Programmiersprachen (lernen) - Seite 2
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Thema: Programmiersprachen (lernen)

  1. #16

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    Hab das gleiche Studium wie Seph hinter mir, aber nur ein billiger Bachelor
    Egal wofür Du Dich entscheidest, ich würde immer englische Literatur bevorzugen, fiel mir persönlich immer leichter und hat auch den netten Nebeneffekt noch das fachliche Englisch dabei zu lernen, kann ein Ingenieur sicherlich auch gebrauchen
    Delo - Skalde12L0

  2. #17

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    Zum Erlernen und gerade für Ingenieure finde ich Python sehr gut geeignet. Ist leicht zu erlernen, "zwingt" zu einem sauberen Programmierstil (z.B. bzgl. Einrückungen) und besitzt ziemlich umfangreiche Bibliotheken, welche gerade Ingenieuren das Leben erleichtert (z.B. numpy, scipy matplotlib, (multiprocessing mag ich auch sehr gerne )...). Mit diesen kommt man sehr schnell von der Idee/Konzept zum funktionsfähigen Programm. Auch viele F&E Programme besitzen zur Erweiterung Python-Schnittstellen, wobei das aber in der Regel auch für Java zutrifft.
    Zum Erlernen der Grundlagen hat mir diveintopython (gibts kostenlos im Web) gut gefallen.

    Den Gedanken mit solchen Programmiersprachen aber Steuerungssoftware von Anlagen, also SPS programmieren zu wollen sehe ich eher kritisch. Während meines Studiums (Maschinenbau) durfte ich das Programmieren von Industrieanlagen (Siemens S7) lernen und muss sagen, dass das mit den hier bereits genannten Sprachen eher wenig zu tun hat. Am besten mal auf der STEP 7 Seite von Wikipedia die verschiedenen genormten Programmiersprachen anschauen. Lediglich S7 SCL ist vergleichbar mit "üblichen" Programmiersprachen, aber war zu meiner Zeit nicht verbreitet.

    tl;dr: für Ingenieure empfehle ich Python... und Excel

  3. #18

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    Ah... zum Thema Python über das hier gestoßen:

    https://www.humblebundle.com/books/j...ng-book-bundle

    Hab aber keinerlei Ahnung, ob die taugen?
    Delo - Skalde12L0

  4. #19

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    Unabhängig von der Sprache empfehlen sich unbedingt zwei Sachen, die eigentlich für jeden gelten sollten, der Auftragsentwicklungen durchführt :

    - Ordentliche und fundierte Projektmanagement-Ausbildung. Grad im Pharma-Bereich (falls du in diesen Zweig der Chemie gehen willst) in dem alles komplett durchreguliert ist, ist die sowas extrem wichtig.
    - Ein offenes Aug und Ohr für den Kunden. Der Kunde kennt seine Prozesse am besten, du als Programmierer/Entwickler eher nicht. Deshalb trainier dir gleich entsprechendes Verständnis für Kundenwünsche und deren Umsetzung an.
    (Und ich meine damit nicht die Gestaltung von Buttons Das geht schon bei der Definition von Variablen und der Anzahl der ausgegebenen Nachkommastellen eines Wertes los.)

    Ich sehe das grad bei meiner Frau.... Sie sitzt als Key-User bei uns in der Firma im Projektteam für die Umstellung von lokal installiertem, elektronischen Laborjournal auf globales, web-based Laborjournal. Was da für Dilettanten für die Softwarefirma arbeiten, ist absolut unglaublich. So viele Tischeplatten kann man sich gar nicht kaufen, die man mit der Stirn wieder einschlagen möchte.


  5. #20

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    Zitat Zitat von Gwiddik Beitrag anzeigen
    Unabhängig von der Sprache empfehlen sich unbedingt zwei Sachen, die eigentlich für jeden gelten sollten, der Auftragsentwicklungen durchführt :

    - Ordentliche und fundierte Projektmanagement-Ausbildung. Grad im Pharma-Bereich (falls du in diesen Zweig der Chemie gehen willst) in dem alles komplett durchreguliert ist, ist die sowas extrem wichtig.
    - Ein offenes Aug und Ohr für den Kunden. Der Kunde kennt seine Prozesse am besten, du als Programmierer/Entwickler eher nicht. Deshalb trainier dir gleich entsprechendes Verständnis für Kundenwünsche und deren Umsetzung an.
    (Und ich meine damit nicht die Gestaltung von Buttons Das geht schon bei der Definition von Variablen und der Anzahl der ausgegebenen Nachkommastellen eines Wertes los.)

