Die Alte Garde ... eine fortlaufende Geschichte
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Thema: Die Alte Garde ... eine fortlaufende Geschichte

  1. #1

    Standard Die Alte Garde ... eine fortlaufende Geschichte

    Die Alte Garde

    Lange bin ich gereist im Auftrag des Herrschers. Ich sollte durch das Land streifen und meine Augen und Ohren dazu benutzen, die Alte Garde, wie sie genannt wurde, ausfindig zu machen. Es war ein langer anstrengender Tag. Mir wurde das "Moriquendi's" als Unterkunft empfohlen, als eine der besten Adressen der Stadt. Der Wirt ist ein Elfe, sein Alter kann ich leider nicht schätzen, aber er hat den Blick und die Ruhe von jemanden, der alles schon einmal gesehen hat.

    Ein alter Firbolg betrat die Schenke und setzte sich an den Tisch neben meinem. Ich schaute ein wenig argwöhnisch und musternd drein. Wahrlich, er muss einmal eine imposante Gestalt gewesen sein, aber nun wirkt er irgendwie müde und abgekämpft, ja wahrlich kraftlos sowie seine Kleidung abgetragen ist, jedoch noch spuren der ursprünglichen Farben hat. Rot und Blau.

    "Herr Wirt ? Bitte noch einen Wein."
    "Einen kleinen Moment der Herr, aber der Gast neben ihnen wartet noch auf seinen Tee. Danach bringe ich euch das Bestellte."
    "Hier mein Freund, dein Tee wie immer"
    "Ich danke Dir alter Weggefährte, was machts ?" fragte eine müde stimme
    "Hyb, für dich wie immer aufs Haus"
    "Du beschämst mich Davith. Aber ich danke dir."
    "Hier nun ihr Wein mein Herr"

    noch völlig in Gedanken bedankte ich mich und ging im Kopf eine Liste von Namen durch, welche mir der Hof mitgegeben hatte. Irgend etwas faszinierte mich an dem Firbolg, ich konnte nicht ablassen ihn zu beobachten. Aber ich dachte ich würde es, wie es meines Amtes gelehrig ist, mir das nicht anmerken lassen. Jedoch hatte ich mich geteuscht.

    "Ihr kommt von weit her Herr Aelf, und vom Hofe müsstet ihr sein" grummelte mir der Bolg auf einmal entgegen, ohne von seinem Tee zu blicken. Ich erschrack und war erstaunt.

    "Ja ich komme wahrlich aus der Hauptstadt, aber ich bin nicht vom Hof, nur ein kleiner Beamter auf Wanderschaft in seinem Urlaub."

    Der Firbolg drehe seinen Kopf leicht und ich konnte ein Lächeln, sowie ein gewisses Funkeln in seinen Augen sehen.

    "Kommt rüber und setzt euch. Ich seh vielleicht grummelig aus, aber ich versichere euch, ich bin sehr umgänglich, sprich ich werde euch nicht beissen."

    Ich konnte da wahrlich schlecht nein sagen, so nam ich meinen Krug und setzte mich zu ihm.

    "Ihr scheint hier schon lange zu verkehren, so wie der Wirt euch kennt. Wohnt ihr schon lange hier ?"

    Der Bolg schmunzelte...

    "Ach wisst Ihr, ich bin viel herum gekommen, war hier und da zu Hause, und irgendwann habe ich mich hier in Meath niedergelassen. Dank der Magie der Teleportation, komme ich so auch dahin, wo ich hin will. Aber lasst euch versichert sein, den Edlen Herrn Wirt da vorne kenne ich schon länger, als es diese Stadt gibt."

    "Oh, das ist eine lange Zeit. Wenn ich fragen darf, was ist euer Beruf Herr ähm..."

    "Nennt mich Hyb, das ist kurz und gut und ich bin Schmiedemeister hier in der Gegend."

    "Oh wenn ich fragen darf, wie läuft das Geschäft ?"

    "Oh lange nicht mehr so gut wie Früher, seit dem Antlantis entdeckt wurde, sind alle auf der Jagt nach Artefakten, kaum einer verlangt noch nach einer guten Massanfertigung. Sie wissen halt die Arbeit nicht mehr zu würdigen, nicht mehr zu schätzen."

    "Aber seht, Atlantis hat uns auch eine menge Fortschritt gebracht, oder meint ihr nicht ?"

    "Fortschritt... naja aber zu welchem Preis ? Recken sterben schneller, die Schlachtfelder schwimmen in Blut. Wenn jenes der der Preis ist, welchen der Fortschritt kostet, dann verzichte ich gerne wieder darauf, und gehen zurück zur Fackelbeleuchtung und Heizen mit dem Kamin. Wisst ihr, ihr seid noch jung wie es mir scheint, auch wenn warscheinlich einer der Besten eurer Zunft, aber früher war es nicht schlechter nur weil man ein paar Annehmlichkeiten weniger hatte."

    "Wenn ihr das so seht, muß ich euch zustimmen, auch wenn nicht komplett. Moment ! Was meint ihr mit ein Meister meiner Zunft ?"

    "Verzeiht, wenn ich euch das so direkt sage, aber ihr seid ein Mitglied, der Hibernianischen Ehrengarde, ein Spion. Ausgebildet von der Kammer der Unsichtbarkeit in Tir Na NOg."

    Ich war geplättet. Der alte Firbolg hat mich durchschaut, als wäre ich aus Glas...

    "Woher ? Wieso ? Was bringt euch zu der Annahme ?" stotterte ich

    "Davith ? Komm mal her bitte..."

    "Hyb was gibt es ? Stört dich der Gast ?"

    "Nein keine Sorge, aber schau ihn dir mal an und sag mir was du siehst."

    Der Wirt musterte mich einen Moment nachdenklich und was er sagte schockte mich noch mehr.

    "Wie ich das sehe, Ehrengarde, Jahrgang vor 5 Jahren, Jahrgangsbester eventuell. Einen Dolch im Rückenteil seines Jackets eingearbeitet. Ich denke Spionage und schnelle Eliminirung."

    Der Firbolg schmunzelte, fing dann an zu grinsen und ging in ein lautes Lachen über. Dann klopfte er mir auf die Schulter.

    "Mein junger Freund, ihr müsst wissen, Davith war nicht immer Wirt, und ich denke, ihr könntet noch eine Menge von ihm lernen. Ich danke dir Davith, ich hatte mir ähnliches gedacht."

    Der Wirt ging schmunzelnd wieder an seinen Tresen zurück und ich war wie gelähmt. Ich hab die beste Ausbildung genossen, als bester des Jahrgangs abgeschlossen und diese Dorfbewohner durchschauten mich, lasen mich wie ein offenes Buch.

    "Ihr sagtet ja ihr seid auf Urlaub. Also habt ihr auch nichts zu befürchten. Wir hier sind alle Loyale Hibernianer seit anbegin. Nun schaut nicht so geschockt und verstört. Wenn ihr noch etwas bleibt, erzähle ich euch auch, woran man euch erkennt."

    Mit diesen Worten öffnete sich dir Tür und eine Firbolgin trat herein, etwa sein Alter, ein Funkeln trug sie in den Augen und ein Schmunzeln auf den Lippen.

    "Wusste ich doch das ich dich hier finde. Komm Heim, das Essen wird kalt. Schönen Tag euch Davith. Verzeiht, aber ich kann nicht bleiben, ich bin nur hier meine Mann abzuholen."

    "Ja Liebling, ich komme. Auf Bald Davith. Euch noch einen erholsamen Aufenthalt hier bei uns, vielleicht läuft man sich ja noch einmal über den Weg."

    Somit erhob sich der Firbolg und folgte seiner Frau nach draussen.

    "Wirt ? Wer war dieser Firbolg ? und wer seid ihr ?"

    "Das ? Das waren grad Hyb und seine Frau Vio und ich ? Ich bin der Inhaber des Moriquendi's. Ihr seht etwas schläfrig aus. Euer Zimmer ist bereit und geheizt. Ihr werdet den Schlaf brauchen, wenn ihr Morgen weiterreist."

    Völlig verwirrt ging ich wie mir der Wirt geraten hatte auf mein Zimmer, jedoch schlief ich nicht gleich. Ich verfasste einen Brief an meinen Vorgesetzten, mit welchen ich ihm mitteilte, daß ich gedachte, hier länger zu verweilen, da irgend etwas seltsam war bei den Bewohnern hier.

    Am Tresen, völlig unbeachtet von den Ereignissen das Abends hob ein Kelte seinen Kopf ein wenig und schaute zu Davith herüber.

    "Was meinst du Dave, was will der Komiker hier ?"

    "Sei nicht zu hart zu dem Jungen, ich war auch mal ein Heisssporn, genau wie Du und wir anderen. Ich werde morgen Früh erfahren was ihn her treibt und ob Flux sein richtiger Name ist."

    "Trotzdem, wohl ist mir bei dem Knaben nicht in der Nähe."

    "wird sich zeigen Laurius, wir sind ja alle hier nicht weit und wenn er ärger bedeutet, dann zeigen wir ihm schon das Ortsschild."

    "Du hast wohl Recht. Dann bitte noch ein Krug Bier für mich bitte."

    Am folgenden Morgen sagte ich dem Wirt, daß ich noch bleiben würde und somit mein Zimmer länger bräuchte, da sich meine Pläne geändert hätten. Ich as mein Frühstück und ging hinaus, mir die Gegend näher anzusehen. Ein heikles Pflaster war das hier. Auf den ersten Blick hin eine ruhige Wohngegend, aber wenn man genauer hinschaute, sah man die Gefahr, welche an fast jeder Ecke drohte. Dieses Dorf lag verdammt nah an dem Grenzbezirken, in welchen sich häufig Feinde aufhielten.

    Jedoch auf Grund meiner guten Ausbildung, machte ich mir keine großen Sorgen, was mir gegen Abend in der Dämmerung fast zum Verhängnis wurde. Auf Grund meiner eigenen überheblichkeit übersah ich den Kobold, welcher mir seinen Dolch in die Eingeweihde schob. Ich schrie auf vor Schmerz und sah nur einen Schatten der kurz verweile um dann den Kobold zu folgen. Zwei Aelfenfrauen kamen herbei gerannt. Die eine nam meine Hand und die andere hielt meinen Kopf in ihren Händen auf ihrem Schoß. Es wurde dunkel. Sterben ist wahrlich nicht schön, war mein letzter Gedanke.

    "Vartia, los hol Hybal, er muss mir helfen den Verletzten zum Arzt zu bringen. Meine Heilkenntnisse reichen nicht lange um ihn am leben zu halten."

    "Ist gut Valpa, ich weiss. Warte kurz, ich bin gleich zurück... und pass auf dich auf solange."

    Ein kleinen Moment war Valpa alleine, als Davith neben ihr wie aus dem Nichts erschien.

    "Ich bin es nur, keine Angst. Ich hab den Kobold leider nicht mehr erwischt. Kurz bevor ich ihn hatte, verschwand er."

    "Lass gut sein Davith, irgendwer wird ihn finden und seiner gerechten Strafe zukommen lassen."

    "Valpa... ich glaub ich werde alt."

    "Wieso denkst du so ?"

    "Früher wäre er mir nicht entwischt..."

    "Aber du hast ihn gesehen, was er hier nicht hat und dieser Junge hier hat die Meisterschule in Tir besucht."

    "Aber ich..."

    "Nichts aber ! Du bist noch immer genauso gut wie Früher. Aber auch du wirst wissen, das zum einen Erfahrung die Kraft der Jugend ausgleicht, es aber immer einen geben wird, der besser sein wird als man selbst."

    Davith rückte seinen leichten Schal zurecht, mit welchem er eine alte Narbe verdeckte, die ihm Schmerzlich diese Erfahrung gebracht hatte vor Jahren.

    "Ich weiss nun wer der Junge ist. Sein Nachname lautet wirklich Flux. Nachher wenn der Druide ihn sich angesehen hat, erzähle ich euch wer er ist und woher er kommt. Ich verspreche dir, ihr werdet euch wundern."

    "Na gut Davith ich.."

    "Valpa !!! Hier bin ich, was gibt es ?"

    "Ah Hyb, wunderbar. Davith du nimmst seine Arme, Hyb, du seine Beine, ich werde weiter meinen Zauber wirken, bis ihn sich einer unserer Druiden seiner angenommen hat. Los schnell jetzt."

    ---- Ende Teil 1 ----

  2. #2

    Standard Teil 2

    Ich ich... Ich lebe ja. War mein erster Gedanke, aber mir Schmerzte alles ganz fürchterlich. ich öffnete meine Augen und sah verschwommen die Umrisse von 2 Kelten und einer Firbolgdame.

    "Schaut ! Arrash, Faeyr, Dope ! Unser Patient wacht langsam auf. Ich sags ja wir als Team sind unschlagbar."

    "Na Sam, schauen wir erst einmal ob er wieder zu kräften kommt."

    "I..i.. ich... ich lebe. Was ist passiert ?"

    "Ihr wart unachtsam und seid einem Assasinen zum Opfer gefallen. Nun seid erst einmal ruhig und versucht wieder zu Kräften zu kommen. Euer Leben verdankt ihr Valpa, sie hat gegen das Gift mit einem Uralten nur wenigen bekannten Heilzauber angewirkt und so euer Leben verlängert. Ohne sie gabe es euch nicht mehr."

    "Ich will doch hoffen Faeyr das er wieder zu kräften kommt. Und ja Valpa Davith und Hybal habt ihr es zu verdanken, dass ihr noch lebt. Sie haben euch hergebracht so schnell sie konnten."

    "Oh. Aber bitte sagt mir, leide ich noch unter Fieberwahn oder seid ihr wirklich nur 3 hier ? ich hab gerade doch 4 namen vernommen."

    In diesem Moment wäre ich fast wieder gestorben. Dieses mal vor Schreck. Denn der Kleiderständer neben mir war gar keiner. es war ein Sylvaner. Ich hatte noch nie einen vorher gesehen in meinem ganzen Leben, nur die Erzählungen von diesen Wesen gehört. Er öffnete seine Augen, welche golden strahlten und er atmete tief durch. Seine stimme war tief und ruhig.

    "Du hast Glück gehabt mein Sohn. Deine Verletzungen sind an sich Tödlich gewesen. ich weiß nicht ob du woanders hättest geheilt werden können."

    "ich danke euch, aber sagt, wo sind die, welche mich her brachten ? ich möchte mich auch bei ihnen bedanken."

    "oh die sind schon wieder unterwegs ihr Tagewerk verrichten. Aber heut abend zur späten Stunde werden wir euch alle besuchen kommen im Moriquendi's."

    "Ja Sam, Faeyr du kommst doch sicher auch. Und ich glaube es wird ein interessanter Abend für euch wie auch für uns. Bis später."

    Mit diesen Worten gingen Faeyr und Arrash, wie sie gerufen wurden, aus dem Raum und der Sylvaner stellte sich mir als Dope vor. Sam und er untersuchten mich noch einmal Gründlich und gaben mir Tränke zur Stärkung. Sie schmeckten schon seltsam, nicht wie man sonst Druidenkost kennt, bitter und brennend, nein sie waren sehr Wohlschmekend und labend. Ich untersuchte die Flasche genauer und roch auch an ihr. Ein würziger leicht süsslicher Geruch und ein Etikett. "Hergestellt von der Alchemei V. Grimbolt" sagte das Schild. Ich stellte die Flasche hin und setzte mich auf. Erst jetzt sah ich, wie schwer ich verletzt worden war, meine gesamte Bauchpartie war voller Blut und es klebten Blutdurchtränkte Lappen auf ihr.

    "Ah kommt her, es wird nur kurz etwas zwicken..."

    Mit diesen Worten riss mir die Firbolgin namens Sam die Verbände von meiner Bauchdecke und der Sylvaner reinigte selbige. Es wirkte fast wie ein Wunder, denn meine Verletzung war vollständig geheilt. Mir wurde Kleidung geliehen, damit ich in der doch recht Kühlen Nacht nicht unverhüllt zurück zur Schenke musste.

