Es war einmal...
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Thema: Es war einmal...

  1. #1

    Standard Es war einmal...

    Man erzählt sich eine Geschichte von einem Kobold, der ganz anders war als alle seine Brüder, Verwandten oder Artgenossen.

    Es war das Jahr von Hel an dem an einem grauen Morgen, ein Kobold mit ach so seltener dunkler Haarpracht die Welt erblickte.

    Gehörte er doch dem Geschlecht der Errrrdbeerklingen an - ein Geschlecht - daß seit vielen Traditionen - Loki als Schutzgott dienten. Damals als der große Aufstand der Albioner stattfand - konnten viele die dem Geschlecht der Errrrdbeerklingen angehörten, unter der erdrückenden Feindesmacht, ihre Dienste als Schattenklinge ausführen. Bis zu dem genannten Tage.

    Ein Koboldschamane, Bekannter der Eltern warf die Runen auf die Decke, in der unser kleiner Kobold lag.

    Doch die Runen verheißten nichts gutes. Da war Xythamir - die Rune für Zerstörung - und die Kombination mit Argon - dem Drachen - stand in einer schlechten Kombination mit der 50. Sonne.

    Grübelnd saß der Schamane vor den Runen und rieb sich die Augen - sollte es wirklich so sein ?

    Sollte wahrhaftig - der Sohn seines besten Freundes diese Kreatur sein eigen Fleisch und Blut nennen.?

    Schweißperlen standen ihm auf der Stirn - und langsam begann der Vater des Kindes ihn unsagbar zu mustern.

    "Was ist ?" - grollte es aus dem vernarbten Gesicht des Kobolds.

    Schweigend saß der Shamane, in tiefer Konzentration vor sich hinsinierend - und warf die Runen erneut.

    Das unheimliche Schweigen wurden durch das Geschrei des Kindes unterbrochen.

    Die Kerzen jenseits des Bettes, auf dem die Mutter mit ihrem Neugeborenen lag - warfen ein Schattenspiel auf die Runen.

    Mit einem dumpfen Klang rollten die Runen über die Decke, und erneut versprachen die Runen nichts erfreuliches.

    "Ungeheures Potential in ihm steckt" lispelte der Shamane, "aber ich sehe auch Gefahr, Gefahr ..." - vor sich hinsprechend wiederholte der Shamane immer diese einen Worte, als er sich erhob und zur Tür gehen wollte.

    Doch da wurde er abrupt von dem zornerröteten Vater festgehalten - der da sprach "Sprich mit mir Freund". Ein Blick tiefergreifend und sonderbar erfasste den Shamanen - doch er blockte nur ab und sprach:

    "Spiegel sagt...", "Im Spiegel sagt..." dabei wiederholte er sich und schien nicht mehr so gefestigt wie vorher. "Weißt du was deine Tochter gemacht hat ?"

    Der Blick der Mutter wanderte zu dem verängstigten Etwas.

    "Sie hat getanzt um Mitternacht."


    "ArrrrrghhghghhhH" - ein Schrei erhallte, und der Zorn Lokis entlud sich in der Mutter, die daraufhin starb, mit dem quäkenden Kind in der Hand.



    12 Jahre später, als der Kobold volljährig war - hörte dieser einer auf den Namen Ramirezzzz (die 4 z sind wegen der Ausprache, da der mensch das sanfte z - nicht so ausprechen kann wie ein Kobold). Sein einziger Freund, war der Shamane, der die Wut von Loki an Ramirezzzz's Famile miterlebenmußte betete bei Ymir um Gnade, für das Kind, daß er hochzog.

    So kam es, daß Tyr sich Ramirezzzz annahm und mit seiner harten Hand ihn auf den rechten Weg geleiten sollte.


    Doch wie sollte es anders kommen, verstritten sich die beiden Götter Loki und Tyr - und Loki - der kämpferische Unterlegene hatte eine für ihn typische Idee, Er fragte Tyr, wie denn nun der weitere Werdegang des Kobolds sein sollte und ob er sich auf eine "Wette" einlassen würde. Tyr, der schon lange keinen wahren Krieger gesehen hatte blickte zu Loki, und akzeptierte den Vorschlag Lokis, Ramirezzzz werde sich beweisen müssen. Doch Tyr der den größten Schlachten beigewohnt hatte - ermahnte Loki, nichts vor der 50. Sonne gegen Ramirezzzz zu unternehmen.

    Und Tyr blickte nach Unten, und beobachtete seinen "Schützling". Da stand er - Ramirezzzz Errrrdbeerklinge.