    Ich sehe das grad bei meiner Frau.... Sie sitzt als Key-User bei uns in der Firma im Projektteam für die Umstellung von lokal installiertem, elektronischen Laborjournal auf globales, web-based Laborjournal. Was da für Dilettanten für die Softwarefirma arbeiten, ist absolut unglaublich. So viele Tischeplatten kann man sich gar nicht kaufen, die man mit der Stirn wieder einschlagen möchte.
    das ganze spielt eher ne rolle wenn er dann mal ne programmiersprache drauf hat.
    für nen erstes hello world und nen taschenrechner oder 4 gewinnt brauch man sowas eher nicht


  6. #21

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    Zitat Zitat von Gwiddik Beitrag anzeigen
    - Ein offenes Aug und Ohr für den Kunden. Der Kunde kennt seine Prozesse am besten, du als Programmierer/Entwickler eher nicht. Deshalb trainier dir gleich entsprechendes Verständnis für Kundenwünsche und deren Umsetzung an.
    (Und ich meine damit nicht die Gestaltung von Buttons Das geht schon bei der Definition von Variablen und der Anzahl der ausgegebenen Nachkommastellen eines Wertes los.)
    Das wäre zwar löblich wenn das der Fall ist, aber zwingend muss ein Entwickler so etwas genau nicht können. Denn genau dafür gibt es ein Projekt-/Prozessmanagement. Die beschäftigen sich mit den Wünschen und den Umsetzungsmöglichkeiten der Kunden (im Zweifelsfall natürlich mit Rücksprache bei den Entwicklern was die Machbarkeit angeht). Anhand dessen wird ein Pflichtenheft erstellt und danach hat ein Entwickler das Projekt umzusetzen. Da steht dann genau drin wie viele Nachkommastellen ein Wert haben soll bei einem anständigesn Prozessmanagement. Und damit es dort nicht zu Abweichungen kommt, hat man eine entsprechende QS welche die Softwareentwicklung anhand der Anforderungen überprüft und testet.

    Das ist zumindest der Optimalfall. Mir ist klar das viele Betriebe das gerne vermischen und selbst Blackbox Tests den Entwicklern überlassen, aber die Gefahr dabei ist, dass die Entwickler die Software dann so umsetzen und testen wie sie es für richtig halten. Also im schlimmsten Fall sogar Fehler kaschieren. Meistens natürlich sogar unbewusst, zumindest wenn man nicht gerade bei VW arbeitet *hust*, genau deshalb sollte man solche Prozesse strickt trennen.
    Geändert von Dragnet (29.08.16 um 22:21 Uhr)

  7. #22

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    Unterschreibe ich alles was du sagst... inklusive dem Hinweis auf den Optimalfall. Aber was, wenn das Prozessmanagement irgendwelchen Consulting-Firmen überlassen wird, die dann irgendwelche Programmierer aus Timbuktu anheuern. Was wenn die QS erst gaaanz am Schluss kommt und nur kurz die Dokumentation prüft. Dann lohnt es sich, wenn der Ingenieur aus der Produktion oder dem Labor - der ja schon aufgrund seiner Ausbildung praxisnäher aufgestellt ist - zumindest grundsätzlich Ahnung in Projektmanagement/Programmierung hat und mitreden kann.

    Ich arbeite jetzt seit knapp 20 Jahren in der Pharmabranche und sitze genau am Schnittpunkt zwischen Qualitätssicherung, Labor/Produktion und IT. Diese Themen sind mein täglich Brot und ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass es sich sehr oft genau so verhält wie ich es beschrieben habe. Die QS hält sich vornehm aus allem raus -> "Design, Tests und Projektmanagement ist Sache der Fachabteilung. Wir prüfen erst am Schluss die Unterlagen." Die Fachabteilung überlässt erstmal alles dem Consultant, denn der wird ja dafür bezahlt, man hat genug mit dem Tagesgeschäft zu tun und überhaupt hat man eh chronisch zu wenig Personal. Und schon gehen die Probleme los.