    Dieses Erlebnis, nam mich doch mehr mit, als ich mir zugestehen wollte. Ich hatte das gefühl verfolgt zu werden. Aber nirgends war jemand zu sehen. Einmal meinte ich sogar das Gesicht meines Wirtes zu erkennen. Aber ich denke es wird nur Einbildung gewesen sein.

    Auf halben Wege stand auf einmal Hyb vor mir. Er begrüsste mich freundlich fragte wie es mir nun ginge. Ich bedankte mich bei ihm für meine Rettung und antwortete auf seine Fragen.

    "Ah Junger Flux, wartet, ich begleite euch noch zur Schenke !"

    "Äh aber ähm Hyb ? Ich denke den Weg sollte ich alleine schaffen."

    "Nichts da, ich will eh zu Davith. Und ich brauche meinen täglichen Tee."

    So gingen wir zwei dann zum Moriquendis zurück. Ich weiß nicht warum, aber dieser Bolg war mir irgendwie vertraut.

    "Ah ! seht ihr wir sind schon da... das ging doch recht fix."

    "Ihr hab recht, zu zweit ists nicht so weit wie es scheint. Ich danke euch für eure Begleitung."

    Just als ich eintreten wollte, sprang mir die Tür entgegen und ich wurde von einem starken Hauch weggedrückt und strauchelte. Der Bolg fing mich auf, als wenn ich nichts wiegen würde. Ich denke ich muß meine Einschätzung ihm gegenüber überarbeiten.

    "Nicht so hastig" lachte er

    "Was war das ???"

    "Bestimmt nur ein Windstoß. Ich geh mal voran."

    So öffnete der Bolg die Tür und wir traten ein. Der Wirt band sich grad seine Schürze um. Muss wohl Schichtwechsel gewesen sein.

    "Davith ? Einen Tee für mich und einen Wein für Herrn Flux. Er muß erst wieder richtig zu Kräften kommen. Hast du noch von Vio's gutem Wein ? dem Stärkenden du weisst schon..."

    "Guten Abend Herr Flux, wie ich gehört habe habt ihr heute einen Unfall mit jedoch noch glücklicher Wendung gehabt. Warte Hyb ich denke ich sollte noch so ein zwei Fässchen haben."

    Noch bevor ich etwas sagen konnte ging der Wirt auch schon in den Keller nach dem Wein zu suchen, um welchen ihn Hyb gebeten hatte.

    "Sooo Flux ist euer Name !"

    Ich erschrack, denn ich hatte Vio, wie der Wirt und Hyb sie nannten nicht eintreten hören.

    "Oh Guten abend Frau ... ich nehme an Grimbolt stimmt."

    "Gut erkannt Junger Mann, sagt wie geht es euch nach den heutigen Strapazen ?"

    "Verzeiht bitte meine Worte, aber gibt es irgend jemanden hier am Ort der noch nicht davon weiss ?"

    "ich denke nein werter Herr Flux. Aber regt euch nicht auf, es wird unseren Kreis hier nicht verlassen."

    Das hoffte ich sehr, so eine Neuigkeit am Hofe und ich wäre das Gespött des gesamten Adels und meiner Zunft.

    Ein wenig später began die Herrberge sich zu füllen mit Hibernianern, alle in etwa ein alter. Ein Aelf fiel mir ins Auge, er schaute gedankenverloren zu mir herüber. Eine recht ansehnlihe Gestalt, sein trotz träumerei vernebelter Blick sagte mir, daß er auf alles gefasst schien und auch nicht wirklich mit einer Gefahr für seine Person rechnete. Dieser Aelf interessierte mich. Ich weiß nicht warum, er wirkte wie hypnotisierend auf mich als wenn ich ihn schon sehr lange kennen würde. Mutter erzählte mir als ich klein war viel von ihren damaligen Weggefährten sowie auch meinem Vater. Ich hatte das Gefühl zu Hause zu sein, dort an dem Tisch mit diesem Aelfen.

    "Ah der junge Herr Flux !"

    "Ja so heisse ich, aber sagt werter Herr Aelf wie kann ich euch nennen ?"

    "Hm..."

    er schwieg und schaute in seinen Kelch und lachte dann auf. Der verträumte blick war weg, sein Blick war auf einmal vergnügt und glasklar und er schmunzelte zu mir herüber.

    "Ja nun sagt, wie ist euer Name ?"

    "Ich denke ich mache einen Fehler, denn euch wird wahrscheinlich nicht gefallen was ihr hören werdet, aber warum geheim halten ?"

    Ich lauschte gebannt.

    "Ja, ihr seht eurer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten aus, doch habt ihr auch einiges von mir. Ihr könnt mich Bursar nennen, oder Vater... ganz wie euch beliebt."

    Ich setzte grad zu einem tiefen schluck an und erschrack so, daß mir etwas Wein den falschen Weg die Kehle herunter geriet und ich zu husten anfing. Der Wein, welcher in Richtung Bursar sprühte stoppt kurz vor ihm und lief wie an einer Scheibe auf den Tisch. Es dauerte einen moment bis ich mich gefangen hatte.

    "Ihr ? Ihr wollt mein Vater sein ? Euer Vorname stimmt, aber sagt wie ist euer Nachname ? Ich weiß das er einzigartig ist, denn ihr gabt ihn euch selber."

    "Nekrotelekomnicon..." und er lachte wieder.

    "Ok aber wo ist euer Abzeichen der Schule der Ätherischen Künste ? Meine Mutter sagte mir ihr seid einer der besten Manabeschwörer gewesen zu eurer zeit."

    "Oh ich habe diese so genannte Fakultät nur kurz besucht. Ich wurde von ihr entfernt, auf grund eines kleinen Gesundheitsproblems. Hyb da hinten heilte mich ohne es zu wissen. Mein ganzes Wissen habe ich von mir selber."

    "Aber ich, ich kann euch nicht wirklich glauben, es es muß irgendwo ein Haken sein."

    "Los schaut in den Spiegel und dann seht mich an. Ihr werdet sehen das die Ähnlichkeit da ist. Aaeon, eurer Mutter wie geht es ihr ?"

    "Heuchler ! Meine Mutter, als wenn sie euch je etwas bedeutete, ich weiß nicht wo sie ist, sie gilt als verschollen. Alles was ich noch habe, was mich an sie erinnert ist das hier."

    So zog ich in rage die Kette hervor mit dem Anhänger, welchen Mutter immer verträumt ansah.

    Ich konnte es nicht fassen. Dieser Aelf mein Vater ? Wo war er all die Jahre ?

    "Hier seht das ist es !"

    Ich warf sie zu ihm direkt auf den Tisch. Er nam sie in die Hand und studierte sie genau. Der Stein fing an zu leuchten und zu strahlen und es erschienen 2 figuren in der luft. die eine sah aus wie meine Mutter, die andere wie er, nur beide viel jünger. Bursar bekam einen ernsten Blick, der auch traurig schien.

    "Hier nehmt es bitte zurück. Es ist euer. Ich muß nun gehen, verzeiht bitte."

    "Aber ich ..." ich hatte keine Chance zu fragen was war, schon war er verschwunden.

    Davith und Hyb kamen zu mir an den Tisch, noch bevor ich beide voll wahrnehmen konnte sprach Hyb zu mir.

    "bleibt sitzen und hört mir gut zu. Nashuan, Nashuan Flux ! Bursar ist euer Vater so wahr ich hier sitze. Ich kann euch verstehen, wenn ihr Groll hegt gegen ihn, da er nicht da war, als ihr heranwuchset aber er hatte nicht die Möglichkeit. Bursar war ein viel umgarnter Aelf, ihr merkt sicher das er selbst jetzt noch Macht und Faszination ausstrahlt. Im Gegensatz zu mir, der etwas nachgelassen hat im Alter, denke ich jedesmal, er findet keine Grenzen in seinem können aber egal. Diese Kette die ihr da habt, sie ist magisch. Ich habe sie Bursar und Aaeon zur Verlobung geschenkt. Bursar hat genau die selbe. Solange beide die Kette trugen, konnten sie einander spüren, Gedanken austauschen, selbst über Entfernung beieinander sein. Aber eure Mutter wollte die Welt sehen, während Bursar nicht weg konnte. Gebt ihm nicht die Schuld dafür."

    "Aber wieso ? Wieso hat er sich nie gemeldet ? Warum nicht ? Ich kann ihm doch nicht egal gewesen sein."

    Ich fing bitterlich an zu weinen, denn all die jahrelang unterdrückten Gefühle sprudelten aus mir heraus. Ich spürte 2 Hände auf meinen Schultern und Vio hielt mich fest und kniete sich nieder und redete mir mut zu und das ich Hybal bis zuende zuhören sollte. Als ich mich beruhig hatte, fuhr er fort.

    "Die Kette, ihr habt sie zugesandt bekommen mit einen Brief wenn ich nicht irre. Bursar erhielt keinen Brief, aber an dem Tag, wo sie dieses an euch sandte sage etwas knack in ihm. Wir sassen zusammen am Lagerfeuer am Strand von Moher, wie häufig. Da sprang er auf einmal auf und schrie. So wütend und verzweifelt habe ich ihn noch nie gesehen. Er riss sich die Kette vom Hals und warf sie in den Sand. Ich hob sie auf und nam sie in Verwahrung. An jenem moment starb eure Mutter in Gefangenschaft. Er hat es gespührt. Daher auch seine Wut und Verzweiflung. Er war hier und nicht bei Ihr, sie zu beschützen. Aber Bursar kann nie lange gehen. Er wird hier gebraucht. Von seiner Anwesenheit hängt viel ab."

    "Ihr meint, er wollte bei uns sein aber konnte nicht ? Daher auch seine Verzweiflung eben ?"

    "Ihr habt es erfasst junger Nashuan."

    "Wo ist er hin ? Ich ... ich möchte mich entschuldigen für meine Worte. Ich.."

    "Lasst gut sein, er kommt zu euch, wenn er bereit ist. Vertraut mir, Bursar muß nun ersteinmal mit einem alten Schmerz abschliessen. Ich muß nun gehen. Sprecht bitte mit Davith, ich denke er hat ein paar Fragen für euch. Keine Angst, es wird zu eurem besten sein."

    Ich nickte leicht und wischte die Spuren in meinem Gesicht mit einem Tuch hinfort und ging zu Davith dem Wirt. Ich war nun nach all den Überaschungen wirklich gespannt, was er von mir wollte.

    "Meister Davith, ihr wolltet mit mir reden. Nun sprecht, was möchtet Ihr ?"

    "Nashuan ? kommt bitte mit mir nach nebenan. Dort können wir ungestört reden."

    Also folgte ich ihm aus der Schenke in eine Art Bibliothek. Er schloss die Tür und alle Schenkengeräusche verschwanden und eine bedrückende Ruhe kehrte ein.

    "Setzt euch Nashuan. Ich habe ein paar Fragen sowie ein paar Informationen für euch."

    So liess ich die Befragungen über mich ergehen.

    Zwischenzeitlich am Strand von Moher saß Bursar einsam an einem Lagerfeuer. Neben ihm lag ein Toter Kobold, jener welcher seinen Sohn angriff.

    "Darf ich mich setzen ?"

    "Oh Hybal, ja setzt dich. Verzeih mir aber ich bin etwas in Gedanken. Weisst du, ich habe Nashuan noch nie zuvor gesehen, doch wusste ich, er ist mein Sohn.... und... er hasst mich. Ach Hybal, dieses Amulet zu halten, erfachte meinen Schmerz von neuen. Diese Ohnmacht, damals nichts für sie getan gekonnt zu haben. Und nun sehe ich hier Nashuan, meinen Sohn, er ist erwachsen und ich habe nur ihre wenigen Erinnerungen, welche mir seine Kindheit nahe bringen."

    "Bursar ? Ich denke ihr beide braucht Zeit einander zu beschnuppern, warm miteinander zu werden. Bedenke das ! Wie du schon sagtest, ihr beide kennt euch nicht wirklich. Er weiss nicht was du für ein Aelf bist genausowenig wie du weisst, was er für einer ist. Wenn es dir besser geht, such ihn auf und füge das was zusammengehört wieder zusammen."

    So sassen beiden dann schweigend am feuer in der Nacht und lauschten dem rauschen der Wellen am Strand.

    ---- Ende Teil 2 ----

  3. #3

    Standard

    "Wie ? ob ich schon mal wen getötet habe im Dienst ? "

    "Ja Nashuan, hast du ?"

    "Herr Moriquendi, ich weiss nicht was sie damit bezwecken wollen."

    "Nun gut ich sehe, ihr musstet bis dato noch nie töten oder euch ernsthaft eurer haut erwehren... hmm"

    "Was soll das heissen ? ich war im bewaffneten sowie handkampf ungeschlagen auf der Akademie !"

    "Nun denn, greift mich an, versucht mich in eine tödliche Situation zu bringen !"

    "Aber ich ..."

    "Los Auf !! Auf sagte ich Herr Flux !!!"

    Nashuan nahm die ihm bekannte Grundstellung ein, schloss die augen und konzentrierte sich, somit verschwand er aus dem bereich des normalsterblichen sichtbaren. Seine Sinne waren geschärft, wie seine Sicht. Als er die Augen öffnete, dachte er sich das jenes ein übler scherz sei, denn Davith, der Wirt, war nicht mehr da.

    "Oh guuut ihr könnt euch tarnen" schallte es von links,
    "Aber ich seh euch trotzdem" kam es von rechts,
    "Hier bin ich seht ihr mich nicht ?" Davith taucht kurz hinter ihm auf und tippte ihn auf die Schulter.

    Nashuan verstand abermals die Welt nicht mehr.

    "So und nun das Meisterstück... Greift mich an ! Los traut euch !"

    "Aber, ich seh euch nicht, weder höre ich eure Schritte wie..."

    seine Worte verstummten als Davith Nashuan den Dolch aus der Jacke nam Nashuan herumirbelte und in kurz vor der Klinge stoppte, welche er ihm in die Hand gedrückt hatte, so das sein Tod wie ein Selbstmord erscheinen würde.

    "Ich .. ich ergebe mich"

    "oh doch so wenig Kampfeswille" lächelte Davith und zog den Jungen wieder auf seine Füsse.

    "hier euer Dolch."

    "ich danke euch. Sagt mir bitte, wer ihr seid. Ich hatte nicht die geringste Chance gegen euch zu gewinnen, und das obwohl ihr ein Wirt zu sein scheint."

    Davith griff um seinen Hals und holte eine Kette hervor, an welcher ein Ring hing.

    "Hier schaut euch den an !"

    mit diesen Worten warf Davith Nashuan die Kette zu.

    Nashuan studierte den Ring und wurde blass.

    "Ihr... Ihr !!! Woher habt ihr diesen ? Dieser Ring gehört jemanden, der noch meinen Meistern Meister war, einen der am Höchsten dekorierten und geehrten Assassinen schlecht hin. Wo habt ihr ihn her ? Los Sprecht !! oder muß ich euch melden ?"

    Davith fing Lauthals an zu lachen. klatschte sich auf die Schenkel und wie aus dem Nichts gab er Nashuan eine Ohrfeige mit einem dicken Brief, welcher an Nashuan adressiert war.

    "hier lest das, es ist für euch !"

    So nam Nashuan das Dokument an sich und began zu lesen. Seine Mimik versteinerte. Als er fertig gelesen hatte, las er den letzten Teil nochmal, sah Davith an, las nochmal und liess mit einer Hand von dem Brief ab.

    "Ich soll euch grüßen, und bei euch bleiben. Mein Meister schickt euch seine Ehrerbietung und freut sich nach so langer zeit doch wieder von euch zu hören, das ihr noch lebt. Ich soll nun als Schüler in eure Dienste treten."

    "Na das ist doch fein. Ach ja mein Ring bitte und keine Sorge, ich kann ein Geheimniss für mich behalten. Übrigends euer Vater wird euch auch unterrichten. Ich werde euch unterweisen in der Kunst der Assassinen, und euer Vater in der Magie."