    Es war ein Sommer wie jeder andere - Ft. Atla eigentlich ein Koboldstützpunkt, wurde von der Reichswache besucht. Trolle sprangen von mächtigen Kriegsrößern ab und sicherten die Umgebung.

    Nie zuvor hatte Ramirezzzz einen Troll gesehen - es war der Tag der ersten Begegnung mit diesen rießigen Geschöpfen.

    Der Shamane der die Aufregung der Bewohners Atla mitbekommen hatte - begab sich zum Bindstein - ein sonderbarer Stein, dem magische Kräfte zugesprochen werden.

    Dort angekommen, stellte er die Reichswache zu Rede und erfuhr, daß die Blodfelags ihr unwesen in Huginfell trieben und das Gefahr bestünde, daß diese sich nach Fort Atla ausbreiten könnten.

    Doch irgendwie glaubte der Shamane das nicht ganz und stellte eigene Nachforschungen an.

    Durch Ramirezzzzs Volljährigkeit war er aus den Pflichten seines Mentors enthoben.

    "Diese Klinge hat einst deinem Vater gehört..." waren die letzten Worte an die sich Ramirezzzz erinnern konnte, dann zog der Shamane hinfort.

    Viele sprachen davon, daß ein Trupp Kobolde mit dem Boot hinfortgefahren seinen.

    Mittlerweile mußte Ramirezzzz feststellen, daß die sonderbaren Geschöpfe - auch genannt Trolle bei weitem nicht so interessant waren wie eigentlich gedacht - sondern ein grober unkonntrollierter stinkender Haufen von Steinen ohne jegliche große Intelligenz.

    Der Gestank der Trolle kränkten die feinen Koboldnasen - und so verschwanden die Kobolde aus Ft. Atla. Einige hartgesottene blieben noch in Atla - aber der Großteil verschwand in die Berge und Höhlen.

    Es war die Zeit in der Ramirezzzz nicht wußte was er machen sollte. Sein Mentor und bester Freund war seit mehreren Monden nicht mehr da - und daß bekümmerte ihn.

    Er jagte Krabben für die hungrig sabbernden Trolle, die so wie er feststellen mußte doch einiges an Gold besaßen - und er ja Gold zum überleben brauchte.

    Eines Tages saß Ramirezzzz am Strand als ein Boot in der Ferne auftauchte.

    Er erkannte es - war es nicht das Boot seines Mentors ?

    Tatsächlich, es wehte die Flagge seines Mentors. Freudig wartete er am Strand auf die Ankunft des Bootes - doch mit zunehmender Zeit stellte er fest, daß da wohl einiges nicht stimmte.

    Das Boot schwankte und wirkte nicht sehr manovrierfähig - es hatte den Hauch des Todes an Bord.

    Der Kobold stand vor den kleinen brechenden Wellen, die den Sand um seine Füße spülten und die Spuren der Krabben ausradierten. Seine Augen blinzelten gegen die aufsteigende Sonne, doch was war das für eine komische Gestalt dort am Bug des Bootes ?

    Ramirezzzz wurde die Sache etwas unheimlich, so entschloß er sich zum Trollager Nalliten zu gehen um dort über die Ankunft des Bootes zu berichten.

    Ein Trollwächter, noch mit einer angebratenen Luchskeule im Mund stapfte laut vor sich hinschmatzend zum Strand hinunter. Seine lässig baumelnder Hammer, der bei weitem größer war als unser Ramirezzzz hing auf seinem Rücken.

    "Sie mögen gute Krieger sein",dachte sich Ramirezzzz, "aber ihre Schwäche ist die Schnelligkeit..."

    Und kaum hatte er den Gedanken fertig gedacht, lief das Boot auf Grund.

    Er konnte seinen Augen nicht glauben, als er Fressan wiedererkannte - doch welch sonderbare Veränderung ist mit ihm geschehen.

    Ohne Worte griff Fressan und der häßliche Unbekannte den Troll an, der wohl völlig überrascht mit einem "BBBuuuaaaasshhi" reagierte und seine Waffe zog.

    Doch irgendetwas muß mit Fressan geschehen sein - er reagierte auf die Zurufe von Ramirezzzz nicht, sein Blick war leer - er war irgendwie verhext.

    Im nächsten Moment, fing auch Fressan an zu zaubern. Unbekannte Aura umgab ihn und Ramirezzzz stand wie geschockt da.

    Der Troll mußte einige Hiebe einstecken, während er laut stöhnend und sabbernd auf den Unbekannten einschlug.