    Ich bin froh, wenn dann jemand aus der Technik/Produktion am Tisch sitzt, der nicht nur sein Fachwissen beisteuert, sondern auch ein bisschen über dem Tellerrand mitreden kann und mit ein Auge darauf hat, dass der Consultant und die Jungs in Indien den Kram von vorne herein richtig umsetzen. Das spart Zeit, Geld und Nerven für alle. Nichts ist schlimmer als wenn man den (externen) Projektmanager machen lässt und hinterher x Testläufe machen kann, bis alle Fehler draussen sind. Wohlgemerkt Fehler die vermeidbar gewesen wären, hätte man Anfangs richtig gearbeitet.

    Das gilt übrigens nicht nur für kleine Klitschen, sondern auch für Weltkonzerne. Am Besten läuft es meiner Erfahrung nach im Mittelstand. Da wird noch am ehesten darauf geachtet, dass solche Softwareprojekte ordentlich umgesetzt werden. Bei kleinen Läden mangelt es oft an Personal UND Geld, bei grossen Konzernen ist zwar das Geld da, dafür fehlt es oft an Leuten die mit entsprechendem Engagement an die Sache gehen. Alles schon gehabt.

    Back to Topic:

    Wenn die Sprache erstmal egal sein sollte und es um den Spass am Programmieren geht, dann kann ich ganz stark die ArmA2 & ArmA3 Reihe empfehlen. Die Sprache hinter dem Spiel ist C++ artig, relativ leicht zu lernen, es hat eine tolle Community die einem wirklich gut hilft. Ok, man muss sich ggf. mit dem Kriegsszenario anfreunden, aber wenn man das ausser Acht lässt, ist die Serie echt toll um in sowas reinzukommen. Es ist zwar kein "Hallo Welt", aber wenn man mal ein paar Figuren hat spawnen lassen, die dann auch noch selbstständig Wegpunkte ablaufen, ist das mindestens so toll wie "Hallo Welt". Ist vielleicht noch eine Alternative. Ich halte mich zumindest schon seit Jahren (etwa 5k Stunden Zeitinvestition) damit "am Leben". Weil wenn man das nicht regelmässig macht, geht solches Wissen ganz schnell verloren.


  8. #23

    Standard

    Zitat Zitat von Gwiddik Beitrag anzeigen
    Ich arbeite jetzt seit knapp 20 Jahren in der Pharmabranche und sitze genau am Schnittpunkt zwischen Qualitätssicherung, Labor/Produktion und IT. Diese Themen sind mein täglich Brot und ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass es sich sehr oft genau so verhält wie ich es beschrieben habe. Die QS hält sich vornehm aus allem raus -> "Design, Tests und Projektmanagement ist Sache der Fachabteilung. Wir prüfen erst am Schluss die Unterlagen." Die Fachabteilung überlässt erstmal alles dem Consultant, denn der wird ja dafür bezahlt, man hat genug mit dem Tagesgeschäft zu tun und überhaupt hat man eh chronisch zu wenig Personal. Und schon gehen die Probleme los.
    Dann seid ihr aber nicht wirklich durchreguliert, zumindest nicht was den Bereich Softwareentwicklung angeht. Das Testdesign gehört selbstverständlich in die QS und wenn das einigermaßen professionell aufgebaut ist, läuft das da nach ISTQB-Standards ab. Das was du da beschreibst, wäre in der Finanzbranche beispielsweise derzeit unmöglich. Das würde dir ein Prüfer sowas von um die Ohren hauen, da erledigt sich der Personalmangel dann ganz schnell von alleine.

  9. #24

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    Ich kann nur sagen... Theorie und Wirklichkeit. Es läuft solange, bis ein Inspektor was was findet, dann knallt es und anschliessend geht es wieder seinen Gang wie vorher. Alles weitere würde jetzt hier ein MEGA Off-Topic geben.


  10. #25
    Mitglied Avatar von Calypso
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    https://imgur.com/gallery/iMl1U
    Vielleicht helfen dir die Links dort ja was.

  11. #26
    Mitglied Avatar von Eyr
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    Ich habe damals im Studium immer viel mit den Heads first Büchern von O'Reilly gelernt, weil mir deren Konzepte einfach gut gepasst haben. Man muss den saloppen Schreibstil mögen und sich auf die Übungen einlassen, aber hab damit in Java mehr gelernt als mit dem beliebten Tigerbuch auf dem ja die meisten Java Vorlesungen bei Informatikern und Bindestrichinformatikern aufbauen. Dieses kenne ich zwar persönlich nicht, aber es vermittelt wohl genau das was dich interessiert, die Grundlagen der Programmierung und als Beispielsprache mit Python auch was nettes imo:https://www.oreilly.de/buecher/12020...f-bis-fuß.html
    Falls es mehr in Richtung Webentwicklung, Webservices und verteilte Systeme gehen soll oder man einfach nur mal grundlegend lernen will wie das mit PHP, MySQL, JavaScript, HTML usw funktioniert, finde ich das ausführliche aber leider schon etwas betagte Tutorial von Peter Kropff ist immer noch eines der besten deutschsprachigen:
    http://www.peterkropff.de/site/einfu...infuehrung.htm