    Nashuan liess sich rückwärts in den Lesesessel fallen und blieb da regungslos sitzen. Davith Musterte ihn abermals.

    " nun kommt, geht auf euer Zimmer und geht schlafen. heute ist viel passiert und ihr habt noch viel vor euch liegen."

    Nashuan blickte Davith leer an.

    "Sagt mir Meister Moriquendi, warum bin ich euch, obwohl ich der beste meines Jahrgangs war, alle Prüfungen mit Auszeichnung bestanden habe, euch so haushoch unterlegen ?"

    "Ach Junger Nashuan, wie Ihr wisst haben wir Krieg. Es gibt immer weniger junge Streiter für unser Land. Der Krieg gegen Albion und Midgard ist nurnoch eine Frace. Uns stehen andere Feinde gegenüber. Allen Reichen. Und der Nachwuchs der kommt, ja wie soll ich sagen... Die Ansprüche sind lange nicht mehr so hoch und die Ausbildung derart hart wie zu meiner Zeit. Der Grund dafür ist der Mangel an Nachwuchs. Daher ist eure Ausbildung zwar gut, aber stümperhaft. Theoretisch kennt ihr alles, aber euch fehlt die Erfahrung."

    "Ich glaube ich verstehe, dennoch... ich habe versagt und bin meines Amtes demnach unwürdig."

    "Seid nicht zu hart zu euch. Etwas weniger Hochmut steht euch gut und lernt von den Alten, denn niemand weiss mehr als sie. Wir werden aus euch einen Recken alter Schule machen. Euer Potenzial ist groß, ihr wisst nur nicht einmal annähernd, zu was ihr im stande seid."

    Davith winkte Nashuan nun zu gehen, wie er ihm aufgetragen hatte. Nashuan sah sich noch einmal um und ging auf sein Zimmer und begab sich zur nächtlichen Ruhe.

    "Na komm Bursar, lass uns heimgehen. Dein Häuschen wartet auf dich. Wenn du jemanden brauchst, kommst du mit zu mir und Vio. Du weisst wir haben immer einen Platz für dich bei uns.

    Bursar blickte zu Hybal herüber. Was Hybal sah, nam ihn ein wenig mit. Er hat seit jenem ersten Tag, wo sich beide kennen lernten, Bursar nie weinen sehen, je wirklich Gefühle zeigen. Und da sass er nun und schaute Hybal mit seinen großen aelfischen Augen an, welche tränenumrandet waren.

    "Ich danke dir Hyb, ich denke ich werde dein Angebot annehmen."

    So folgte Bursar Hybal nach Hause und lies den jungen toten Kobold dort liegen. Er wusste jemand würde sich um ihn kümmern, sie kommen immer wieder. Unterwegs vorbei an Tir Urpost, Tir naNog, und den ersten Dörfern in Meath, durch die spärlich beleuchteten gassen, welche alles eher unwirklich erscheinen liessen, wurden beide verfolgt.

    Eine kleine Figur in schwarzer Robe lief ihnen in einigen abstand hinterher. Aber es kam näher. Bursar und Hybal bemerkten dieses und fingen an Irrwege zu gehen, hier abbiegen da nen kreis und so weiter. An einer Ecke fand Hybal einen alten Knüppel welchen er als Waffe zu sich nam.

    "Was meinst Du ? Wird das Kämpfen jemals aufhören ?"

    "Ich weiß nicht Hybal, aber ich hoffe es. Wir haben aber noch die eine oder andere Prüfung zu bestehen bis dahin."

    "psst leise da vorne kommt es"

    Hybal holte aus und kurz vor dem Treffen hielt er inne. Es war einer von Magnadomina's Begleitern, welche sie um sich herum zu haben pflegte. Es sah Hybal und Bursar flehend an, ihm nichts zu tun und hielt eine Nachricht in der Hand, welche sie richtung Hybal streckte und eifrig nickte. Hybal lies den Knüppel fallen und nam sich das ihm angebotene Schriftstück.

    "Ich danke dir kleiner Freund. Nun auf, zurück zu deiner Herrin"

    Die kleine Figur nickte abermals wendete und rannte davon wie ein geölter Blitz.

    "Ach ja... nur eine Nachricht. Ja tatsächlich, sie ist von Magna."

    Hybal überflog die ersten Zeilen als ihn Bursar unterbrach...

    "Was schreibt sie ? ist es wichtig ? nun sprich schon !!! "

    "Bursar, ich denke das ist was sehr ernstes. wenn das stimmt, haben sie und wir mehr Ärger am Hals, als wir möchten. Aber mehr dazu nachher in unserer Ratsrunde."

    So legte Hybal Bursar die Hand auf die Schulter und schob ihn voran gen zu Hause. Es war nicht mehr weit zu seinem Haus, trotzdem fing er langsam an in einen Laufschritt zu verfallen. Bursar hielt selbigen mit Leichtigkeit schritt und folgte ohne zu fragen. Er wusste, wenn Hyb still wurde, war es was ernstes.

    Kurz bevor sie bei Hyb und Vio ankamen, drehte Hybal nochmal ab und machte einen umweg übers Moriquendi's. Davith musste davon erfahren und den Rat einberufen. Es war ja nicht weit. Keine Minute verstrich, da standen Bursar und Hybal davor.

    "Du zögerst ? Wenn es wegen Nashuan ist, bleib ruhig draussen. Ich will Davith nur kurz informieren."

    "Ach Hybal, wenn es nur das wäre, aber man muß über seinen Schatten springen, sagte mal jemand."

    Hybal stieß die Tür zur Schenke auf und trat herein. Kurz gefolg von Bursar, welcher sich nach seinem Sohn umsah, ihn aber nicht fand. Es wurde auf schlag ruhig in der Schankstube, denn so in Eile sah man Hybal nicht oft, und wenn, dann war es wirklich wichtig.

    "Davith !"
    "Davith wo steckst du ?"

    "ich glaube er ist hinten in der Bibliothek, dort ging er mit Nashuan hin und ist bisher noch nicht zurück gekehrt."

    "Danke Arrash für die Information..."

    So stürmte Hyb quer durch die Stube nach hinten zur Bibliothek. Die Tür war verschlossen, also klopfte er, wie es seine Erziehung ihm lehrte... es war ein bolgisches Klopfen und es trieb die Tür fast aus den Angeln. Von der anderen Seite war ein sehr unterdrücktes muffeln zu hören.

    Jemand schlug von innen gegen die Tür und entriegelte sie. Die Tür wurde aufgerissen und ein recht angesäurter Davith stand dort, den Türgriff in der Hand.

    "WAS IN DREI TEUFELS NAMEN WIRD DAS ???"

    "Davith, bevor du dich nun wieder aufregst, was übrigends gar nicht gut für dich ist, höre mir erst einmal zu und lies das hier. Wenn du es gelesen hast, wirst du verstehen, warum ich dich jetzt bitte den Rat der ältesten einzuberufen."

    Davith schaute Hybal mit weit aufgerissenen Augen, welche vor Zorn blitzten an, nam dann jedoch die Schriftrolle an sich und fing an zu lesen. Bursar hatte sich inzwischen auch den weg durch die Menge der Schaulustigen gebahnt und blickte an Hybal vorbei über Davith's Schulter, drehte sich aber nach dem ersten kurzen Blick um, und ging auf die Gäste zu mit ausgebreiteten Armen.

    "Kommt leute, bitte geht zurück in die Wirtschaft, es gibt hier wirklich nichts was für euch von belang wäre. Und ich glaube nicht, daß ihr wollt, wenn ich euch zurück "führe" oder ?"

    Mit seinen Worten leuchteten kurz seine Augen auf. Aber wie er es vermutete, es wagte keiner sich ihm zu wiedersetzen wegen einer solchen Bagatelle und gingen somit wieder in die Schankstube zu ihren Gläsern und Krügen zurück. Bursar drehte sich nach einem kurzen moment wieder um und ging zu Hybal und Davith zurück. Auf halben weg hob er nur kurz seine rechte Hand ein wenig und sprach leise.

    "Auch für dich heist es zurück in die Schankstube. Wenn die Starre gleich aufgehoben ist, ist das einzige, was ich noch von dir sehen möchte dein Rücken, wie er in der Wirtschaft verschwindet. Ich hoffe wir haben uns verstanden."

    Er senkte seine hand wieder und es waren schnelle sich entfernende Schritte zu vernehmen. Zufrieden schmunzelnd setzte er seinen Weg fort.

    "Siehst du ? genau deswegen muß der Rat davon erfahren und entscheiden. Wir alte sind zu weit verstreut und nur der Rat kann alle schnell genug herbei rufen nach entscheid."

    "Ja du hast recht, das scheint mir des Rates würdig. Ich werde ihn einberufen."

    "Oh Davith, du hast deine alte Ausrüstung hervor geholt ? Was ist denn passiert ?"

    "Ah Bursar, gut das du hier bist. Tja, wie soll ich sagen. Man könnte fast behaupten, ich sei offiziell wieder im Amt und Würden. Nashuan ist mir unterstellt und du, sowie ich sollen seine neuen Mentoren sein."

    Bursar schluckte kurz, Hybal schaute nun erst in den Raum und sah Davith's alte Rüstung und Waffen, schaute dann abwechselnd Bursar und Davith an, je nachdem welcher von beiden sprach.

    "Das... das geht nicht..?"

    "Das muß gehen mein Lieber. Es ist eine Anordnung der wir folge zu leisten haben."

    "Aber... ich... er, ich meine wir also..."

    "Mach dir darüber keine Sorgen. Nashuan ist ein vernünftiger junger Mann, und wie es scheint, möchte er langsam wissen, wer sein Vater ist und was er ist."

    "Davith ich hab aber..."

    "Nichts weiter vor. Du wirst Nashuan in der dunklen Magie unterrichten. Ich denke es kann keiner besser als du und der Junge hat eine Menge nachholbedarf. Stelle dir mal vor, er musste sich konzentrieren um seine Ansicht zu vernebeln. Er muß noch eine Menge lernen, aber ich denke an ihm ist wirklich gutes Material."

    "was soll ich da noch Einwände bringen, so sei es. Auch ich werde Nashuan unterrichten."

    "Entschuldigt mich wenn ich störe, aber Bursar Davith ? Ich würde nun gern nach Hause, wo alles Wichtige geklärt ist. Bursar kommst du ? Davith, ich wünsche dir eine gute Nacht und bring deine Ausrüstung ruhig vorbei zum instand setzen und zum aufpolieren. So lange wie du sie nicht mehr getragen hast, hat sie es sicher nötig. Ich sag Vianora und Vanjus bescheid."

    "Gute nacht euch beiden. ich denke ich habe nun noch einiges zu tun, den Rat zu informieren. Ebene Wege euch beiden und bis morgen."

    "Danke Davith, dir ebenso ebene Wege."

    "Ach Bursar, ehe ich es vergesse, morgen 13 uhr direkt nach dem Mittag bist du dran Nashuan die ersten Lektionen bei zu bringen."

    Bursar lies seinen Kopf hängen, schaute noch einmal zu Davith und folgte Hybal dann hinaus. Im gehen nickte er Davith noch einmal zu. So gingen beide Richtung Summerhill, wo Hybal und Vioagro wohnten. Es war nur ein kurzer Weg, beide sprachen nicht viel, aber man konnte ihnen die Entspannung ansehen, welche mit jedem schritt heimwärts mehr einkehr hielt.

    Neben dem Haus von Hybal und Vioagro stand ein zweites, direkt dran könnte man sagen. Dieses wurde bewohnt von Vanjus, einen lieben alten Freund. So irgendwie war Vanjus aber immer mehr bei Hyb und Vio zu besuch. Warum ? Das kann an vielem liegen. Singeldasein, Freundschaft, um nur 2 zu nennen. So war es nicht verwunderlich, daß die Lichter erloschen waren an seinem Haus, und dafür um so mehr das eigne erleuchtet war. Hybal betrat die Stufen zur Haustür und hörte schon geselliges Treiben. Er hielt einen Moment inne.

    "Ach ja... Bursar weisst du was ? Wir haben wieder volles Haus hör mal."

    Bursar lauschte kurz und wollte schon wieder gehen, als ihn Hybal jedoch festhielt und ihn kurzerhand am Kragen mit hinein nam.

    "Hallo Liebling ! Schau ich hab da wen dabei"

    "Oh Schatz, du bist zu Hause schön. Und Bursar auch. Na komm und lass ihn runter, ich glaube nicht das er weglaufen will."

    "Oh ja ähm..."

    So setzte Hybal Bursar wieder ab und zog ihm die kleidung wieder zurecht. Wenn man die beiden nicht kennen würde, wäre man damit bedacht, schnell das weite zu suchen. So funkelnd sah Bursar Hybal an.

    "Hallo Vio, Hybal meinte ich könnte die Nacht bei euch verbringen. Aber ich sehe ihr habt ein volles Haus. Ich denke ich komme ein andern mal wieder."

    "Nichts da Bursar ! Hiergeblieben !! das ist doch nur lieber Besuch."

    Am Tisch sassen Vanjus, Coarnaad, Serh und Silverian. Vioagro war gerade dabei ihnen nochmal die Gläser zu füllen.

    "Hallo Jungs, na wie schauts ?"

    "Ha Hybal und Bursar... wäre der eine nicht ein Aelf und der andere ein Bolg, könnte man fast meinen ihr seid Geschwister, so oft wie man euch zusammen sieht"

    "Haha Serh HAHA, sehr witzig"

    "och Bursar nun hab dich nicht so. Was ist euch beiden denn über die Leber gelaufen ?"

    Und so setzten sich Bursar und Hybal mit an den Tisch und fingen an die letzten beiden Tage revue passieren zu lassen. Mit dem auftauchen des Jungen Flux, bis hin zu der Einberufung des Rates. Eine betretene Stimmung kam auf und die Stimmen verstummten.

    "Ja so ists gewesen. Der Junge Flux ist Bursars Sohn. Der Rat wird entscheiden, was wir wegen der Information machen, die Magna uns zugetragen hat."

    "Hört sich alles nicht rosig an, bis auf Nashuan. Aber was soll schon passieren ? Wir sind schlimmeresr gewohnt gewesen."

    "Coar, ich denke nicht. Das womit wir es zu tun bekommen im schlimmsten Falle ist etwas, was Atlantis hat vergehen lassen und noch Albion und Midgard. Nur mit etwas glück, schaffen wir es, mit den beiden Reichen zusammen, die Bedrohung abzuwenden. Wenn wir weiter verfeindet uns gegenseitig die Köpfe einschlagen, wird das unser aller Untergang sein."

    "Hybal ? siehst du das nicht etwas zu übertrieben ?"

    "Ich denke er hat recht. Wir müssen auf alles gefasst sein."

    "Vio wie gesagt, ich denke nicht das es so schlimm werden wird. Wir haben unseren Nachwuchs. Frische junge Recken..."

    "Deren Ausbildung für die Katz ist, Verweichlicht. Und denk dran, das was wir nun von Atlantis wissen ist nur ein Bruchteil. Vieles ging verloren. Ich gehe einfach davon aus, wie mächtig das ist, was wir erobert und erforscht haben. Davon gab es sicherlich vieles mehr. und ? Atlantis wurde trotzdem vernichtet, Ihr kennt alle die Unwesen, die sich da noch herumtreiben."

    "Hm. Aus dieser Perspektive gesehen wirklich nachdenkenswert. Vio ? Hybal ? Einen schönen Abend euch noch. Euch ebenso Lord Drachenherz und dir Bursar. Serh ? begleitest du mich ein Stück ?"

    "Sicher Silver. Gute Nacht euch und eine angenehme Ruhe."

    So verliessen Silverian und Serh die Runde. Coarnaad Vanjus sowie Bursar Vio und Hybal diskutierten noch eine weile, als sie jäh gestört wurden. Die Haustür wurde aufgestossen. Ein Kelte trat ein. Völlig zerrissene Kleidung und von oben bis unten mit Schmutz bedeckt.

