Abschied...
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Thema: Abschied...

  1. #1

    Standard Abschied...

    Viele Monde ist es her, da hab ich sie in Ardee gesehen.
    Eine kleine niedliche Firbolg, welche mit grossen neugierigen Augen in die weite Welt blickte.

    Sie hies Vioagro.

    Damals war ich noch bei den Schatten des Waldes und ihr Erscheinen sprach sich schnell herum. Da sie eine sehr freundliche und niedliche Art an sich hatte, fand sie auch schnell den Weg in viele Herzen. Man half ihr die ersten Schritte zu tun, führte sie herum und passte auf sie auf.

    Später schlug sie die Laufbahn einer Hüterin ein und wuchs an ihren Taten und Erlebnissen. Ab und an hab ich sie begleitet in unwegsames Gebiet oder in tiefe Verliese, half ihr, wo ich konnte.

    Eine zeit lang erkrankte sie an einer seltsamen "Ohnmachtskrankheit", welche es ihr unmöglich machte, im Freien geradeaus zu blicken, ohne das ihr schwindelig wurde.

    So war sie dann eine der ersten, die den Weg aus Tir na nOgh bis hin zur Funkelmine regelrecht blind fand. Dort angekommen ging es dann auch schon besser. Einige kennen sie vielleicht noch als Gute Seele der Fumi und sind das eine oder andere mal durch sie wieder ins Leben zurückgekehrt.

    So wurde sie älter und grösser, stärker und erfahrener. Kurz vor ihrem 50. Geburtstag wurde sie in den Verfluchten Wald gerufen, um einer Gruppe zu helfen, einige Finlaith zu bekämpfen. Sie warnte alle schon vor, daß sie probleme hätte mit dem Bewusstsein im Freien, abermals wurde ihr "Problem" hingenommen und sie machte sich auf den Weg. Dort angekommen schnappte sie sich dann das erste Monster in ihrer Reichweite und fing an es nach Gehör zu vertrimmen. *seufz*

    Schliesslich wurde sie fünfzig und der weg war frei zu vielen Abenteuern, welche, die sie so noch nie erlebt hatte.

    Seite an Seite verteidigten wir Hibernia gegen Monster, Plagen und Feinden aus den anderen Reichen. Wir gingen zu sammen durch dick und dünn, Rücken an Rücken, Seite an Seite, egal wie gross die Bedrohung war.

    Irgendwann hatten wir beide genug Gold gespart und uns jeder für sich eine Meisterliche Rüstung anfertigen lassen. In meinem Übermut reizte ich sie zunehmend und forderte sie zu einem Duell heraus. Zuerst lehnte sie ab, dann jedoch nach ein paar gemeinen Kommentaren meinerseits willigte sie ein. Der Kampf began, Firbolg gegen Firbolg, beide das gleiche Alter und die gleichen Rang im Reiche inne gehabt. Was soll ich sagen... sie hat mich in den Staub getreten... nicht einmal... nein ganze drei mal.

    Eines morgens dann, ich weis nicht mehr genau wann, rief ein Barde auf sich in Innis Cartheig zu sammeln, um den Glimmerkönig zu bekämpfen. So zogen wir beide auch aus, uns der Streitmacht anzuschliessen.

    Was dann geschah konnte keiner voraus ahnen. Der Kampf lief schlecht für uns, sehr schlecht. Viele starben und halbtot bekam Vioagro dann das fiese Funkeln in ihren Augen, welches bei Freund und Feind und mir sowieso gefürchtet war. Sie baute sich vor Cuuldurach auf, trat ihn auf seinen Fuss. Sichtlich verwirrt jaulte der Drache auf, denn so etwas hat noch nie jemand mit ihm gemacht. Er setzte sich auf seine Hinteläufe und hielt sich die schmerzende Klaue. Vioagro jedoch schlich um ihn herum, nahm seinen Schwanz in beide Hände und biss heftig hinein. Cuuldurach winselte, jaulte auf und floh.

    Ich habe das Violein lieben gelernt und ihr oftmals meine Liebe gestanden sowie ihr einen Antrag gemacht. Ihr Antwort war jedesmal die gleiche.

    "Ich heirate dich, wenn du mich aus den Klauen des Drachen erretest ! Vorher denk nicht einmal daran Hybal Grimbolt !"

    So stand ich dann da mit dem Ring und einer grossen Echse, welche sich lieber von Pilzen zerfressen lies, als dieser Hüterin noch einmal zu begegnen.

    Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben, jedoch nun wurde sie bis in die Grundfeste erschüttert.

    Es war ein langer Tag gewesen. Vioagro und ich haben uns zwei schöne Grundstücke in Dunshire gesucht und uns jeder ein Heim gebaut. Dorthin kam ich zurück. Ich hatte den Tag über den Eingang von Darkness Falls bewacht, die vierte Championstufe erklommen und wollte nun bei Vio einkehren und ihr von meinem Tag berichten, sie in den Arm nehmen und mich an dem erfreuen, was mein wertvollster Besitz war... ihr Herz und ihre Liebe.

    Jedoch war das Haus nicht wie gewohnt erleuchtet, noch rauchte der Schornstein. Sorgvoll trat ich ein und schaute mich um.