    Es schien aber - als wenn der Troll der Situation nicht gewachsen wäre, und trotzdem kämpfte er verbissen weiter. Es schien fast als hätte er keine Angst.

    Doch dann fiel der plumpe Fels zu Boden und die rotleuchtenden Augen des gräßlichen Gnomes erfassten Ramirezzzz. Sie leuchteten ihn an - und Ramirezzzz spürte eine imaginäre Hand die sich um seinen Hals legte.

    So schnell wie er konnte rannte er zu dem Trollager - in dem einige unkoordinierten Trolle am Feuer rumsaßen und inbrünstig sich über einen Braten hermachten.

    Ramirezzz entschied sich zum stärksten der Trolle zu gehen und versuchte ihn mit all seiner Kraft auf die kommende Gefahr hinzuweisen. So zerrte er an seinem Arm, doch der Troll reagierte auf dieses Verhalten damit, daß der Troll vermutlich aus einer Reflexbewegung seinen Arm ausstreckte - und zwar so schnell, daß Ramirezzzz erfaßt wurde und bei dem Aufprall der Urgewalten ohmächtig wurde.

    --- Die Dämmerung legte sich und Ramirezzzz wurde von mehreren hellen Tönen wach. Wo war er ?

    Schnell erkannte er die Situation - wie war er hierhergekommen ?

    Er lag mitten zwischen Kiefern und Waldimps - doch da durchzuckte ihn ein stechender Schmerz in der Brust und er mußte wohl feststellen, daß dies von dem Troll kam.

    Wie unhöflich von ihm.

    So blickte er über den Hügel und entdeckte mehrere Tote Trolle im Sand des Strandes liegen.

    Doch Fressan und sein Unbekannter schienen doch sehr angeschlagen zu sein.

    Alleine so stellte Ramirezzzz fest könnte er wohl nichts hier anrichten - und so bewegte er sich nach Fort Atla um dort die Wachen zu alarmieren.

    Doch in Atla angekommen stellte er fesst daß nur 5 Trolle übriggeblieben sind - die Reichswache ist weitergezogen - hatte er erfahren.

    Seit diesem Tag an wurde das häßliche Geschöpf am Strand neben Fressan Trolki genannt.

    Diesen geistigen Einfall hatte der Troll-Einpeitscher der wohl mit seinem etwas höheren Intelligenzquotionent aufwarten wollte.

    Die darauffolgende Nacht schlief Ramirezzzz sehr schlecht - er träumte von seinem Mentor, der zu ihm im Traum sprach und meinte er müße nach Galpen gehen - um seine Ausbildung zu vollenden.

    Schweißgebadet erwachte Ramirezzzz in dieser Nacht. Etwas war anders, und Ramirezzzz erkannte sofort was es war.

    Sein Schwert fing an zu glühen, und als es Ramirezzzz ergriff spürte er eine gewaltige Kraft in seinen Armen - es schien fast als würde das Schwert ihn kontrollieren und nicht andersrum.

    Es war schon fast dunkel als Bromir Naliten erreichte wo es sich mit einem Freund treffen sollte um einen Ort der in der Bergen nahe dem Dorf sein sollte. Verfluchtes versteck hatten einige Menschen es genannt.

    Bromir blickte sich um, sein Freund mit dem er sich hier treffen sollte war noch nicht da. In dem Dorf sah er noch einige Händler die ihn gierig anblickten als ob sie ihm sein Gold stehlen wollten..denn so reich wie die aus Jordheim sahen sie nicht aus. er grinste daraufhin unter seinem Bart und ging zum Strand der nahe des Dorfes war.

    Er hatte sich in dieser Gegend keine gefahren vorgestellt als er plötzlich Schreie und Stöhnen hörte. Bromir blickte in die Dunkelheit und versuchte etwas zu erkennen. Er nahm seine Fackel in die Hand und ging langsam vorwärts bis er mehrere dunkle gestalten sah... Da tobte höchst wahrscheinlich ein Kampf. Sein Arm griff an seiner Axt den an seinem Gürtel hing...er wusste nicht warum.. aber immer wenn er die Axt nahm spürte er dass irgendeine Macht durch seinen Körper fliest und ihm Stärke verleiht und seine Sinne stärkt...

    Nun sah er den Kampf deutlicher, 2 Trolle schlugen sich mit irgendeinem Biest und Krabben von denen immer mehr und mehr aus dem Meer kamen und die beiden umzingelten..deren Kampf schien aussichtslos zu sein.