    ---- Ende Teil 3 ----
    Geändert von Hybal Grimbolt (22.09.05 um 17:00 Uhr)

  4. #4

    Standard

    "Was wollt ihr hier ? Los ! Sprecht ! Oder soll ich nachhelfen ?"

    Hybal baute sich zur vollen Größe auf und schreitete Richtung Eingang. Der Kelte hob nur die Hand und winkte ab während er versuchte nach Luft zu ringen.

    "Warte Hybal... warte..."

    Keuchte der Kelte und Hybal hielt inne. Diese Stimme kannte er. Es war Dargal. Sie hatten lange nichts mehr von ihm gehört, seit er auf Erkundungstour war in Albion und Midgard. Sein treuer Freund Cinguan war ihm dabei steht's zur Seite. Ein Liedflechter wie es kaum welche gibt.

    "Ich bin's Dargal... Cingu... er ist... " er deutete in eine Richtung "Haus..."

    Hybal schnappte sich Dargal trotzdem und setzte ihn auf der Bank ab.

    "Hier mein guter. Trink erst einmal was und iss was du siehst ja furchtbar aus."

    Schon eilte Vio mit Brot, Käse und Fleisch herbei.

    "Sag mal was hast du getrieben ? Wo hat dich Cinguan denn hin verschleppt ?"

    Kauend und schluckend auf die Fragen antwortend erzählte Dargal, dass sie Massive feindliche Truppenbewegungen gesichtet haben. Sie sind alle auf dem Weg Richtung Emain Macha und nur knapp konnten beide entkommen. Selbst Cingus über alles geliebte Flöte war entzwei, seinen Meisterbogen hat er auch verloren während der Hetzjagt. Kaum hatte er sich gestärkt, kamen auch die Lebensgeister zurück.

    "Dargal... ich denke du kommst rechtzeitig. Unser Rat wird in Kürze einberufen und ich denke wir alten werden noch einmal Ausrücken müssen. Nun geh und mach dich erst einmal frisch. Vanjus ? hast du noch etwas in Dargals Größe da ? Ich mache ihm morgen eine neue Rüstung. Die alte wird nicht mehr zu retten sein."

    "Schlimme Neuigkeiten bringst du. Wenn es wirklich so viele sind, dann wollen sie die Entscheidungsschlacht führen. Ich gehe und rede mit Senarfin, er muss davon erfahren. Vielleicht entfacht der Gedanke an die bevorstehende Schlacht auch noch mal seinen Kampfeswillen. Er ist nicht mehr der, welcher er einst war. Lebt wohl. Wir sehen uns auf der Versammlung wieder."

    So ging dann auch Coarnaad in die Nacht. Vanjus brachte noch Kleidung für Dargal vorbei und verabschiedete sich auch für die Nacht. Dargal zog sich die frische Kleidung an und portete dann zu sich nach Hause. Er hatte noch einen stressigen Tag vor sich, voller bürokratischer Qualen, denn er musste noch seinen Bericht abgeben beim Nachrichtendienst.

    "Schatz ? Ich geh schon mal vor ins Bett und les noch ein wenig."

    "oh Liebling, ich komme auch bald..."

    So saßen Bursar und Hybal alleine im Raum jeder seinen Kelch Wein haltend.

    "Das sind üble Nachrichten die jetzt über uns herein fallen. Sag mal Hybal, hast du irgendeine Idee ? Du warst mal Gildenleiter und ein angesehener Offizier. Keine Idee was man machen könnte ?"

    Hybal schaute von seinem Wein auf und seine Stirn schlug tiefe falten.

    "Bursar ich habe ein paar Ideen. Aber mir fehlen die richtigen Freunde dazu. Viele sind auf Wanderschaft, tot, oder nicht auf die schnelle erreichbar. Was gäbe ich dafür jetzt Peach und Guardianiwel hier zu haben."

    "Wieso grad diese zwei ?"

    "Ach Bursar, Peach kennt sich in Albion aus, kennt Land und Leute, und Iwel in Midgard. Deshalb ! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Führungen der beiden Reiche, von dem was in Atlantis vor sich geht, keine Ahnung haben. Sprich wir müssten an sich mit ihnen in Verbindung treten. 2 Kleine Schlagkräftige Truppen, welche es bis zu den Hauptstädten schaffen um dort um Audienz zu bitten und die Lage klar zu schildern."

    "Was erhoffst du dir davon ?"

    "Wer weiß... etwas, was früher gang und gebe, aber langer nicht mehr war... die drei Reiche kämpfen zusammen Seite an Seite anstatt gegeneinander."

    Mit der Beendigung des Satze lies Hybal wieder seinen Kopf sinken und dachte weiter nach. Bursar schaute ihn kurz an, wünschte eine gute Nacht und begab sich zur Nächtlichen ruhe.

    Vio wartet oben im Schlafzimmer auf Hybal, doch er kam diese Nacht nicht ins Bett. Sie hörte Geräusche aus der Schmiede und gewühle im Keller.

    Am kommenden morgen saß Hybal wieder am Tisch. In der Hand seinen Kelch Wein, unangetastet. Sein Kopf war auf seinem Arm gelegt, welcher auf dem Tisch ruhte. In dieser Position schien er gestern eingeschlafen. Als Vio ihn da so schlafen sitzen sah, konnte sie sich ein schmunzeln nicht verkneifen. Es erinnerte sie an Tage, wo sie beide noch sehr jung waren und voller Tatendrang, sie kein Haus ihr eigen nennen konnten und sie in Tavernen übernachteten. Leise wirkte sie ihren Stärkezauber und brachte Hybal ins Bett. Zärtlich deckte sie ihn zu und gab ihm noch ein Küsschen auf die Stirn und ging dann wieder nach unten sich frisch zu machen.

    Auf dem Weg zum Dorfbrunnen schaute sich jedoch noch in die Schmiede, um zu sehen, was Hybal da die Nacht getrieben hatte. Knarrend öffnete sich die alte Tür und als das Tageslicht langsam in das rauchige innere Vordrang, und der leichte Wind den Rauch vertrieb, stockte ihr der Atem. Dort auf den Rüstungständern waren sie aufgelegt. Hybal's und ihre Rüstung. So schien es. Aber sie waren wie neu, keine Spur mehr zu sehen von den Kämpfen, welche sie lange Jahre eingesteckt hatten.

    Als sie sich klar wurde, dass sie nicht träumte, war sie glücklich und traurig zu gleich. Glücklich darüber wieder das Feuer in dem Alten Bolg zu spüren, und traurig darüber, weil es wahrscheinlich das letzte mal sein würde und jenes zu Umständen, welche sie so niemals erleben wollte. Anstatt nun zum Brunnen zu gehen, schaute sie sich die Rüstungen genauer an. Ganz in Gedanken stellte sie den Eimer hin und ließ ihre Robe fallen. Sie griff nach ihrer Rüstung und zog sie sich langsam ohne hast an. Ein gutes Gefühl empfand sie dabei. Nach fast eine ganzen Stunde griff sie zum Mistellkranz nahm ihn der Schaufensterpuppe ab und setzte ihn sich langsam auf. Es fühlte sich gut an. Die Rüstung passte noch wie angegossen und es machte ihr keine mühen sie zu tragen. Sie fühlte sich wohl und jauchzte. Erst jetzt bemerkte sie, dass es dunkler geworden war in der schmiede. Sie schaute zu Tür und erschrak. Dort standen schmunzelnd Vianora, Vio's kleine Schwester und ein sehr müde wirkende Hybal.

    "IHR ! IIIHR !!! Wie lange steht ihr schon da ?"

    "Lange genug Liebling. Vianora wollte sich heut morgen unsre alten Waffen ansehen und ging direkt zu Schmiede und fand dich träumend vor deiner alten Rüstung. Da rannte sie ins Haus und weckte mich."

    "Äh huhu Vio, ähm ja ähm ich mach mich mal an die Arbeit..."

    Gluckste Vianora und versuchte den eisigen blicken Vioagro's auszuweichen.

    "Schatz nun lass sie. Sie hat noch eine menge Arbeit vor sich. Und wenn ich sagen darf, du siehst umwerfend aus, ganz wie früher. Warte ich springe kurz in den Fluss, wach werden und dann werd auch ich mich wieder in Schale werfen und wir beide gehen mal in den Ring und schauen ob wir alles noch können, was wir einst gelernt haben."

    "Hm, du möchtest doch nur wieder vermöbelt werden..., aber den gefallen tue ich dir nicht Herr Grimbolt !"

    "Och Violeinchen nun komm schon, ich hau auch nicht so doll zu.."

    "Als wenn du das noch könntest... hihi"

    Hybal zog das Holzschwert und stürmte auf Vioagro zu, welche sich trotz ihres Lachanfalls mit einer schnellen Bewegung in Sicherheit bringen konnte. Nun griff auch sie zum Schwert und das Duell ging los. Sie gönnten sich beide nichts, auch wenn sie sich liebten, der Gedanke nicht alles zu geben, selbst im Duell gegeneinander gab es nicht.

    Ein paar Kinder kamen vorbei und schauten mit offenem Mund zu, wie die beiden sich duellierten. Das Duell zog sich hin und keiner der beiden konnte richtig die Oberhand gewinnen, dafür kannten sie sich zu lange und ihr Kräfteverhältnis war zu ausgeglichen. Es kam wirklich darauf an, wer den ersten Fehler machte.

    Gegen Mittag war es, als die beiden von einem Boten gestört wurden.

    "Grimbolt ?"

    "Ja ?" "Ja ?"

    Da schaute der Bote verdutzt drein, zwei alte Firbolgs beim Duell und auf den Namen antworten beide. Das erschien ihm sehr merkwürdig.

    "Der Rat schickt mich um euch auszurichten, das heut er heut Abend Tagen wird und ihr aufgefordert seid zu erscheinen."

    Zur selben Zeit im Palast von Tir Nan ogg erschien Coarnaad nach durchrittener Nacht in Lord Senarfins Flügel. Senarfin war nicht mehr der tapfre Recke der er einst gewesen, seine Frau Tirza wich ihm sorgevoll kaum von der Seite. Senarfin hatte sich komplett aus den Kämpfen raus gehalten die letzten Jahre und widmete sich der Politik. Er war am Verrat aus eignen reihen vor langer zeit gebrochen innerlich. Jedoch gab er niemals vollends auf. Coarnaad kniete kurz vor ihm und richtete sich räuspernd wieder auf.

    "Mein Lord, ich komme aus Meath zu euch und bringe neue Kunde !"

    "Ah Coarnaad, ihr seid es.... was sagtet ihr führt euch zu mir ?"

    "Nachrichten aus Atlantis und den Grenzlanden. Ich fange mit den Grenzlanden an, da sie dichter liegen und unser erstes Augenmerk erhalten sollten."

    So erzählte Coarnaad Senarfin und Tirza, was er gehört hatte, von den Feindbewegungen und Atlantis, den Bedrohungen und die Schlussfolgerungen, welche sie in der nächtlichen Runde bei den Grimbolts gezogen haben. Der an sich immer recht fröhlichen Tirza entfielen die lächelnden Züge und sie wurde bleich. Senarfins Augen jedoch fingen an zu funkeln.

    "Senarfin ? Hast du das gehört ? Das könnte unser aller Ende sein ! Oh bei Dagda, was könne wir tun ?"

    Senarfin richtete sich aus der leicht gebeugten Haltung auf, stand auf und ging in sein Gemach.

    "Tirza, meine liebe Frau und dir Coarnaad, ich kann euch nicht sagen wo es enden wird. Aber ich werde nicht Tatenlos zusehen und ein schmähliches Ende hinnehmen. Ich werde kämpfen ! Und koste es mich das leben !"

    "Tirza, sei nicht besorgt, aber auch wenn es nicht der schönste Anlass ist, es wird zeit das Senarfin wieder aufwacht aus seiner Lethargie. Und genau das scheint nun der Fall zu sein. Glaube mir, es wir ihm gut tun, wieder das Steuer in die Hand zu nehmen, und aktiv am geschehen teilzunehmen."

    "Dein Wort in Dagdas Ohr Coarnaad... dein Wort in Dagdas Ohr."

    Und somit wandte sich Tirza von ihm ab und folgte ihrem Gemahl.

    Bursar hatte schon am frühen morgen das grimboldsche Haus verlassen um sich auf seine heutige Begegnung mit seinem Sohn besser vorzubereiten. Während er seine Aufzeichnungen durchschaute, nach Dingen die Nashuan nützen würden, trainierte Nashuan schon mit Davith.

    "So nun schau mal her, ich zeig dir was, das wird unsere erste Übung werden."

    Davith verschwand vor Nashuan's Augen und tauchte an den unterschiedlichsten stellen wieder auf innerhalb weniger Wimpernschläge und sprach ganz ruhig dabei.

    "Schau, das ist wirkliches Tarnen, den Gegner verwirren, ihm keine Chance lassen dich zu finden..." hallte Davith's Stimme von überall gleichzeitig

    "So nun werde ich still stehen.. finde mich"

    Nashuan schaute verwirrt umher. Nichts wirklich rein gar nichts hatte ihm einen Anhaltspunkt geliefert, wie Davith sich bewegte und vor allem wohin. So schaute er sich um, bis er eine 360 grad Drehung hinter sich hatte. Just in dem Moment wo Nashuan sich langsam vorarbeiten wollte erschien Davith vor ihm wie aus dem nichts. Nashuan schrie auf vor Schreck und taumelte rückwärts, bis er auf dem Boden saß.

    "Ich weiß nicht wie ich euch finden kann Davith. Ich habe euch nicht mal gehört. Warum macht ihr so was mit mir ?"

    "Genau so sollst du dich auch fortbewegen können. Dich tarnen ohne nachzudenken, auftauchen, tarnen Positionswechsel, auftauchen und das wenn möglich noch schneller als ich. Los versuch es und zeig mir wie du damit zurecht kommst."

    Nashuan nickte und verschwand. Mal tauchte er hier auf, mal da er verschwand auch wieder. Es hatte noch etwas plumpes an sich, nichts elegantes. Jedoch schien er von mal zu mal schneller zu werden mit dem tarnen. Er drehte sich um und forderte Davith auf ihn zu finden, so wie es sein neuer Meister tat. Jedoch stand Davith schon vor ihm mit auf dem rücken verschränkten armen.

    "Ja, zugegeben. Du hast an Geschwindigkeit gewonnen von mal zu mal, aber du wurdest auch nachlässiger. Du schnaufst zu laut, deine schritte sind die eines Fians. Hm... Oh Hallo Kintrada. Was meinst du, schaffen wir es dem Jungen hier richtiges tarnen beizubringen ?"

    Nashuan schaute sich um, um die Adressierte Person zu finden. Jedoch stand selbige auf einmal vor ihm.

    "Hallo Davith. Du bist wieder im Dienst habe ich gehört ? #Schmunzelt leicht# Und ihr müsst der Junge Flux sein. sososo... wenn das eure Ausbilder euch gezeigt haben, vergesst alles und fangt von vorne an."

    Nashuan verneigte sich vor Kintrada und schaute fragend zu Davith.

    "Ach ja Kintrada, dafür ist er ja nun hier, um zu lernen. Wie wäre es wenn du ihm mal heut Vormittag in der Kunst der geschmeidigen und fließenden Bewegungen unterweist ? "

    "Davith... ich habe an sich anderes vor heut morgen. Ja ok schau mich nicht so an ich mach's ja schon."

    So ging Davith schmunzelnd zur Seite und sah eine Weile Kintrada dabei zu, Beweglichkeit in Nashuan's Glieder zu bekommen. Später ging er in sein Schreibzimmer um die Dokumente zu ordnen, welche ihm zugetragen wurden die letzten Stunden. Lauter berichte wer sich wo aufhielt, Truppenbewegungen sowie verschiedene Statusmeldungen der hibernianischen Heere. Wahrlich einiges zu tun und so merkte er auch nicht das Bursar herein geschritten war, um das Training von Nashuan zu übernehmen. Davith roch auf einmal frischen Tee und er griff automatisch nach seiner Tasse, nur um sich dabei die Zunge zu verbrennen.

