kobold um. „Was Weihnachten? Ach ja. so was aber auch, wie konnte ich das nur vergessen.“
    Balu und Fantastix zwinkerten Firehead zu. Nun ja, Danke für das Angebot edle Fancy, ich werde Euch gerne begleiten. Ich will mich nur eben von meinen Freunden verabschieden.
    Fancy sah Firehead sonderbar an, nickte aber dann und ging zurück zu den anderen.
    Während Heritus nun einige Zaubersprüche zur Stärkung der Gruppe murmelte und der eine oder andere zeitweise in gleißendes Licht getaucht wurde, trat Firehead wieder ans Lagerfeuer zu Balu und Fantastix.
    „Ja Freunde, es sieht so aus als wenn ich Euch nun verlassen müsste.“ Langsam erhoben sich der Hibernianer und der Midgarder. Firehead stand zögernd da und wusste nicht was er sagen sollte. „Ist schon gut,“ sagte Fantastix dann.
    „Nichts ist für ewig. Jedenfalls werde ich diese Nacht wohl nie vergessen. Die Nacht als mich ein Albioner vor einem Midgarder gerettet hat und wir dann zusammen am Lagerfeuer hibernianischen Wein getrunken haben.“
    Balu kratze sich verlegen am Hinterkopf. „Ja, das ist schon eine tolle Sache Euer Weihnachten. Wieso haben wir so was eigentlich nicht in Midgard?“
    Firehead schluckte schwer, man konnte ihm ansehen dass es ihm nicht leicht fiel. Er beugte sich dann runter zu den beiden. Dann nahm er erst Fantastix in den Arm und drückte ihn, dann hob er auch den Kobold hoch und herzte ihn.


    „Puhh, nicht so doll Du riesiger Stahlkoloss.“ Firehead musste grinsen. „Entschuldigt Balu. Aber wartet, ich habe noch etwas für Euch beiden.“ Firehead nestelte in seinem Beutel herum und zog dann zuerst einen Ring und dann eine Kette hervor.
    Er reichte Balu den Ring und für Fantastix gab es die Kette. „Nun ja, das soll Euch immer an diese Nacht erinnern. Es ist auch Tradition, dass man zu Weihnachten denen etwas schenkt, die man gern hat.“
    Verlegen sahen der Kobold und der Lurikeen zu Boden. Balu und Fantastix sahen sich an. Dann fingen auch sie an in ihren Hosentaschen zu suchen.
    Fantastix zog nun eine Münze hervor und gab sie Firehead. „Diese Münze soll auch Dich immer an mich und diese Nacht erinnern, Firehead. Sie ist zwar nicht sehr wertvoll, aber es ist mein liebster Talismanen und er soll nun fortan Euch beschützen.“
    Fireheads Augen schienen sich irgendwie mit Wasser zu füllen. Nun zupfte auch Balu Firehead am Kilt und drückte ihm eine kleine weiße Perle in die Hand. „Hier mein Freund, das ist eine magische Perle.
    Wann immer Du nicht weißt ob Du auf dem rechten Weg bist brauchst Du nur diese Perle vor Dich hinzuwerfen und sie wird in die Richtung rollen in die Dich Dein Schicksal führen soll.“ Nun war es um den sonst so harten Paladin geschehen. Tränen kullerten ihm über beide Wangen und er drückte die beiden kleinen Kerle gleichzeitig an sich, dass ihnen fast die Luft weg blieb.
    Auch der kleine Kobold und der Lurikeen hatten Tränen in den Augen und sie wischten sich schnell über die kleinen Gesichter.
    „Nun wird es aber Zeit,“ sagte Balu und deutete in Richtung der Wolfsgruppe. Fancy winkte Firehead zu, „Los, los Du altes Streitross. Komm schon, wir wollen los.“
    Firehead ging zu den anderen und Fancy begann ein paar Takte auf ihrer Trommel zu spielen. Der Paladin spürte wie alles Gewicht von ihm abfiel und er scheinbar schwerelos über den schneebedeckten Boden zu fliegen schien.
    Er drehte sich noch einmal um und sah wie das Lagerfeuer immer kleiner wurde. „Macht’s gut Freunde. Ich werde Euch nie vergessen.“
    Balu sah Fantastix fragend an. „Was hat er gerufen?“ Der Lurikeen sah nun seinerseits den Kobold an: „Wie? Was hast Du gesagt?“ Verständislos zuckte Balu mit den Schultern. Der Lurikeen sagte etwas in einer Sprache die er nicht verstand.
    Fantastix nickte Balu zu. Sie packten ihre sieben Sachen zusammen und machten sich fertig. Traurig sahen sich nun beide an und wussten dass es nun wieder vorbei war.
    Sie drückten sich ein letztes Mal, drehten sich dann wortlos um und jeder lief in eine andere Richtung davon.