    An ihrem Alchemietisch waren einige Fläschchen umgekippt, ihre Rüstung sowie ihre Waffen fehlten. Auch ihr Pferd war nicht im Stall. Verwirrt ging ich zu meinem Haus herüber und fand eine Nachricht unter der Tür hindurch geschoben.

    Mein Liebster,

    wenn du dieses liest, bin ich schon weit weg von Dir.
    Warum ich gehen musste, vielleicht sag ich es Dir
    einmal, so wir uns wiedersehen.

    Aber ich konnte nur fortgehen und leben, oder bleiben
    und sterben.

    Sei bitte nicht traurig, denn mir geht es gut.

    Ich habe dich lieb.


    Deine
    Vioagro


    Weinend brach ich hinter der Tür zusammen. Das liebste was ich besass, das wertvollste in meinem ganzen dasein war fort. Oh Vio, meine Vio...

    Langsam sammelte ich mich und legte meine Rüstung und Waffen ab, zog mir meine Hausgarderobe an und ging zu Vios Haus herüber. Ich räumte ihren Alchemistentisch auf, machte ihr Bett, deckte das Mobiliar sowie ihre Trophäen mit Laken ab und stellte eine Kerze auf den Fenstersims, auf das sie Vioagro den Weg nach Hause leuchten möge.

    Heute morgen zog ich los nach Domnann und besorgte mir neue Farben für meine Rüstung, Waffen, sowie der Rüstung meines Pferdes. Ich trage nun Trauer, bis sie wieder bei mir ist, oder ich bei ihr.

    Mein Schatz, ich werde auf deine Habe acht geben. Deinen Garten pflegen und aufpassen, daß die Pacht für dein Grundstück nicht ausbleibt.

    Möge dir die Kerze im Fenster den Weg nach Hause leuchten, in meine Arme.


    Ich sage nicht Lebwohl, ich sage Auf Bald !
    Dein Dich liebender
    Hybal

    <Avalon Hibernia> Hybal, Bursar, Arkania, Puginde, Dopeon
    <Klaus/Lyonesse Albion> Igluna, Anoashda, Anghammarad
    <Stone Midgard> Fridjolf, Schotterchen, Pfirsichbuete, Glod

  2. #2

    Standard

    Werter Hybal,

    lasst Vioagro dahin gehen wo es sie hinzieht. Wenn Ihr sie wirklich liebt, dann sollte es Euer größtes Glück sein, wenn sie glücklich ist und nicht wenn sie bei Euch ist.
    Janeela Venka Fayah Sheamus Indeenay Viviel Yaneela Ianeela Hownie - nur Lim/Alb

  3. #3
    Mitglied
    Registriert seit
    Aug 2005
    Ort
    Arawnritter

    Standard

    ich werde mit dir hoffen, auch wenn wir feinde sind. eine sehr rührende geschichte, mögen sich eure herzen wiederfinden.
    One thing we all adore
    Something worth dying for
    Nothing but pain
    Stuck in this game
    Searching for fortune and fame.

  4. #4

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    Gib die Hoffnung nicht auf!

  5. #5

    Standard

    Zitat Zitat von Janeela
    Werter Hybal,

    lasst Vioagro dahin gehen wo es sie hinzieht. Wenn Ihr sie wirklich liebt, dann sollte es Euer größtes Glück sein, wenn sie glücklich ist und nicht wenn sie bei Euch ist.

    Diese wunderschöne Aussage sollte man beherzen werter Hybal, auch wenn das Herzen meistens nach etwas Anderem schreit und sich in ewiger Sehnsucht windet.


    "Wir lieben den Rock`n Roll. Wir lieben den Punk. Aber mit Anspruch."

    http://www.johnnierook.de/


    Mein Schwert kämpft für Sterntaler!

  6. #6

    Standard

    ließ jene zeilen die ihr alter freund aus alten tagen geschrieben hat mit schwerem herzen.

    Auch ich kannte Vio und ich muss gestehn sie fehlt wirklich , Gib nicht auf mein alter Freund den sie wird sicher wieder heim kommen wenn die zeit reif istund euch das schicksal wieder zusammenfuehrt


    Gruß Tayla
    Our spirit was here long before you
    Long before us
    And long will it be after your pride brings you to your end


    http://www.engel-der-verdammnis.beepworld.de/

  7. #7

    Standard

    Ja eine sehr schöne geschriebene Geschichte, aber ich muss Janeela rechtgeben.
    Trotzdem Viel Glück!
    LG vergi

    - new guild -> <Gjalpinulvas Brut>

    "Hust, oh tut mir Leid ich wollte dich nicht rösten, das war nur mein verdammter Schnupfen", sagte Gjalpinulva als er mich von Hinten grillte

  8. #8

    Standard

    Werter Hybal Grimboldt,

    sicherlich wird es euch in Eurem Schmerz nicht helfen wenn ich, ein euch Fremder, versuche euch Trost zu spenden.

    Auch ich diesen Weg schon gehen müssen und kann trotzdem Janeela nur zustimmen.
    Liebe soll nicht fesseln sondern befreien, nicht knebeln den Geist sondern beflügeln. Und so sie (die Liebe) diese Freiheiten bekommt wird sie nicht sterben und möglicherweise zu euch zurückkehren.

    Grüße aus den Reichen

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