    "Au ! Was zum Henker ???"

    "Oh Davith du bist wach, das ist fein."

    Davith bemerkte nun erst Bursar und schaute ihn mit bohrend fragenden Blick an.

    "Warst du das mit meinem Tee ?"

    "Freilich. Wie anders bekommt man dich von den Papieren ab ? Egal nun. Also wo ist er ? Ich wollte mit seinem Training beginnen."

    "Oh Nashuan. Ich wusste ich habe was vergessen." Davith schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn "Der arme, ich habe ihn bei Kintrada im Garten gelassen, auf das sie ihm mal die Steifheit aus den Gelenken holt. Komm mit schnell"

    ---- Ende Teil 4 ----
    Geändert von Hybal Grimbolt (13.10.05 um 07:55 Uhr)

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  5. #5

    Standard

    So nu wird es mal Zeit

    Geile story , geht zwar noch nich so richtig rund aber ich kann die action schon riechen ^^ hehe
    Mach blos weiter, mich haste schon gefesselt

    Bis danne
    Rasilaorc

  6. #6
    Mitglied
    Registriert seit
    Aug 2005
    Ort
    Donnerkrieger

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    Schöne Geschichte - da freut man sich auf den fünften Teil.

  7. #7

    Standard

    Davith rannte Richtung Hinterausgang, dicht gefolgt von Bursar. Die Tür zum Hof wurde aufgestoßen und beide traten heraus. Was sich beiden für ein Anblick bot, konnten sie gar nicht fassen. Kintrada sowie Nashuan waren beide absolut synchron und vollzogen diverse Kata's an fließenden gleitenden Bewegungen welche sie unbeirrt fortsetzten. Bursar und Davith schauten sich kurz die beiden an, dann sich gegenseitig und gingen still zur Seite des Hofes, wo eine Bank stand, auf welcher sie sich still niederließen. Knapp eine ganze stunde schauten die beiden zu, bevor sich die Bewegungen von Kintrada und Nashuan verlangsamten und schließlich beide still stehen blieben. Einen Augenblick verweilten sie so bevor Kintrada die Augen öffnete.

    "Hm junger Freund. Ihr lernt wirklich schnell. Heute habt ihr von mir die Grundübungen kennen gelernt, wie man sich geschmeidig hält. Wenn ihr diese eine Woche lang jeden Tag macht, fangt an die Bewegungen zu beschleunigen, ohne mehr Kraft einzusetzen oder hastig zu werden. Ich komme dann wieder die Tage, um mir eure Fortschritte anzusehen."

    "Habt dank Kintrada für die Lektion. Ich werde eure Anweisungen befolgen und euch nicht enttäuschen."

    "So dann Nashuan, lebt Wohl. Bis um nächsten mal."

    So verneigten sich Kintrada und Nashuan und Kintrada ging, kurz Davith und Bursar zunickend, wieder ihren wegen nach.

    "Davith, Kintrada ist eine super Lehrmeisterin schaut her."

    Nashuan fing an diverse formen vorzuführen. Man konnte ihn noch auftreten hören und ebenso wirbelte er noch etwas Staub auf, jedoch war es schon ein gewaltiger Unterschied zum Morgen.

    "Das sieht doch schon besser aus als heut morgen junger Nashuan. Soll ich euch zeigen wo euch diese Übungen irgendwann hinbringen ?"

    Davith stand von der Bank auf und vollzog diverse Bewegungen und Angriffe rings um Nashuan herum. Diese waren schnell, lautlos und tödlich, hätte er sie vollendet. Nashuan stand auf der Stelle und schaute seinen alten Meister mit offenem Mund fassungslos an.

    "So nun kommt. Bursar ist da euch in der Magie zu schulen, welche ihr kennen lernen solltet."

    "Mein Vater ist hier ?"

    "JA schaut da vorne... kaum spricht man dem jungen ein Lob aus, macht er es wieder zu Nichte. Du hast ihn wirklich nicht bemerkt ?"

    "Ich war wohl zu tief in meine Übung versunken."

    "Na kommt erst mal mit, wir können ihn da ja nicht sitzen lassen. Und mit dem nicht aufpassen... da arbeiten wir noch dran."

    "Bursar, ich übergebe Nashuan nun deiner Obhut. Er wird die Zeit, die er hier verbringt, bei dir wohnen. So nun kommt aber beide mit, bevor gebüffelt wird sollt ihr noch was gutes essen."

    So folgten Bursar und Nashuan Davith in die Schankstube. Davith zeigte beiden ihre Plätze und ging dann schnell in die Küche um ihr Essen zu holen, welches bereits seit einer Stunde auf gedrückter Flamme stand, um warm zu bleiben. Ein schöner Gemüseeintopf mit Torkeinlage und frisches Brot gab es. Davith und Nashuan konnte man ihren Hunger ansehen, Bursar jedoch aß nur wenig.

    "Ich danke euch Meister Moriquendi für Speis und Trank. Es war vorzüglich."

    "Gern gern junger Flux, nu holt eure Sachen von oben, es wird Zeit für euer weiteres Training."

    Nashuan stand auf, verneigte sich und ging auf sein Zimmer, um seine Habe zu holen.

    "Bursar du sagst ja gar nichts. Was ist los ?"

    "Hast du es nicht bemerkt Davith ? Der Junge, ich bin Luft für ihn. Er himmelt dich an, aber ich bin eine Last die er tragen muss. Ich weiß nicht wirklich ob es so eine gute Idee war, mir sein Training weiter anzuvertrauen."

    "Nur Mut alter Freund, wird schon werden. Du darfst nur nicht jetzt schon aufgeben. Außerdem seid ihr ja nicht permanent aneinander gekettet. Hybal, Kintrada und ich werden ihn dir schon bei Zeiten abnehmen, um sein anderes Training nicht zu kurz kommen zu lassen. Ich denke mal ein kleiner Verdauungslauf täte ihm gut tun. Was meinst du ?"

    Bursar musste pauschal schmunzeln. Als Nashuan jedoch die Treppe herunter kam, war sein Gesicht wieder wie aus Stein, völlig ohne Emotionen.

    "Meister Moriquendi, ich bin soweit. Vater ? Wenn du bereit bist können wir gehen."

    "So dann junger Flux, passt auf bei Bursar, er ist gerissen, schlau, schnell und einer der noch wenigern wirklichen Meister des Arkanen. Passt auf euch auf. Ich werde nach euch schicken, wenn eure Lektionen hier wieder anstehen. Nun geht, der Tag ist schon halb um."

    "Dann lass uns gehen Nashuan. Komm, wir machen einen kleinen Dauerlauf zu mir nach Hause. Das tut gut nach dem Essen und macht wieder frisch."


    Bursar winkte Nashuan zu sich und zwinkerte Davith zu. Nashuan dachte sich gleich, dass dieses keine große Herausforderung werden sollte, trotz seines Gepäcks. Sein Vater war schließlich auch nicht mehr der Jüngste. So verließen beide das Moriquendis. Davith stand noch einen Moment vor dem Haus und schaute ihnen winkend nach um danach das Geschirr aufzuräumen. Erst beim einsammeln der Teller bemerkte er besorgt, dass Bursar nicht einen Bissen gegessen hatte.

    "ich würde zu gern wissen, ob ich mir jedes Mal unnötig sorgen mache und wovon Bursar nur lebt. Er isst wieder nichts... wie damals als er vom Tode seiner Frau erfuhr."

    Sprach Davith zu sich selbst.

    "Davith, Du bist ein Meister deines Fachs, aber du siehst ab und an nicht was vor deiner Nase liegt. Bursar ist unsicher, wegen seinem Sohn. Er weiß nicht wie es weitergehen soll. Er weiß was kommt und er sieht glaub ich etwas wozu wir nicht im Stande sind."

    Davith drehte sich erschrocken um und sah Laurius an der Theke sitzen.

    "Laurius, du schaffst es immer wieder mich zu erschrecken. Langsam denke ich du bist eine art guter Geist hier."

    Laurius schmunzelte und widmete seine Aufmerksamkeit wieder den Neuigkeiten, welche von Boten gebracht worden waren.

    "Nashuan, ich glaub du fühlst dich nicht wohl bei dem Gedanken, bei mir einquartiert zu sein. Kann es sein ?"

    "Bursar, Vater, also ich weiß nicht viel von euch, über euch. Ich habe euch nur als verblasste Erinnerung in mir. Ja mir ist unwohl und es tut mir leid deswegen."

    "Ich verstehe dich. Mir ist auch etwas unbehaglich zu Mute. Was meinst du ? Machen wir das Beste draus was uns möglich ist ?"

    "Ich will es versuchen Bur... ähm, Vater."

    "Na dann leg mal einen Gang zu auf geht der Marsch"

    Bursar fing an einen recht straffen Wanderschritt zu gehen, wartet kurz bis Nashuan sich dran gewöhnt hatte um in einen leichten Trott überzugehen. Diese Steigerungen wiederholten sich ein paar Male und Nashuan verlor langsam den Anschluss und lief hinterher so schnell es ihm die Situation bot.

    Bursar wurde immer, wenn er merkte, dass der Abstand zwischen ihm und Nashuan zu groß wurde etwas langsamer, so dass Nashuan aufschließen konnte. Nashuan selber zweifelte wieder an sich selber. Abgehängt von seinem "Alten Herren", welcher sich wirklich nicht mehr so schnell bewegen sollte.

    "Ah da bist du ja wieder. Pass auf, mein Haus ist gleich da vorne hinter der Brücke links das erste. Wer als letzter ankommt, muss heut Abend das Geschirr spülen !"

    "Ok ich werd mein bestes geben, nicht spülen zu müssen ! LOS !"

    Bursar lies Nashuan eine kleine Nasenlänge Vorsprung hielt jedoch mit ihm locker mit. Fast einhundert Meter von der Brücke weg fing er jedoch an Tempo zu gewinnen. Er zwinkerte Nashuan noch einmal zu und lief Nashuan davon. Auf der Brücke konnte Nashuan noch einen Lichtblitz sehen und dann war Bursar aus seiner Sicht verschwunden. Ein paar Minuten später kam Nashuan am ihm beschriebenen Haus an und schaute sich um. Der Kamin war an, Licht brannte, so trat er dann auf die Schwelle und griff nach dem Klopfer. Bevor er klopfen konnte, öffnete Bursar ihm die Tür.

    "Ah da bist du ja, komm herein. Na gib mal deine Sachen, ich bring sie in dein Zimmer. Schau dich ruhig um."

    Nashuan konnte gar nicht protestieren, schon war Bursar mit seinem Gepäck auf dem Weg nach oben.

    So, dachte sich Nashuan, dieses wird also mein neues Zuhause sein. Mit diesem Gedanken schlenderte er durchs Haus und machte sich mit den Räumlichkeiten vertraut. An den Wänden sah er einige seltsame Stäbe, einen Alchemietisch im Keller, nebst einigen verschlossenen Schränken, welche Warnhinweise trugen und ein ihm nicht bekanntes Bäumchen von seltsamer Magie durchdrungen, welche es leicht abstrahlte. Nachdem er den Keller erkundet hatte, begab er sich wieder nach Oben, wo schon Bursar auf ihn wartete.

    "Na komm her und setz dich, ich hab hier für uns einen Krug gewürzten Wein und wir beide können mal gemütlich anfangen, mit dem, was auf dich zu kommt, welche Fähigkeiten in dir schlummern und so weiter."

    Nashuan zögerte kurz, setze sich dann aber Bursar gegenüber und nahm seien Kelch mit Wein, welchen Bursar ihm bereitet hatte. Leicht roch er dran, konnte aber nichts ungewöhnliches feststellen. So testete er dann den ersten Schluck und war sehr überrascht über den Geschmack, welcher sich ihm bot.

    "Ein herrliches Getränk. Was ist das Vater ?"

    "Ein von mir behandelter gewürzter Wein. Er hat einen intensiveren Geschmack aber dafür ist so gut wie kein Alkohol mehr drinnen. Im Winter wärmt er, im Sommer kühlt er einen. Aber um ehrlich zu sein, ich hole mir ab und an Tipps von Vio. Es gibt kaum einen besseren Alchemievertrauten als sie."

    "So Vio wieder. Hmm der Wein ist wirklich sehr lecker. Sag mal, diese Vioagro, sie ist die Frau von dem alten Bolg Grimbolt ?"

    "Ja das ist sie. Lange hat es damals bis zu ihrer Trauung gedauert. Er machte ihr eine Menge Anträge, sie stimmte auch jedem zu..." Bursar fängt an zu schmunzeln "Jedoch wollte sie gerne errettet werden von Hybal, und zwar aus den Klauen von Cuuldurach."

    "Dem Drachen ? Ihr wart beim Drachen ?"

    "Ja waren wir. Öfters sogar. Er ist auch ein paar Male besiegt worden. Jedoch vergeht Unkraut nie, so dass er von irgendwelchen Glitzern immer wieder zu neuem Leben erweckt wurde. Na ja weiter im Text... Es war wirklich eine Menge Überredungskunst notwendig, bis wir Cuuldurach so weit hatten Vio zu entführen. Sie und Hybal wussten von nichts. Das war ein Spaß sag ich dir. Im Endeffekt haben sich Cuuldurach und Hybal duelliert und Hybal hatte gesiegt. So konnte dann die befreite Vioagro, Hybal heiraten."

    Nashuan staunte nicht schlecht, als ihm die Geschichte erzählt wurde.

    "Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ihr alle hier entweder erstklassige Schwindler seid, oder ihr zu einer Gesellschaft gehört, die nur noch aus Sagen bekannt ist. Geschichten die wir am Anfang unsere Ausbildung in Tir Nan NOg erzählt bekamen. Wir taten das alles als Geschichten ab, obwohl uns die Erzähler immer wieder von der Richtigkeit zu überzeugen versuchten."

    "Soso, Schwindler. Hmhhhmmmm" Bursar's Augen begannen zu funkeln "na dann schauen wir doch mal. Versuch dich mal zu verstecken."

    Nashuans Blick wirkte auf einmal etwas müde und gelangweilt. Sich unsichtbar machen. Das hatte er gelernt und lernte noch immer weiter. Aber seltsam, so sehr er sich anstrengte, es gelang ihm nicht.

    "So da das anscheinend nicht klappt, schenk dir einfach noch etwas wein ein und ich zeig dir was."

    Aber selbst dazu war er nicht mehr im Stande, er saß da wie gelähmt. Ihm war alles außer seinem Kopf wie versteinert.

    "Vater ? Ich kann mich nicht rühren. Was war da im wein ?"

    Nashuan erschrak, als Bursar ihn direkt anschaute und seine Augen zu leuchten anfingen.

    "Der Wein ist in Ordnung. Ich habe dich gelähmt. Achtung streng dich nicht an, sonst fällst du vom Stuhl. ich werde die Starre nun aufheben."

    Und schon fiel Nashuan vom Stuhl und schaute seinen Vater mit großen Augen an.

    "Das kann doch nicht mit rechten Dingen zu gehen ! Was hast du gemacht ?"

    "Ich habe dich in einer Starre festgehalten. Das war eine der ersten Lektionen, die wir damals von unseren Meistern beigebracht bekamen. Einige schaffen das nur wenige Sekunden, andere wiederum können dich so einen ganzen Tag ohne Mühe festhalten."

    "Vater verzeih mir wenn ich das so sage, aber ihr Alten, ihr seid für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich werde nicht aus euch schlau. Ich sehe euch und erlebe mit euch Dinge, die mit meinen ehemaligen Gefährten, das sichere Ende für uns gewesen währen, da keiner von uns auch nur den Hauch einer Ahnung hat, wie er zu reagieren hat."

    "Schau, darum bist du nun hier. Darum sollst du hier bei uns bleiben, bis dein Training abgeschlossen ist. Ich sage nun nicht du wirst so gut wie wir, oder besser oder schlechter. All das steht noch in den Sternen. Aber dein ehemaliger Mentor wusste, dass du das Potenzial hast, ein mächtiger Krieger zu werden. Also ist es an sich eine Ehre, hier mit uns alten "eingesperrt" zu sein. Sehe es einfach so."