    Glaub nur, dass da dann PHP OO noch nicht wirklich dabei ist und ein paar Sachen wohl mittlerweile deprecated und wider best practices sein dürften
    Geändert von Eyr (01.09.16 um 12:40 Uhr)

  12. #27

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    Zitat Zitat von Eyr Beitrag anzeigen
    Ich habe damals im Studium immer viel mit den Heads first Büchern von O'Reilly gelernt, weil mir deren Konzepte einfach gut gepasst haben. Man muss den saloppen Schreibstil mögen und sich auf die Übungen einlassen, aber hab damit in Java mehr gelernt als mit dem beliebten Tigerbuch auf dem ja die meisten Java Vorlesungen bei Informatikern und Bindestrichinformatikern aufbauen. Dieses kenne ich zwar persönlich nicht, aber es vermittelt wohl genau das was dich interessiert, die Grundlagen der Programmierung und als Beispielsprache mit Python auch was nettes imo:https://www.oreilly.de/buecher/12020...f-bis-fuß.html
    Ich habe mir vor paar Tagen zufällig das Tiger Buch von O'Reilly aus der Bib geholt. Die ersten Seiten haben mir gefallen, werde bei Java und dem Buch bleiben.
    Rambarum - Krieger
    Toechterchen - Champion

  13. #28

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    Es gibt auch noch spezielle Hochschulbücher der RRZN, kannst Du ggf. für kleines Geld erwerben (Asta zB) und fand ich seinerzeit auch nicht schlecht.

    Überblick:
    https://www.luis.uni-hannover.de/buecher.html
    Delo - Skalde12L0

  14. #29
    Mitglied Avatar von Calypso
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    Minnesängerin

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    Mittlerweile hat er sich ja hoffentlich schon entschieden und is brav am Lernen... Oder??

  15. #30

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    Für Java und Python kann ich http://codingbat.com/java empfehlen. Da gibt es kleine Programmieraufgaben die man lösen muss. Das Ganze erfolgt mit Feedback im Browser und ist deswegen erstmal für absolute Anfänger recht einfach zu machen. Ich gebe sowas immer Leuten die von anderen Programmiersprachen kommen oder so gut wie keine Ahnung haben (irgendwelche Bachelorstudenten von der Uni ).

    - möglichst breiter Einblick ins Programmieren, besonders was Anwendungen in der Industrie angeht
    Naja, das kommt halt immer darauf an wie sehr man das vertieft. Mit Java ist man aber im Enterprise-Umfeld sehr gut dabei. Da gibt es ja sehr viele Anwendungen die da laufen. Inwiefern es im Umfeld eines Ingenieurs relevant ist, ist wieder die andere Frage. Ich habe mit noch keinem zusammengearbeitet, bin aber auch eher in anderen Branchen utnerwegs.

    - kleine Anwendungen selbst programmieren lernen
    Geht mit Java einfach von der Hand. Selbst einfache Client-Server-Anwendungen sind mit dem richtigen Framework relativ schnell ohne viel Vorwissen geschrieben.

    - mitreden können
    Naja, da zweifel ich ja daran ob die Entwickler auf der Ebene kommunizieren werden. Die Diskussionspunkte betreffen ja meist eher Design-/Architekturentscheidungen bzw. den Einsatz bestimmter Frameworks und weniger wie jetzt Klasse XY implementiert werden soll. Und nur weil du Java gemacht hast, kannst du dann nicht z.B. bei C# groß mitdiskutieren, da jede Sprache ja ganz andere Möglichkeiten hat um Probleme zu realisieren. Von den sprachlichen Mitteln her gibt es gewiss bessere Sprachen als Java, aber besonders mit Java 8 sind (endlich) Erweiterungen gekommen, die es so in anderen Sprache schon sher lange gibt. Aber eine Programmiersprache lernen kann sicher nie schaden.
    Geändert von Gorv (06.09.16 um 07:15 Uhr)

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