    Bromir, der weit weg war um den beiden in dem Kampf beiseite zu stehen hing die Axt wieder an den Gürtel und sprach leise einen Gebet zu Thor únd einige sekunden später fiel ein riesiger Hammer auf die Biester von dem Blitze auf die Bastarde schlugen aber verletzte nicht die beiden Trolle. Die gestalt mit einem Riesigen kopf fiel zu boden und die Kraben wurden in den Boden gestampft...der boden wurde erschüttert und von Blitzen erhellt.

    Die Trolle liessen ihre waffen zum Boden fallen und liefen davon in den Wald.
    "So viel dankbarkeit" murmalte Bromir lächelnd und kurz danach sah er wie die Gestalt wieder aufgestanden ist und wackelnd auf ihn zu lief
    "Den Mjöllnir hat dem wohl nicht gereicht" murmelte er leise und nahm seine Axt in die Hand. Als dieses Vieh nahe genug war schug er ihn mit seinem Schild ins Gesicht und danach mit seiner Axt zu. Zu seiner verwunderung viel das Biest sofort ohne jegliche kampfversuche zu boden.

    Er steckte seine Waffe wieder ein und ging zurück zum Dorf...

    Bald darauf fand in Ft. Atla eine Kundgebung statt, alle Kobolde waren geladen. Ramirezzzz entschied sich an diesem Tage hinzugehen.

    Was er nicht wußte - es sollte sein Leben verändern.

    An diesem spätsommerlichen Abend, die Grillen zirpten in der bereits von Sternen übersähten Dämmerung - war das Lagerfeuer mitten in Ft. Atla fackelndes Licht auf den kampferprobten Troll.

    Bromir war sein Name, und er war im Gegensatz zu den anderen bisherigen Trollen anders. An seiner Seite stand ein weiterer Troll, der so man glaubte es kaum fürwahr in einer gebildeten Sprache wohlklingende Laute von sich gab. Sein Name war Onir. Onir Allestöteles galt als einer der hochgebildesten Trolle, wobei ihre Intelligenz niemals and die eines Koboldes kommen würde.

    Dennoch sprach der Troll, fast fehlerfrei und das was er verkündete erschütterte Ramirezzzz in seinem innersten.

    Viele von den Kobolden waren gekommen, auch Zwerge fanden sich ein, die in der Nähe Fort Atlas waren und so konnte der schicksalshafte Abend beginnen.

    "Der Gothi sprach - daß ein Krieger kommen wird, ein Krieger - ganz anders als wir Trolle sind, anders als..." - da war wieder ein sprachlicher Aussetzer "die Krieger, die unser Land beschützen...".

    Eine lange Pause setzte ein und es schien als würde der Troll doch nicht so intelligent sein, wie Ramirezzzz erst vermutet hat. Der Troll murmelte etwas vor sich hin, daß keiner irgendwie so richtig verstehen konnte...

    "Der Krieger ist ...." und wieder sah man einen Troll, der wohl einen Socken im Mund hatte, denn irgendwie brachte er kein weiteres Wort heraus.

    Ein Raunen ging durch die Menge, mehrere Kobolde waren gegangen, bis ein Zwerg aus der hintersten Reihe rief - "Nun spricht doch ihr Kieselstein !".

    Rotglühend funkelten die Augen des Troll den Zwergen an, der es gewagt hatte - ihn den großen Onir zu beleidigen. Onir erhebte sich und der Boden erbebte, die Kobolde wichen alle einen Schritt zurück. Der Troll stand erhaben über der ganzen Szenerie, kein anderer Troll war so groß und stark wie dieser, sogar Bromir war einen Kopf kleiner als Onir.

    Doch dann erschallte in einem markerschütternden Schrei Onirs Stimme.

    "Der Krieger ist ein KOBOLD !!!!"

    Ein großes Raunen ging durch die Menge, und für Kobolde typisch, klirrten in allem möglichen Tonfolgen die Stimmen der Kobolde zu einer einzigen Sprachsymphonie - als ein lautes "RUHE !" die Kobolde in ihrem regen Treiben unterbrach.

    Keiner wagte es in diesem Augenblick - den Troll auch nur ins Wort zu fallen. Zu sehr beeindruckt waren sie von der Masse, die diese Kampfmaschine auf die Waage brachte.

    Doch wieder erzürnte der Zwerg in der hintersten Reihe den Troll.

    "So, ein Kriegerkobold..." und laut prustend begann der Zwerg sich auf dem Rücken zu kugeln vor lauter lachen.