    "Auch wenn es mir wirklich schwer fällt, ich werde versuchen es so hin zu nehmen. Vater ? "

    "Ja Nashuan ?"

    "Was machst du grad ? Meine Haut kribbelt."

    "Oh. Das hätte ich nun noch nicht erwartet."

    "Was ? Was ist denn ? Moment, es ist weg nun."

    "Du bist sensibler für die Magie, als ich vermutete. Das wird dir noch das eine oder andere mal nützlich sein. Das Kribbeln, das spürst du, wenn jemand in deiner Nähe zaubert, oder nach der Mana greift und sie hält."

    "Das heißt, jedes Mal, wenn ich das kribbeln gespürt habe, hat jemand gezaubert, oder hatte das vor ?"

    "Genau. Aber weißt du was ? Ich hab da einen guten Eintopf auf dem Herd, und dir habe ich ein paar Bücher über unsere Magie auf deinen Nachtschrank gelegt. Ich muss mich nun sputen, der Rat tagt und ich wurde aufgefordert, dabei zu sein. Fühle dich wie zu Hause, denn du bist es mein Sohn."

    Mit dem Abschluss seines Satzes verschwand Bursar in der Dämmerung. Eine kleine Gestalt näherte sich vorsichtig Nashuan. Langsam drehte er sich herum und zog seine Waffe, um sich zu wehr zu setzen. Vor ihm stand ein kleines lurikeenähnliches Geschöpf in blauer Robe und überreichte Nashuan nach eine schnellen Verbeugung eine Nachricht.

    -

    Nashuan, dieses hier ist Jeff. Er ist einer meiner Anderwelt Gefährten und kümmert sich in meiner Abwesenheit um die häuslichen Belange. Wenn Du einen Wunsch oder eine Frage hast, wende dich an ihn.

    Gruss

    Bursar

    -

    "Ah, du bist also Jeff."

    Jeff nickte freudig.

    "Ich bin Nashuan, und so wie es scheint Bursar's Sohn und werde hier nun eine Weile wohnen."

    Jeff nickte abermals freudig.

    "Sag mal, kannst du nicht reden ? Also sprechen ?"

    Jeff schaute Nashuan fragend an.

    "Ach egal. Ich schau mich noch ein wenig um und werd mich dann mal auf mein Zimmer begeben um Vaters Bücher mal kurz zu überfliegen."

    Nashuan bemerkte, wie er durchs Haus striff, wie Jeff ihn überall hin folgte.

    "Sag mal was machst du eigentlich die ganze Zeit ? Du folgst mit jetzt schon eine ganze Stunde."

    Jeff legte seinen Kopf ein wenig schräg und zauberte eine weitere Nachricht hervor.

    -

    Ich passe auf dich auf, dass dir nichts geschieht.

    -

    "Du und auf mich aufpassen ? Wie willst du das denn machen ? Aber na gut, wenn du meinst, dann gib fein auf mich acht. Aber an meiner Zimmertür ist für dich Schluss. Verstanden ?"

    Jeff nickte wieder.

    "Hast du noch etwas von dem Wein welcher Bursar mir eingeschenkt hatte ? Es ist so ein schöner Frühjahrsabend. Hole doch uns beiden einen Kelch und wir setzen uns noch mal in den Garten."

    Jeff drehte sich um und war wie ein geölter Blitz verschwunden. Nashuan nahm sich eines der Bücher, welches ihm interessant erschien und begab sich nach draußen in den Garten. Er fand einen schönen Platz an einem Baum wo er sich hinsetzte und anfing im Buch zu stöbern.

    ---- Ende Teil 5 ----

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  8. #8

    Standard

    Moin,

    da freut man sich ja schon auf den nächsten Teil

    Klasse Story, gut geschrieben und durchdacht - mit andern Worten durchgehen gute Unterhaltung (wußte garnicht wieviele gute Schriftsteller wir haben ).

    weiter so

    mfg

  9. #9

    Standard

    "Ah da bist du ja wieder. Ich danke dir. Komm und setz dich neben mich. Du scheinst bewandert in der Magie zu sein. Was meins du, kann ich das irgendwie lernen ?"

    Jeff schaute kurz auf die aufgeschlagenen Seiten im Buch, musterte Nashuan ein wenig und nickte dann leicht.

    "Weisst du, jetzt wo ich hier bin und sehe, was es alles noch zu lernen gibt, wovon niemand in den Akademien jemals ein Wort sagte, habe ich das Gefühl, just erst das aufrechte Gehen erlernt zu haben. Ich bekam einen Auftrag, eine so genannte Alte Garde zu finden und traf die ganzen Alten hier und meinen Vater. Ich hab nicht den blassesten Schimmer wer die alle sind. Sie erscheinen mir seltsam. Obwohl sie so alt sind, habe ich wirklich gegen niemanden von ihnen eine Chance. Dann die Nachricht meines Vorgesetzten, daß ich hier bleiben solle um zu lernen. Als wenn mein ursprünglicher Auftrag hinfällig wäre... Ach ich glaub du vrstehst garnicht was ich sage... "

    Jeff lauschte unruhig in die Nacht und versuchte etwas zu erspähen. In Jeffs Hand erschien wieder eine Notiz, welche er Nashuan reichte.

    -

    Pst ! Bleib ruhig. Feinde hier.

    -

    Nashuan sprang auf. Was dann geschah ging Nashuan zu schnell. Eine Gestalt sprang aus dem Nichts auf Nashuan zu, er schaffte es auszuweichen und rollte sich ab, federte wieder auf die Beine um den nächsten Angriff zu erwarten. Die schemenhafte Gestalt rannte kreischend auf Nashuan zu, verstummte plötzlich und verschwand in einem Gleissenden licht. Nashuan schaute zu Jeff, welcher hinter dem seltsamen Angreifer stand und dessen Hände noch leuchteten.

    "Das warst Du ? Ohne dich wäre ich eine leichte Beute gewesen. Ich danke dir."

    Nashuan verneigte sich und Jeff schmunzele vergnügt. Kurz darauf reichte Jeff Nashuan abermals eine Notiz.

    -

    Mach Dir keine Gedanken. Ich passe wie gesagt
    auf Dich auf. Und zu den hier Lebenden Alten,
    sie sind eine völlig andere Generation, kommend
    von anderen Zeiten. Sie kennen es nicht anders.
    Ihr dasein war härter aber schöner, da es mehr
    zusammenhalt gab. Das was sie können, haben sie
    gelernt ihr leben lang. Und hätten sie nicht
    gelernt, dann wären sie nun nicht hier.

    -

    "Ich glaube ich begreife, was du mir sagen willst. Hoffe ich"

    Das letzte sagte Nashuan mehr zu sich selbst als zu Jeff. Er hoffte all das, was ihm die Alten beibringen wollten, begreifen konnte.

    "Na komm lass uns rein gehen, es wird langsam kalt hier."

    Jeff nickte und folgte Nashuan Richtung Haus.

    "Sag mal, kannst du Schach ?"

    Fragte Nashuan noch kurz und verschwand dann mit Jeff im Haus.

    Coarnaad war fast die ganze Nacht druchgeritten. Von Meath nach Tir Nan Og, nach Dunshire, Kilcullen, Domnann, bis zum Worlds End und zurück. Ja er hatte es geschafft. Alle noch lebenden, seiner damaligen Gefolgsleute hat er erreicht. Sie waren allesamt erstaunt, ihren alten Gildenvorsitzenden zu treffen, jedoch sagte jeder seine Hilfe zu, so daß Coarnaad sich beruhigt auf den Rückweg nach Meath machen konnte.

    "Hoppla" dachte sich Coarnaad, "Ich bin doch nicht mehr ganz so frisch. Ach ja, der Jüngste bin ich auch nicht mehr, aber ich muß durchhalten. Beim nächsten Stop schau ich mal in den Satteltaschen. Vielleicht hab ich da noch etwas, was mir hilft wach zu bleiben." und so war es. Er fand ein zwar angestaubtes, aber noch ungeöffnetes Elixier von Vio. Es belebte ihn wieder so sehr, daß er das Gefühl hatte, just gestartet zu sein. Was er allerding nicht wusste, dieser Trank verhalf ihm zu neuer Frische, jedoch füllte er nich die Lebensgeister, so daß wenn er aufhörte zu wirken, Coarnaad eine lange Ruhepause benötigen würde. Aber wann dieses eintreten würde war ihm eh egal, so lange er rechtzeitig zur Ratssitzung erscheinen konnte.


    "Mein Lord Gemahl, was hast du vor ?"

    "Ach Tirza, meine Tirza. Ich habe lange genug nur zugesehen und stillschweigend geduldet, was mit Hibernia geschah. Nun habe ich noch einmal die Chance, in die Schlacht zu ziehen und für mein Reich zu Kämpfen, etwas zu bewegen. Hibernia darf nicht untergehen."

    "Senarfin, zum einen freue ich mich, wieder das alte Feuer in dir zu spüren, andererseits macht es mir Angst. Angst dich zu verlieren."

    "Sorge dich nicht um mich, mir geht es besser als lange zuvor. Aber tue mir bitte einen Gefallen, solange ich beim Rat bin. Rufe den Pfad zusammen. Wenn es nur annähernd so schlimm wird, wie Coarnaad berichtete, brauchen wir jeden. Alt und Jung."

    "Ich werde tun was in meiner mach steht. Hach Senarfin komm her, ich helf dir mit dem Umhang."


    Im tiefen Atlantis stand Magnadomia und wartete auf ihren Gefährten. Grad als sie began ungeduldig zu werden, sah sie einen kleinen, rasch größer werdenden Punkt am Horizont. Ah, da ist er ja, dachte sie bei sich.

    "Ah da bist du ja endlich. Was hat dich aufgehalten ? Na komm, hast du die Nachricht überbracht ?"

    Der Gefährte nickte leicht.

    "Dann folge mir, wir müssen auch rechtzeitig beim Treffen sein."

    Magna vollführte eine Handbewegung und vor ihr öffnete sich ein violett schimmernder Spalt, in welchen sie und ihr Gefährte schritten. Kaum waren sie drinnen, schloss sich der Spalt, als wenn er nie dagewesen wäre.


    Die Gaststube des Moriquendis füllte sich langsam aber stetig. Davith hatte alle Vorbereitungen getroffen, das Treffen des Rates, in seinen Räumlichkeiten, abzuhalten. Der große Saal war bereit. Tische, Bänke und Podium standen an ihrem Platz. Gildenbanner von längst vergessenen Gilden waren aufgehängt, und somit auch eine gewisse Sitzordnung erstellt. Alles war bereit, die Alten konnten kommen.

    "Laurius ? Hast du mal gezählt wieviele schon angekommen sind ?"

    "Wie ? oh verzeih Davith. Ich bin etwas in Gespräche vertieft mit alten Bekannten, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und es sollten nun fast 150 Anwesende sein."

    "Oh schon so viele. Hast du schon irgendwelche Gilden asugemacht ?"

    "Ja ein paar sind zu erkennen. Hüter des Lichts, Defenders of Hibernia, Defenders of Steel, Forsaken, Keim der Dunkelheit um nur einige zu nennen."

    "Na das kann ja heiter werden. Ich bin dann mal auf eine hitzige Debatte gefasst."

    "Oh ja, nicht alle hier sind sich Grün gewesen. Aber sei es drum. Heute Abend müssen wir eine Entscheidung treffen, die nicht nur uns betrifft, sondern auch unsere Kinder Kinder und Kindes Kinder."

    "Also meinst Du ich sollte der Küche noch mitteilen, mehrere Mahlzeiten zu bereiten, für den Fall, daß es länger dauert ?"

    Laurius nickte nur und tauchte wieder in der Menge unter. Davith, obwohl Wirt und Inhaber des Etablissements wirkte etwas verloren. Wahrlich, so etwas wie diese Zusammenkunft gab es noch nie zuvor. Es lag schon jetzt eine Spannung in der Luft, welche sich unter Garantie noch entladen würde.


    An einem Lagerfeuer, leicht abseits vom Camp des Heeres aus Midgard sassen Opalios, Booya, Jaws und Hartwig. Die Stimmung war etwas gedrückt. Auch sie wussten, was auf sie zu kommen würde, jedoch wussten sie noch nichts von den Bedrohungen aus den Tiefen von Atlantis, welche noch auf sie warteten.

    "Unseren Kundschaftern ist ein Waldläufer entkommen. Ich denke sie wissen nun das wir kommen."

    "Lass gut sein. Ich denke nichte, daß wir auf viel Wiederstand treffen werden."

    "Ich glaub ihr unterschätzt unseren Feind hier. Die Hibernianer sind zwar wenige, gegen unsere Streitmacht an Zahl ein Witz, jedoch sind sie zäh, und sie kämpfen bis zum letzten man. Wisst ihr lange ists her, aber da hab ich eine Situation wie die jetzige unsere einmal beobachten dürfen."

    Grummelte Hartwig, welcher einer der ältesten noch lebenden Trolle war. Und lasst euch gesagt sein, Trolle leben sehr lang.

    "Was ist geschehen Hartwig ?"

    "Hört mir zu, ihr sollt es hören. Die Glorreiche Streitmacht, welche in einer unübertreffbaren Mannstärke antrat, wurde bis zur letzten Maus vernichtend geschlagen. Dieses nur wegen dem Mut und der Verzweiflung und der Gewissheit, nichts mehr verlieren zu können, sollten sie hier verlieren."

    "Also meinst Du, es kommt eine harte Schlacht auf uns zu ?"

    "Ja Jaws, das meine ich."

    "Hey Leute" Dröhnte Grimrog in die Runde "Unsere Scouts sind zurück. Ratet was sie gesehen haben."

    "Grim, raus mit der Sprache. Spanne uns nicht auf die Folter."

    "Ohkay Booya schon gut. Also, Albion hat sein Heer ebenfalls in Stellung gebracht. Die erste Zählung der Vorhut ergab ca 300 Recken."

    "Albion mhmm, Cream...!"

    "Och nö, Booya komm wach wieder auf. Cream wird bestimmt dabei sein, aber hör jetzt auf zu träumen."

    "Das ist eine Wendung der Ereignisse, wie ich sie nicht vorraus sehen konnte. Verdammt, daß macht alle Pläne zu nichte."

    "Opalios, gräme dich nicht, das konnte wirklich keiner erahnen, daß nun auch noch ganz Albion ebenfalls in den Krieg zieht."

    "Ach lasst mich."

    Mit dem letzten Satz sprang Opalios auf und lief Richtung seines Zeltes.

    "Oha, was hat Opa denn ?"

    "Du solltest ihn doch in zwischen besser kennen Grim."

    Der folgende Satz kam von den drei übrig gebliebenen am Feuer wie im Chor zusammen.

    "Er hasst es wenn eine Planung den Bach herunter geht."

    "oha ! Ihr meint er... er... er geht wieder Huldigen ?"

    "Es könnte sein. Seinem Ausdruck nach zu urteilen wird er wieder die ganze Nacht lang Gott Lawrence huldigen und morgen früh verschlafen."

    "Ich begeb mich nun zur Ruhe. Bis morgen Früh Freunde."

    "Schlaf gut Booya"
    "Ja Schlaf gut und grüß Cream von uns."

    Grimrog lachte schallend auf und Booya war tatsächlich etwas röte ins Gesicht gestiegen.

    "Na kommt. Es wird ein langer Tag morgen. Wir haben wieder Planungssitzung so wie es scheint, da unsere Vorhaben so nun nicht mehr durchgeführt werden können."

    So wünschten sie sich eine angenehme Nachtruhe und gingen jeder seiner Unterkunft entgegen.


    Während dessen in den Lagern von Albion. Man könnte fast sagen, normales alltägliches Leben würde statt finden. Cream schlenderte die Lager ab. Zum einen, die Stimmung zu erhellen wo es ging, zum anderen hier und da noch ein paar wehwehchen des langen harten Marsches zu lindern. Viele Meilen haben alle zurück gelegt, alles um eine Entscheidung herbei zu zwingen. Die Krieger waren müde und ausgelaugt. Es war zeit für die Rast, selbst an Cream war die strapaze nicht ohne Spuren vorbei gegangen.