    Firehead erreichte wohlbehalten, zusammen mit den anderen Albion und traf kurze Zeit später endlich in seinem Heimatdorf Humberton ein.
    Seine Mutter und sein Vater fielen ihm um den Hals und seine Mutter wollte schon anfangen zu schimpfen.
    „Firehead, immer kommst Du zu spät. Wir haben uns schon Sorgen gemacht. Und wie Du wieder aussiehst. Schnell, geh Dich waschen und dann gibt es Abendbrot. Ich habe etwas ganz besonderes gekocht.“
    Kurze Zeit später saßen sie am festlich geschmückten Tisch. Fireheads Vater sah ihn gespannt an.
    „Na mein Junge, dann erzähl mal. Was hast Du denn unterwegs so erlebt?“ Firehead sah seine Eltern schmunzelnd an. „Nun ja, das würdet Ihr mir sowieso nicht glauben.“
    „Nur keine Scheu mein Junge. Von Dir sind wir ja die dollsten Geschichten gewöhnt,“ zwinkerte ihm sein Vater zu. „Also gut, Ihr habt es ja so gewollt.“ Firehead schob seinen Teller zur Seite und sah seine Eltern verschworen an, dann fing er an zu erzählen:
    „Die Nacht war sternenklar wie lange nicht mehr über Jamtland. Es war ein Funkeln und Blinken als wollten die Sterne in einem Wettbewerb herausfinden wer wohl der hellste von ihnen sei................ .“

  2. #2

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    sehr schön geschrieben =)

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  3. #3
    Mitglied Avatar von Liselotte
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    Vielen Dank für Deinen netten Kommentar Hybal

    Ich hoffe den anderen Lesern hat es auch gefallen.
    Ich wünsche Euch auf jeden Fall ein frohes und vor allem gesundes, neues Jahr.
    Rutscht gut rein und habt auch im nächsten Jahr wieder viel Spaß mit DAOC.

    Alles Gute wünscht Euch die liebe Lise

  4. #4
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    Alle Jahre wieder ihr Lieben......

    Ich wünsche Euch ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und viel Gesundheit und Glück im neuen Jahr,

    die Liselotte :-)

  5. #5
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    Hallo ihr Lieben :-)

    Auch in diesem Jahr wünsche ich Euch allen eine gesegnete und frohe Weihnacht.
    Bleibt gesund und munter und habt weiterhin Spaß am DAOC spielen.

    Viele, liebe Grüße sendet Euch die liebe Lise :-)

  6. #6
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    Hallo liebe Leute :-)

    Ich wünsche Euch ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.
    Viel Glück und Erfolg für das kommende Jahr. Vor allem aber bleibt schön gesund.

    Viele, liebe Grüße sendet Euch die Liselotte :-)

  7. #7

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    Wünsche ich Dir auch.

    Gruß Saahl

  8. #8

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    Dem schließe auch ich mich an, wenn auch nachträglich - Gesundheit euch allen .

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