    Doch schneller als erwartet sprang Onir auf und mit ein, zwei Schritten erreichte er den immer noch lachenden Zwergen. Die Schneise schloß sich draufhin, die er durch die Kobolde gemacht hatte, die teilweise zur Seite gehechtet sind.

    Der Zwerg immer noch im Lachrausch wurde mit einer Hand von dem Troll aufgehoben, der noch immer unbeeindruckt von Onir sein Lachen nicht verkneifen konnte.

    "S C H W E I G ! ! ! !" gröhlte der Troll. Doch daraufhin schmetterte ein Hammer auf den Helm des Trolls, der fast genauso klang wie eine große Kirchenglocke.

    Unerwartet lies der Troll den Zwerg los, und während das Summen in dem Helm nachließ - richtete sich Onir auf.

    "Ich bewundere deinen Mut", sagte der Troll in einem ruhigen Ton

    Dieses Verhalten ließ den Zwerg verstummen und auch die Menge die diesem ungleichen Kampf beobachtete hüllte sich in Schweigen.

    Ramirezzzz der die Obelisken für ungestüme und unintelligent hielt, war fasziniert von diesem einem Krieger.

    Der Zwerg, der ebenso wie der Rest in Atla versammelten Truppe nicht mit dieser Reaktion gerechnet hat, äußerte sich in dem für Kobold unangenehm rauen Ton eines Zwerges.

    "Goloor Hammerschlag" - dabei deutete er auf sich selbst, dabei verbeugte er sich und ließ seinem Gegenüber das Wort.

    "Onir Allestöteles" sprach der Troll in ungewohnt sanfter Sprache, dabei verzog er seine Lippen zu einem leichten Lächeln.

    Der erst unangenehm scheinende Abend - eröffnete sich in ein großes Fest. Doch bevor dieses begann sprach Onir noch mal zu den Kobolden, in dem er sich auf den Bind-Stein stellte und folgende Worte rezitierte.

    "Gothi sprach - daß ein Kobold kommen würde. Ein Kobold der anders ist. Ein Kobold-Krieger. Dieser soll sich wenn es soweit ist - einer Gilde anschließen - und für sein Land kämpfen."

    Irgendwie realisierte Ramirezzzz in diesen wenigen Stunden, des darauffolgenden Festes, daß er es vielleicht sein könnte, den der Gothi meinte. Doch sicher war er sich nicht.

    Vieles in seiner Kindheit sprach dafür, vieles nicht. Er erinnerte sich an die Zeiten, in denen Fressan den Strand unsicher machte - er erinnerte sich aber auch daran wie sein Mentor ihn mit dem Schwert trainiert hatte.

    War das eine Vorbereitung ? War es Schicksal ?

    Viele Fragen taten sich in dieser Nacht ihm auf.

    Es sollte sein Leben verändern.


    Der nächste Morgen erwachte in einem kräftigen Rot und der Himmel war ungewohnt blau.

    Ebenfalls blau war unser noch angetrunkener Kobold.

    "Uff" dröhnte es in seinem Kopf, und er überlegte wie er denn hierhergekommen ist.

    - Und was hatte er an ?

    Seine Hand überprüfte reflexartig den Geldbeutel, der aber wie gewohnt an der linken Seite hing.

    Mit schweren Kopf erhebte sich Ramirezzzz und steuerte seinen in einer Nietenrüstung eingepackten Körper zum Waschraum. Dort mußte er jedoch zu seinem Entsetzen feststellen, daß das irgendwie nicht sein Waschraum war - und überhaupt kam ihm in der Umgebung nichts bekannt vor.

    Ein leichtes Husten vernahm er in der Ferne, es schien aus dem zweiten Stockwerk zu kommen und so kletterte er förmlich die Treppe hinauf. Dort lag eine Frau im Bett, eine Nordfrau und sie schien krank zu sein, denn neben dem schlichten Bett stand eine Schüssel voll mit Wasser und einem Laken. Ihr Kopf war gehüllt in nasses Leinen und sie jammerte kläglich.

    Neugierig wie ein Kobold nun mal ist, begab er sich zu diesem Mädchen, wie er feststellen mußte und begutachtete die Mitleidserregende Person.

    Sie lag eindeutig im Fieber - und während Ramirezzzz sich Sorgen machte, hörte er ein Knarren von hinten.

    Ein Blick verriet ihm daß da eine Frau war, ebenfalls eine Nordfrau, die wohl die Mutter war von dem kleinen Mädchen. Ihr Gesicht war getrübt und sie sah aus - als hätte sie sehr wenig geschlafen.