    "Cream ! Hallo so halte ein. Ich begleite dich ein Stück."

    "Losanda ! Na dann eile dich."

    "Ein langer harter Marsch war das, aber wie ich gehört habe, machen wir hier nun ein paar Tage Rast. Was meinst du, wird der Hof von Hibernia das Friedensabkommen und die Kapitulation unterzeichnen ?"

    "Ich habe keine Ahnung Losi, und selbst wenn sie es nicht tun sollten, ist hier eine Armee, die das Erzwingen wird."

    "Weisst du, ich habe ein ungutes Gefühl bei dem Ganzen. Ich weis nicht recht, aber irgend etwas braut sich zusammen."

    "Hm, ich habe ein gutes Gefühl bei dem ganzen. Wenn wir das hier hinter uns haben, gibt es nur noch eine Front, die es zu verteidigen gilt."

    Beide horchten auf, als sie lieblich gespielte Weisen vernahmen. Nach kurzem Spähen, konnten beide die Richtung ausmachen, woher die Musik erschallte und beide schritten sie forschen schrittes genau darauf zu.

    Nach ein paar minuten erreichten sie ein Farbenprächtiges Zelt und ein etwas grösseres Campfeuer, an welchem ein Minnesänger mit seiner Laute vor sich hin spielte. Mit geschlossenen Augen spielte er eine alte Weise aus dem Heimatland und sang eine traurige aber schöne Übersetzung dazu. Cream und Losanda standen stumm am Rande des Lagers und lauschten den klängen. Nach eine Weile verstummten Laute und Sänger.

    "Losanda und Cream, kommt und setzt euch zu mir ihr beiden."

    "Oh Arkion, ihr habt uns bemerkt ?" Losanda errötete leicht.

    "Wer würde nicht solch liebliche Gestalten spüren, wenn sie einem damit beglücken, alten Weisen zu lauschen, für welche heut kaum noch ein Ohr offen ist."

    "Charmant wie eh und jeh edler Herr Minnesänger."

    Losanda knickste leicht.

    "Und noch immer die gleiche Masche bei den Frauen."

    "CREAM !"

    Fauchte Losanda Cream an, welche jedoch im schallenden Gelächter ausbrach. Selbst Arkion schmunzelte mit. Als sie sich langsam beruhigten, setzten sie sich zu Arkion und lauschten noch im Gespräch der einen oder anderen Weise. Der Abend zog ins Land und Arkion's Repertouir war schier unerschöpflich. Kämpfer und Mägde, Kriegerinnen und Dienstboten standen und lauschten, tanzten und gingen. Ein Dienstbote blieb andächtig stehen, schloss seine Augen und lauschte gebannt den Melodeien von Arkion's Laute. Als Arkion eine Pause einlegte, besann sich der Bote wieder und ging schüchtern auf Cream zu.

    "Edle Herrin, ich habe eine Botschaft für euch und nur für euch persönlich."

    verneigte er sich Cream gegenüber und hielt ihr einen Umschlag hin.

    "Für mich ? Na wo das dann mal her kommt. Hier nehmt für eure Mühen. Ich danke euch."

    So wechselten fünf Goldstücke und die Nachricht die Hände und der Bote zog sich zurück.

    Cream öffnete das ihr unbekannte Siegel und las die Nachricht. Einen Moment lang sass sie völlig still, dann jedoch zerknüllte sie die Nachricht und warf sie ins Feuer.

    "Oh, eine schlimme Botschaft ?"

    "Nicht direkt, aber unerwartet. Verzeiht bitte aber ich muß schnell gehen."

    Cream stand auf und verneigte sich vor Arkion und Losanda.

    "Warte Cream ich komme mit dir. So kann man dich alleine nicht auf die Menscheit loslassen."

    "NEIN Losanda ! Das kann ich nur alleine erledigen."

    So ging sie forschen Schrittes davon, zurücklassend die verwunderten Losanda und Arkion.

    Sie ging eine ganze weile, bis sie an eine Ruine erreichte und lauschend inne hielt.

    "Na los komm heraus und zeig dich ! Ich habe nicht die ganze Nacht zeit."

    Aus der Dunkelheit erschien ein Donnerkrieger, welcher langsam auf Cream zu ging.

    "Hab ich es doch gewusst. Booya du bists !"

    "Hallo Cream, du bist noch immer genau so bezaubernd wie das letzte mal, als ich dich sah."

    "Was willst du hier ? Sicher nicht mir komplimente machen oder setzt du dein Leben nur deswegen aufs spiel ?"

    "Nein, ich komme um dich wieder zu sehen und dir etwas mit zu teilen."

    "So, gesehen hast du mich, dann sprich nun was du zu sagen hast."

    So hatte sich Booya das wiedersehen nicht vorgestellt. Er gab einen tiefen Seufzer von sich und began Cream zu erzählen, was nicht weit von hier von statten ging, von Opalios, den Plänen und was auf beide Parteien zu kommen könnte, wenn sie ihre Pläne nicht anglichen.

    "Deswegen nimmst du die Gefahr auf dich, mich zu treffen, um mir das mitzuteilen ? Ich glaube du hast langsam nicht mehr alle Blitze am Hammer mein lieber."

    "Nein Cream nicht nur deswegen bin ich gekommen. Ich soll dir noch Grüße ausrichten von ein paar Freunden, und ich musste dich wieder sehen. Ach Cream, es ist lange her das wir zwei verliebt waren, die Trennung im Streit und nun, ich weiß nicht was ich sagen soll... ausser... verzeih mir bitte. Ich möchte nicht auf dem Feld gegen dich antreten müssen."

    "Glaub mir, ich möchte dir auch nicht als Feind gegenüber stehen. Aber was gewesen ist, ist vorüber und kommt nie mehr zurück. Vielleicht treffen wir uns nochmal zu einem besseren Zeitpunkt. Ich werde nun gehen und meine neu gewonnenen Erfahrungen weiter geben. Du solltest es genauso machen. Mach dich nun besser auf den Heimweg, denn unsere Späher sollten hier bald vorbei kommen."

    "Lebe wohl Cream..."

    "Du auch alter Donnerkrieger und grüß deine Freunde zurück von mir."

    Mit einem verschmitzten lächeln drehte sich Cream um und verschwand wieder in der Nacht, um Bericht zu erstatten. Booya folgte ihrem Beispiel wenn auch schwermütig.

    -

    Dargal's Berichterstattung am Hofe verlief weniger so, wie er erwartet hatte. Anstatt die Armeen zusammen zu rufen, blieb der Hof völlig unbeeindruckt und machte keine Anstalten auch nur den Finger zu rühren, um dem Bevorstehenden in irgendeiner Form entgegen zu treten. Allerings erwähnte Dargal nicht die Bedrohung, welche von Atlantis aus über alle herein brechen sollte.

    So machte er sich dann erstmals nach den Strapazen auf den Weg ein wenig Ruhe zu finden, bevor am Abend das Treffen der Alten began. Cinguan erwartete ihn voller Erwartung, welche Neuigkeiten er mitbringen würde. Jedoch legte sich die anfängliche Euphorie schnell, nachdem er erfur, daß der Hof aber auch nichts, rein garnichts dagegen unternehmen würde. Aber Dargal sprach ihm auch Mut zu, denn heut abend würden sich alle alten Haudegen treffen, zumindest der Rat und dann würde es rund gehen.

    So begab sich Dargal erst einmal etwas Ruhe zu finden und Cinguan zog noch los, ein paar Besorgungen zu machen.


    Der Stunde der Versammlung war gekommen. Viele Hibernianer der alten Zeiten waren gekommen. Man konnte Wappen sehen, welche lange vergessen, sowie welche um die sich noch Legenden spannten.
    Ein reges Treiben vollzog sich im Hause Moriquendi.

    ---- Ende Teil 6 ----

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  10. #10
    Mitglied Avatar von Liselotte
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    Hallo Hybal:-)
    Das ist eine prima Geschichte. Habe alles mit Spannung in einem Rutsch durchgelesen und hoffe der 7te Teil folgt recht bald.

    Viele Grüße, /curtsey, Liselotte.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Mongf
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    hyb wunderschön.... auch zudem man ja fast alle kennt

    hau mal rein und schreib weiter ...bin schon ganz gespannt

    lg, mong
    my movie: http://www.mnsg.net/system/forum/vie...wFJ1MjCWUHbA05

    Thaki: wie bei allen pvm weckerraids gibt auch hier ein herzliches ololol zur grossartigen leistung von eurem freund wayne.


  12. #12

    Standard

    subba gschicht Hyb
    meeeehr...

    und mehr von dem kleinen gefährten... find den zu knuddelig



  13. #13

    Standard

    da ich mal wieder etwas zeit hatte, habe ich das ganze mal etwas erweitert... wenn Interesse besteht, kann ich gerne mal 1-2 Kapitel fertig machen und hinzufügen =)

    Dems
    Hyb/Fisch

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  14. #14
    Verbannter Avatar von Greisibardin
    Registriert seit
    Mar 2006
    Ort
    Schamanin

    Standard

    ich schenk dir hiermit 60 min zeit

  15. #15

    Standard

    Lang ists her...

    Teil 7:


    Die Stunde der Versammlung war gekommen. Viele Hibernianer der alten Zeiten waren gekommen. Man konnte Wappen sehen, welche lange vergessen, sowie welche um die sich noch Legenden spannten.
    Ein reges Treiben vollzog sich im Hause Moriquendi.

    Davith konnte man seine Nervosität anmerken. Zum einen ist er der coole berechnende Nachtschatten, zum anderen jedoch auch Inhaber des Moriquendis, und sein Ruf als Wirt war ihm fast ebenso wichtig, wie der aus alten Tagen.

    Ein dunkler Gong war zu vernehmen und die Masse setzte sich langsam in Bewegung Richtung der Versammlungshalle.

    Die Halle war festlich hergerichtet. Die Gilden alle für sich geordnet. Auf den Tischen standen kalte sowie warme Erfrischungen bereit. Selbst ein Buffet war angerichtet. Der Saal füllte sich stetig und die jeweilig reservierten Plätze wurden eingenommen. Jedoch blieben auch ein paar unbesetzt.

    "Lange her das letzte mal, wo die große Runde einberufen wurde..."

    "Wie wahr wie wahr... und es werden jedes Mal weniger. Da schau Grandfather's Platz ist leer geblieben, und er war immer einer der Ersten die erschienen."

    "So schwer es mir fällt, aber ich glaube unsere Zeit ist gekommen und gegangen. Wir sind nur noch fossile Überbleibsel aus lang vergangenen Tagen."

    "Sprich nicht so Laurius, sicher werden wir weniger, aber unsere Zeit ist noch lange nicht vorbei."

    "Selo, ich hoffe du hast Recht, ich hoffe es inständig"

    So nahmen auch Laurius und Selo ihre Plätze ein.

    "Laurius schau, die Plätze von Senarfin und Tirza de Valinor, sie sind leer..."

    "Ganz wie bei den letzten Treffen. Senarfin ist ein gebrochener Mann, das ist allseits bekannt. Schade um ihn wirklich. Er verstand es Heere zu führen."

    "Hallo Freunde, seid ihr auch so aufgeregt?"

    "Oh Hybal, setz dich dein Platz ist hier."

    "Und wo habt ihr mich hingesetzt?"

    Selo und Laurius drehten sich um als sie Vioagros Stimme vernahmen und beide sprangen von ihren Stühlen auf, als sie Vioagro und Hybal sahen.

    "Vio, Hybal euch so zu sehen habe ich nicht erwartet!"

    "Ich ebenso wenig."

    "Aber ein schönes Gefühl, euch wieder in eurer euch gebührenden Montur zu sehen. Setzt euch."

    "Schau da hinten ist auch Bursar ich hole ihn her."

    "Verlauf dich nicht Selo!" rief ihm Vio hinterher.

    Die letzten waren angekommen und auf ihren, ihn zugewiesenen, Plätzen angekommen. Die Türflügel wurden geschlossen und die Vorsitzenden nahmen ihre Plätze ein. Lange hat man sie teilweise nicht gesehen, während der eine oder andere immer wieder von sich hören lies.

    Firderis stand auf und eröffnete das Treffen mit Ansprache, wie man sie von ihm gewohnt war. Nachdem er gesprochen hatte, war die Stimmung in der Halle aufmerksam und ruhig, sie bewegten wie immer die Massen, seine Worte.

    Es wurden die beiden Punkte vorgebracht, die Bedrohung aus den Tiefen von Atlantis, sowie die bevorstehende Invasion seitens Albion und Midgards. Die Diskussionen entbrannten. Die einen der Meinung, dass gegen die Fremde Bedrohung angegangen werden müsse, und das Albion und Midgard Angelegenheit des Hofes wäre. Anderen war beides egal, und wieder andere wären am liebsten sofort in die Schlacht gezogen.

    Während die Sitzung abgehalten wurde, war Lord Senarfin bei König Lobias und Königin Birgitt um von der Invasion und ihren Plänen zu kapitulieren, unterrichtet zu werden. Senarfin war außer sich. Jedoch vermochte er den Hof nicht umzustimmen. Er war mit dem Urteil ganz und gar nicht einverstanden und schwor dem Hofe ab. All diese politischen Strategien und Verschwörungen, er wollte das nicht mehr.

    Fast zeitgleich sprangen die Türen zu Senarfins Gemächern sowie der Tagungshalle, mit einem riesen Knall auf. Einziger Unterschied, im Palast war es Senarfin, im Moriquendis Dargal, dicht gefolgt von Cinguan. Sie sprachen sinngemäß das gleiche, nur in jedem seiner eignen Art.

    "Tirza, ich bin außer mir, Lobias und Birgitt müssen wahnsinnig sein, komm schnell mit, wir müssen zum Moriquendis nach Meath, vielleicht kommen wir vor Ende der Sitzung an ! KNAPPE ! Mein Schwert !"

    "Ich bin Schweine sauer !!! Der Hof hat uns verraten ! Lobias und Birgitt wollen vor Albion und Midgard Kapitulieren !"

    Tirza folgte ihrem Gemahl zu den Stallungen, und in der Halle brach ein regelrechter Redetumult aus.

    Cinguan versuchte immer wieder Zeichen an Dargal zu geben, sich im Zaume zu halten, da die Sitzung schon im Gange war. Es war ihm sichtlich unangenehm, wie sein alter Freund hier auftrat. Jedoch hatte er die Masse regelrecht Aufgeweckt. Es waren Satzfetzen zu verstehen wie "niemals kapitulieren" , "Aufgeben ? Die Spinnen !!", "Nicht mit uns" und "auf in die Schlacht !". Firderis hatte kaum eine Chance die Massen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Nach knapp einer Stunde war wieder ruhe eingekehrt und die Sitzung wurde fortgesetzt. Keinen Augenblick später sprangen die Türen erneut auf. Dieses mal stand Senarfin dort, Schwert hoch erhoben. Die Anreise hatte seinen Zorn nur weiter angestachelt. Seine Worte waren :

    "Tod den Feinden !!!"

    Jedoch erntete er nur verwunderte Blicke und einen strafenden von Firderis. Tirza stand hinter ihm und senkte ihr Haupt ein wenig mit einem Ausdruck welcher sagte : Bitte nicht, lass mich im Boden versinken.

    "Senarfin, schön euch zu sehen. Eure beider Plätze sind dort drüben, wenn ihr bitte Platz nehmen möget."

    Senarfin errötet leicht, steckte sein Schwert weg und wurde von Tirza zu ihren Plätzen gezogen.
    Kaum hatten sie sich gesetzt, begann Firderis von neuem.