    "Wie ist euer Name" fragte sie ihn. "Ramirezzzz" erwähnte er beiläufig.

    Im Laufe des Gesprächs erfuhr er die ganze Situation und daß das kleine Mädchen an einer sonderbaren Krankheit litt, die allerdings nur mit Wasserschlangengift kuriert werden könne - doch ihr blieb keine Zeit dafür diese zu suchen.

    Gerade als er einstimmen wollte diese für Sie zu holen, hörte er ein bekanntes Geräusch.

    "Beim Bart meiner Mutter !" fluchte ein Zwerg aus dem unteren Stockwerk. Noch etwas benommen ging Ramirezzzz die Treppen hinunter, und jetzt erkannte er den Zwerg wieder - es war Goloor, Goloor Hammerschlag. Und plötzlich fiel ihm der gestrige Abend ein, ohhhh hatte er gezecht mit dem Zwerg.

    Dabei faßte Ramirezzzz sich wieder an den Kopf, der plötzlich zu pochen begann.

    "Könnt ihr mir helfen ?" klang die Stimme von oben - und ohne jegliche Überlegung nickte er ein und verließ das Haus.

    Der Morgen war gekommen und die Luft war frisch - bis auf die Speisereste die die Trolle am Vorabend haben liegen lassen, sah Atla wie eh und je aus.

    Jetzt erkannte Ramirezzzz auch wo er sich befand, war das doch das Haus in dem Waffen verkauft werden und ein Nordmann-Krieger-Trainer war.

    Dieser stand so mußte er feststellen gleich rechts von ihnen - allerdings ebenfalls mit einem etwas trüben Blick.

    Seine rauhe Stimme ertönte:

    "Ihr wisst wovon ihr gestern gesprochen habt ? Geht fort und beweißt das ihr ein Krieger seid."

    Ramirezzzz verstand das ganze nicht, doch als er was sagen wollte, blickte er nochmals an sich herab und bemerkte die Nietenrüstung erneut. Er mußte feststellen, daß diese wohl mehr Tragekomfort aufwies als die Lederrüstung, die er trug - als er Atla vor wenigen Morgen erreichte.

    Etwas tiefer hing auch seine Errrrdbeerklinge in einem Halfter zu seiner rechten.

    "Na haste dich lang genug betrachtet jetzt ?" klang es rauh aus dem Zwergenmund.

    Fürwahr, dachte sich Ramirezzzz - die Nietenrüstung - gefällt.

    So zogen unsere zwei Recken los und garnicht weit entfernt von Fort Atla sahen sie die gesuchte Wasserschlange.

    Nicht lange dauerte der Kampf und die Schlange fiel.

    Goloor war beeindruckt von der Schnelligkeit und Sicherheit die der Kobold beim Schwertschwingen aufwies. Doch er ließ es sich nicht anmerken.

    So erlegten den Rest Tages kleines Ungetier, daß so manchen Koboldjungen gefährlich werden konnte und mit der Zeit schien Ramirezzzz sich mit dieser Situation anzufreunden.

    Der Situation - daß er vielleicht doch der gesuchte "Kobold-Krieger" sein könnte.


    Kaum hatten Sie das Dorftor passiert, sah Goloor den Kriegerausbilder hastig zur Schmiede rennen.

    Es war ein sonniger Morgen und unsere beiden Wikinger wollten gerade zu Heilerin gehen um dort die toten Schlangen abzugeben, damit das kleine Mädchen geheilt wird, als eine Stimme von hinten leise flüsterte - "Psst".

    Goloor ging unverichterter Dinge weiter - doch die empfindlichen Ohren des Kobold vernahm das leise "Psst" und dreht sich um.

    Sein Blick ging ins Leere, nirgendwo ein Punkt auf den man hätte sich fixieren können. Diese Situation kam ihm unheimlich vor - doch diese unheimliche Stille wurde unterbrochen ...

    "Hey du Gnom ! - Willste Wurzeln schlagen ?" röhrte Goloor mit einem Lächeln auf den Lippen zu Ramirezzzz.

    Ohne weiter Gedanken an die Situation zu verschwenden lieferten sie bei der Heilerin die toten Schlangen ab, die das Gift aus der Schlange extrahierte und anfing ein Serum zu brauen.

    "Es wird wohl ein bischen dauern..." sagte sie in einem höflichen Ton.

    Die beiden drehten sich um, als ihnen der Krieger-Ausbilder entgegenkam.

    Der stolze Nordmann mit einer Narbe über dem Rechten Auge stand breitbeinig in der Tür. Wahrlich beeindruckend.

    "Und habt ihr euch entschieden" klang es trocken und monoton aus dem bartbewachsenen Gesicht.

    Eigentlich - hätte er als einer der wenigen der übrigen Errrrdbeerklingen und als ältester Sohn das Erbe antreten müssen - und die Dienste unter Loki führen müssen.

    Doch irgendwas in ihm sträubt sich dagegen - Ramirezzzz überlegte. Sein Blick war starr - und er atmete schwer.

    Goloor blickte zu Ramirezzzz rüber und bemerkte daß eine Veränderung in ihm vorging. Sein Blick verhärtete sich - es war einen Augenblick die Entschlossenheit in seinen Augen zu sehen.

    Mit den Worten "JA" erlöste Ramirezzzz Goloors Wissbegierde - und er fügte noch hinzu "Ich bin bereit - das Geschenk meines neuen Gottes entgegen zu nehmen."

    Ein leichtes Lächeln umgab den Kriegertrainer, der in einem Sack an seinem Ledergürtel versuchte irgendetwas dort herauszuholen.

    Mit den Worten - "Ihr habt Glück, ich habe diese Handschuhe segnen lassen" übergab der Krieger Ramirezzzz Tyrs gesegente Handschuhe.

    Als Ramirezzzz diese Handschuhe in Händen hielt - fühlte er sich von einer erdrückenden Last befreit - er fühlte sich stärker.

    Ja - es war soweit. Der Weg zum Krieger war ihm eröffnet.

    Doch noch in Gedanken schwelgend - bildete sich aus dem Sprachwirrwarr ein deutlicher Satz.

    "Ihr solltet nach Galpen gehen - ich kann euch hier keine weiteren Aufträge geben. Nehmt diese 10 Silberlinge und kehrt zurück wenn ihr den Trainer in Galpen besucht habt."

    Danach drehte sich der Nordmann flux um, und eilte Richtung Hütte.

    Goloors und Ramirezzzz Blicke trafen sich. Fragen standen in Ramirezzzzes Augen - und Goloors Augen strahlten vor Freude.

    "Warum leuchten deine Augen so ?" mußte Ramirezzzz kommentieren.

    "Na wenn du wirklich ein Krieger werden willst - mußt du erst mal stärker werden. Ein KOBOLD - pah !" Man merkte den Spott, doch kurz darauf prustete Goloor los und krümmte sich vor Lachen auf dem Boden.

    Unser Kobold fand das nicht witzig - und so ergriff Ramirezzzz die Initiative und packte Goloor am Ledergürtel und trug ihn raus.

    Goloor der diese Situation nicht erahnt hatte stockte in seinem Lachrausch - und rief nur noch "Lass mich runter - du blauer Wicht !".

    Draußen auf dem staubigen Boden, der von den Pferden die immer richtung Galpen ritten, ließ Ramirezzzz Goloor in den Dreck fallen.

    Sofort verstummte der Zwerg der mit entsetzen feststellen mußte daß er Dreck im Mund hatte.

    "Wüüaahhh... Pferdemist".

    Jähzornig wie der Zwerg war erhob er seine Hand und holte zu einem Kinnhaken aus, und die beiden prügelten sich quer durch Atla.

    Langsam fanden sich Schaulustige ein und lachten über das "ungleiche" Paar. Ramirezzzz konnte vielen Schlägen von Goloor ausweichen - dieser aber wiederum konnte viele Schläge von ihm mit leichtigkeit wegstecken.

    So ging das gute 5 Minuten, bis der Schmied dazwischen ging und die mittlereweile in Pferdemistgetränkten Wikinger auseinanderzog mit den Worten "Ihr versaut mein Geschäft - wenn ihr spielen wollt geht draußen spielen".

    Mit seinem muskelbepackten Oberarmen warf der Schmied die beiden stinkenden Kleinwüchsigen aus dem Bereich vor der Schmiede.

    Der Pferdemist klebte an unseren beiden Helden - als sie sich lautstark auslachten.

    Es war eine Freundschaft geboren - eine Freundschaft, und Ramirezzzz ist den Weg des Kriegers gegangen.

    Nachdem die beiden ihre stinkende Ausrüstung am salzigen Wasser des Strandes von Fort-Atla reinigten, setzten die beiden sich aufs Pferd um nach Galpen zu reiten.

    Unterwegs unterhielten sich die beiden und so stellte Ramirezzzz fest, das Goloor der Sohn eines Königes ist, der unter dem Berg wohnt.

    Goloor will den Weg das Donnerkriegers gehen, doch es war noch ein langer Weg bis dorthin.