    "Punkt 1. : Wir haben Informationen bekommen über eine Bedrohung, welche in den tiefen von Atlantis anzutreffen ist. Vielleicht sucht sie uns sogar heim. Aber das kann man noch nicht absehen. Punkt 2. : Der Hof will kapitulieren, was das bedeutet, kann sich jeder von euch selber ausmalen. Was wir bisher wissen ist, wo sich die Fronten aufhalten, und das ebenso Albion und Midgard der selben Bedrohung gegenüber stehen wie wir, nur das sie noch nichts davon wissen. Unsere Aufklärung müsste gleich hier erscheinen um uns auf den aktuellen Stand in Atlantis zu bringen."

    Einen kleinen Moment später zeigte sich vor dem Podium eine blaue Linie welche sich in eine blau umrandete schwarze Fläche ausdehnte, fast wie ein Licht verschlingender Spiegel, daraus hervor trat Magnadomina.

    Kaum hatte sie das Tor aus einer anderen Dimension durchschritten, schloss es sich wieder genauso schnell, wie es sich geöffnet hatte. Sie knickste kurz vor dem Rat und drehte sich dann der Versammlung zu und fing an ihre Erlebnisse vorzutragen.

    "Ehrwürdiger Rat, Anführer der Gilden Hibernias ! Die Lage ist Ernst. Das Wesen welches unter Atlantis schlief, ist erwacht. Es bewegt sich, es lebt. Man kann es spüren, diesen Hass, diese zerstörerische Kraft und es greift nach etwas, ich kann jedoch nicht sagen nach was oder wohin. Wir werden nicht mehr viel Zeit haben, bis es hier sein wird. Die Geschwindigkeit, mit welcher es sich ausdehnt ist unbeschreiblich."

    "Das sind Besorgnis erregende Neuigkeiten Magnadomina. Ich danke dir für deinen Einsatz in Atlantis. Stärke dich und nimm dann Platz. Wir werden hier eine kleine Pause zur Beratung einlegen. So sei die Tafel eröffnet."

    Jenes lockerte die Stimmung ein wenig und Unterhaltungen fingen an. Magnadomina, sichtlich erfreut das die Aufmerksamkeit der Anwesenden nun erspart blieb, sackte tief atmend leicht in sich zusammen. Auch wenn sie es niemals offen zeigen würde, die Mission hat doch sehr an ihren Kräften gezehrt. Ihr Zauberstab nützte nun auch als Stütze. Laurius bemerkte jenes und schlenderte langsam von einem Gespräch zum nächsten, immer näher heran an Magnadomina, welcher dieses nicht einmal mehr auffiel.

    "Magna, du siehst fertig aus. Warum nimmst du dir nicht ein Zimmer bei Davith und ruhst dich erst einmal aus ?"

    Magnadomina zuckte erschrocken zusammen, jedoch drehte sie sich sogleich Laurius zu und richtete sich dabei wieder auf ihr gewohntes Äußeres auf.

    "Du hast mich ganz schön erschreckt Laurius, einer alten Elfe so einen Streich zu spielen."

    "Magna, wie lange kennen wir uns nun ? Ich glaub du weißt, dass du mir nichts vormachen brauchst. Du bist völlig erschöpft, gestehe es dir doch ein. Wir sind nicht mehr so Jung wie wir einmal waren und dein Gesicht verrät mir, dass jenes, welches du in Atlantis beobachtet hast alleine durch seine spürbare Anwesenheit dir zugesetzt hat."

    "Ach Lauri..." Magnadomina strich Laurius durchs Haar, "Ja du hast recht, ich bin mit meinem Kräften am Ende. Aber ich muss ausharren, Wache halten. Ich..."

    "Wenn du tot bist, kannst du keine Wache halten. Du richtest dich so zu Grunde. Na komm ich besorg dir ein Zimmer und dann ruhst du dich erst einmal aus."

    "Aber ich"

    "Kein Aber jetzt !" fuhr Laurius Magnadomina an und sie nickte darauf hin wiederwillig und stimmte zu.

    "Warte hier und stärke dich ein wenig an der Tafel, ich bin gleich wieder da, muss nur Davith finden."

    So bahnte sich Laurius seinen Weg durch die Versammlung Davith ausfindig zu machen. Kaum war er gegangen stand schon Bursar neben Magnadomina.

    "Hallo Magna, was hast du gesehen und gespürt in Atlantis ? Mich interessiert jenes, welches dir Angst zu bereiten vermag. Erzähle mir davon."

    "Glaube mir, das was dort auf uns wartet, dagegen sind wir zwei beide eine Schneeflocke in den Jamtlandbergen. Aber hier nimm meine Hand und spüre was ich empfunden habe und spürte."

    So nahm Bursar Magna's Hand und schloss seine Augen um ihre Erinnerungen zu spüren. Er lief kreidebleich an und fing sogar an leicht zu Zittern. Laurius betrat eben wieder die Stätte der Versammlung mit einem Zimmerschlüssel für Magnadomina als Bursar sich von Magna losriss und leise zischte.

    "Es ist hier, ganz nahe... ich kann es spüren."

    "Ich dachte mir das es mir folgen würde, aber in der Geschwindigkeit, ... , unglaublich. Es hat mich gefunden aber es bekommt mich nicht lebend !"

    Magna riss noch einmal alle ihre Kraft zusammen und fing an wie in Trance düstere Formeln zu sprechen. Bursar schrie den Anwesenden eine Warnung entgegen und versuchte das Haus in einer Art Schutzschleier zu hüllen. Magna murmelte weiter ihre Beschwörungen und Bursar fing an mehr und mehr Energie zu gebrauchen. Seine Augen fingen erst an zu schimmern, dann zu leuchten. Der Schweiß der Anstrengung lag ihm auf der Stirn. Magna fing leicht an zu wanken, Bursar versuchte ihr halt zu geben und half ihr einen Schutzwall zu errichten. Magna riss ihre Augen auf, umklammerte ihren Stab mit beiden Händen und hob ihn vor sich in die Luft und schrie den letzten Satz ihrer Formeln. Ein Schutzwall leuchtete kurz um die Anwesenden auf und verglimmte sogleich wieder. Die Luft war gespannt voller Magie und Energie. Zum einen Magnadomnia's Zauber, denn sie verstand nicht nur die helle Seite der Magie, sie war ebenso in der dunklen Magie bewandert und nutze das Stärkste von beiden zugleich und durch Bursars Schutzschleier, welcher wie ein Dunst über allem lag.

    Hinter ihnen war ein Schrei zu vernehmen, Bursar drehte sich um und sah eine Art von Tentakeln, welche aus dem Boden griffen und nach etwas suchten. Dort wo sie den Schutzwall trafen stieg Dampf auf und ein grausiges Kreischen war zu hören. Es lies nicht ab von seiner Suche. Nachtschwinge eilte Bursar und Magnadomina zur Hilfe. Er verstand es Magier zu stärken, und konnte ebenso recht passabel austeilen. Jedoch gab es nichts was von seinen Zaubern getroffen wurde, und so unterstützte er die beiden mit seiner schier unendlichen Magiekraft.

    Magnadominas Schild, Bursars Nebel sowie inzwischen Laurius physikalische Barriere verschmolzen durch die zusätzliche Kraft, welche von Nachschwinge hinzu gegeben wurde. Das Kreischen der Kreatur wurde lauter und unerbittlicher, doch egal wo es meinte Leben zu treffen, verdampften teile von ihr dank der verschmolzenen Schutzzauber. Sie war noch zu schwach um sich hier behaupten zu können. Daher zog sie sich eben so schnell zurück wie sie in diese Runde gebrochen war.

    Bursar hörte kurz nach Nachtschwinge auf seinen Zauber zu wirken und er nahm Magnadominas Arm um sie zu stützen.

    "Es ist vorbei, wenn auch vorerst nur. Magna du kannst ablassen von deinen Zaubern."

    Kaum hatte Bursar seinen Satz beendet sackte Magnadomina in sich bewusstlos zusammen. Laurius kam herbei geeilt und hob Magna aus Bursars Armen um sie auf ihr Zimmer zu bringen. Samuriel schloss sich beiden an, um Magnadomina's Zustand zu untersuchen.

    Zur selben Zeit, wie die Gestalt bei der Ratsversammlung erschien, schlug sie ebenfalls in den Lagern von Midgard und Albion zu. Dort jedoch mit mehr Erfolg. Sie erntete Seelen und Leben und stärkte sich an den Qualen, welche sie verursachte. Beide Streitmächte wurden so dezimiert, und es kam furcht unter ihnen auf. Was für eine schreckliche Waffe hat Hibernia dort gegen sie ins Feld geschickt ? Ihre Invasionspläne wurden erst einmal verschoben, bis sie wussten, wie sie sich gegen diese neue unbekannte Bedrohung wehren konnten.

    "Cream ! Cream komm schnell hier, er lebt noch hilf ihm !" schrie Kung Lao in Richtung der Klerikerin.

    Müde und ausgelaugt kam Cream heran und kniete sich neben den Verletzten. Sie betrachtete ihn einen Moment, schloss dann seine Augen und stieß ihm ihren Dolch ins Herz.

    "Bist Du von Sinnen ? Er lebte noch !" fuhr Kung Lao Cream an.

    "Sein Körper war noch warm ja, aber sein Verstand und seine Seele waren weit weg. Ich habe das beste für ihn getan, was ich zu tun fähig bin. Außerdem wäre sein Körper dem Rest von ihm gefolgt. Glaube mir, es ist besser so."

    Cream sprach ein kurzes Gebet, reinigte ihren Dolch an dem Cape des verstorbenen, erhob sich und ging weiter ihren Pflichten nach.

    "Es gibt noch eine Menge zu tun für mich heut nacht. Verzeih bitte Kung."

    Kung Lao sah ihr verstört hinterher.


    In den Lagern Midgards brannten derweil schon die ersten Feuer, die gefallenen nach Walhalla zu geleiten. Die Stimmung war gedrückt, da Sie nicht wirklich die Furcht kannten, waren sie eher besorgt, was ihnen hier in so kurzer Zeit zugesetzt hatte. So beschlossen sie erst einmal ihrer Gefallenen genüge zu tun und sich neu zu formieren, ohne die Stellung aufzugeben.

    Im Moriquendis wurde inzwischen die Versammlung weitergeführt. Bursar stand nun wankend vor dem Rat und trug über die aktuellen Vorkommnisse vor, wozu Magnadomina nicht mehr fähig war.

    "Das was wir hier erlebt haben, ist ein Ausbruch von dem gewesen, was Magnadomina in den Tiefen von Atlantis beobachtet hat. Wie ihr alle unschwer miterlebt habt, hat es unsere ganze kraft...." Bursar schwankte leicht, schloss seine Augen und stützte sich am Pult ab, besonn sich einen Moment atmete tief durch, richtete sich wieder auf und fuhr fort " hat unsere ganze Kraft gekostet, und wir konnten fast nicht bestehen. So wie ich Magnadomina verstanden habe, ist die Kreatur aber noch sehr schwach und lange nicht am Zenit ihrer Kraft angelangt. Sie wurde ja soeben erst durch die Entdeckung von Atlantis wiedererweckt."

    "Das was ich hier gesehen habe, und was berichtet wurde ist höchst besorgniserregend, wenn nicht sogar erschreckend. Aber was können wir unternehmen ? Zum einen haben wir zwei uns belagernde Mächte vor unseren Türen und nun noch dieses."

    Aus den Ecken konnte man ein leises "Tod den Feinden" vernehmen, welches jedoch recht schnell wieder verstummte.

    "Ehrwürdiger Rat, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege, " fing Hybal an, "aber wir haben so nicht den Hauch einer Chance zu bestehen. Wir können nicht an drei Fronten kämpfen. Wir haben es schon schwer genug gegen Midgard und Albion, als das wir nun auch noch gegen die Dämonen antreten könnten. Wenn ich es recht verstanden habe, könnte diese Kreatur selbst die Mächte aus Midgard und Albion mit einem Wink vernichten, sollte es zu seiner vollen Kraft finden."

    "Dann wären die Kriege beendet ! Endlich wieder Frieden. Soll sie doch die beiden Reiche heimsuchen und vertilgen !" ertönte eine Stimme aus der Menge der Anwesenden.

    Senarfin stand auf und ergriff das Wort.

    "Wenn diese Kreatur nicht gestoppt wird, werden auch wir sterben, egal ob es Albion oder Midgard vor uns trifft oder nicht."

    "Wahre Worte ! Aber wären wir im Stande uns zu verteidigen ? Es mit diesem Wesen aufzunehmen ? Bursar was meint ihr ?"

    "Ohne genaue Überprüfung kann ich gar nichts sagen. Ich weis ja noch nicht einmal, wer von den alten Meistern noch lebt. Aber ich glaube unsere Chancen stehen Schlecht. Ich brauche ein paar Tage, bevor ich euch genau darauf antworten kann."

    "Die Zeit drängt ! Ich brauche von dir morgen Abend zur 18. Stunde einen genaue Ausfertigung !"


    So zog sich die Sitzung noch etwas in die Länge. Bursar setzte sich kurz nach empfang seines Auftrages jedoch ab um mit den Nachforschungen zu beginnen. Er begab sich zu den Hallen der Magie, jedes mal, wenn er dort eintrat, beschlich ihn ein seltsames Gefühl. Er hatte hier nie abgeschlossen, jedoch zogen ihn die Weisen oft zu Rate und wagten ansonsten nicht an seinen Urteilen zu rütteln. Schon komisch, das jemand, welcher so brutal davon gescheucht wurde, nun eine Art Anlaufpunkt der Weisen ist.


    Kaum angekommen ging er zur Halle der Meister, dorthin, wo ein jeder, welcher der Magie mächtig, niedergeschrieben stand und er machte sich sogleich ans Werk, die noch lebenden zu listen. Die ihm gestellte Aufgabe schien sich doch schwieriger zu gestalten als vorerst angenommen. Viele der alten Magier waren nicht als verstorben oder noch lebend gekennzeichnet, sondern trugen einen Vermerk namens "Status unbekannt". "Phu !" dachte sich Bursar, "wie soll man damit so schnell fertig werden..." und so vervollständigte er mehrere Listen. Die noch lebenden, die Verstorbenen und jene, dessen Zustand unbekannt war.

    Die großen Kerzen schon fast herunter gebrannt, nahm sich Bursar seine fertigen Listen und begab sich aus den Archiven der Hallen der Magie ins freie. Die Nacht war schon im Rückzug begriffen, als er sich auf den Weg zu seinem Haus machte. Er hatte noch keine Idee, wie er jene, dessen Aufenthaltsort oder ihr Verbleib unbekannt war, erreichen konnte. In Gedanken verloren bemerkte er nicht diejenigen, an welchen er vorbei ging. Er lief wie in Trance seinen Weg nach Hause, die Gazette, welche ihm von Zeitungsjungen zugeworfen wurde, prallte an seiner Schulter ab, ohne das er irgend eine Regung zeigte.

    Als Bursar die Haustür hinter sich schloss sah er, dass Nashuan schon am Frühstückstisch saß, versunken in einem Buch über Magie. Er vernahm einen alt bekannten bitteren aromatischen Geruch, welcher von einem dampfenden Becher auszugehen schien.

    "Guten Morgen, man könnte meinen, du hättest die Nacht kein Auge zu bekommen."

    "Oh Vater ! ja fast, diese Bücher stecken voller Wissen, welches schon lange nicht mehr gelehrt wird. Es ist zu interessant davon abzulassen. Daher habe ich Jeff um Kaffee gebeten, er wusste nicht was das sein soll, so habe ich es ihm erklärt und er hat ihn zubereitet. Du kannst sagen was du willst, aber zu einem Morgen gehört ein Becher dieses Schwarzen Goldes."

    "Kaffee... " sinnierte Bursar "Das war der Geruch... hach lang ist’s her. Sag, ist davon noch etwas übrig ?"

    Jeff erschien aus der Küche, als wenn er Bursars Gedanken gelesen hätte und stellte auch ihm einen noch Dampfenden Becher auf den Frühstückstisch.

    "Ich danke dir mein Freund" sagte Bursar und seine Hände umschlossen den Becher, sich daran zu wärmen.

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

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