    Und während die beiden ritten, ritt ihnen ein Troll auf einem gewaltigen Schlachtroß entgegen, und einer rießigen Axt auf dem Rücken und einem Schild - geprägt von einer Gilde.

    Das Symbol ein schwarzer Rabe auf grünem Hintergrund - war ihnen unbekannt, doch früher als erwartet sollten die beiden herausfinden, um welche Gilde es sich da handelte.

    Galpen war im eigentlichen Sinne keine Stadt, Galpen war viel mehr eine Aneinanderhäufung von Steinen, die durch 2 große Bogenförmige Monolithen - die als Eingangstor dienten, die Form eines Kreises annahmen.

    Bei so vielen Steinen fiel es garnicht erst auf, daß auch viele Trolle hier waren.

    Trolle dachte sich Ramirezzzz, rießige Steinklumpen ohne Hirn und Ahnung. Doch da entsann er sich wieder Onir Allestöteles und mußte seine Meinung revidieren.

    In Galpen angekommen, suchten sie den Trainer doch sie mußten feststellen, daß der Trainer nicht Vorort war - sondern wie sie in Gesprächen mit anderen erfuhren - sich dieser in Gna-Faste aufhielt - einem kleinen Aussenposten an der anderen Seite des Sees.

    So begaben sich die beiden ohne lang zu überlegen auf den Weg nach Gna Faste - und zwar den direkten Weg - mitten durch den See.

    Als sie etwa 3/4 des Sees durchschwommen hatten und Goloor mittlerweile laut fluchte: "Seit 2 Jahren habe ich nicht mehr richtig gebadet - und nun dass hier !!!" bemerkte Ramirezzzz wieder ein "Psst" in seinem Rücken. Schnell blickte er um sich, doch als er das grüne Monster erblickte, daß sich da durch das Wasser bahnte, ergriff ihn die Furcht. Mit einem lauten Schrei, machte er Goloor auf die drohende Gefahr aufmerksam, der wie - oh wunder - sehr wohl besser schwimmen konnte als vorher.

    Von Ramirezzzzs lautem Zuruf machten die beiden auf sich aufmerksam - worauf sich das grüne schwimmende Monster gleich in die Richtung der beiden bewegten.

    Lange blieb ihnen nicht mehr Zeit - der Strand war noch ein paar Meter entfernt, aber genauso weit war auch das garstige Biest.

    Mit unglaublicher Geschwindigkeit, erreichten die beiden völlig erschöpft den Strand. Njessi, so wie sich bald herausstellte - war dieses Monster, und dieses ließ von den beiden ab, als sie den Strand erreichten.

    Ein leichtes Stöhnen war zu vernehmen - als sich Ramirezzzz erhob und mit Erschrecken feststellen mußte, daß sich eine Schlange Richtung Goloor bewegte.

    "Dreh dich nicht um" - flüsterte Ramirezzzz Goloor zu.

    "Warum sprichst du so leise ?" gröhlte der Zwerg.

    "Steh auf !"

    "Die Stimme verloren ? HAAAAALLLLOOO ?!?!"

    Ramirezzzz deute mit seinem Finger in richtung Schlange.

    Goloor warf flüchtig einen Blick in die Richtung in die Ramirezzzz zeigte.

    "Ist doch nur eine Schlange". Doch als noch im mitten des Satzes war begann die Schlange sich auf Goloor zu stürzen.

    Die Schlange war flinker als Goloor, und so konnte sie ihm und seinen eher ungezielten Schlägen mit seinem Hammer ausweichen.

    Es mußte kommen wie es kommen mußte.

    Ein Biss in Goloors Wade ließ Goloor in wenigen Momenten taumeln.

    "GIFT !" konnte Goloor noch über die Lippen bringen - als Ramirezzzz sein Schwert gezogen hatte.

    Es sollte sich herausstellen, daß er wahrscheinlich der erwähnte Krieger war.

    Die Schlange zum äußersten gereizt, biss immer wieder zu und Goloor konnte durch seine Trägheit nur einen Bruchteil parieren und ausweichen.

    Schnell hatte der Kobold die Klinge gezückt und machte sich daran, die Schlange von Goloor abzunehmen.

    Goloor begann langsam zu wanken und man sah daß das Gift seine Wirkung zeigte.

    Ein schneller Schlag aus Ramirezzzzs rechten Arm und die Schlange blutete, jetzt allerdings hat sie sich ein neues Opfer gesucht. Ihn. Die Schlange war stärker als erwartet - und sie war schnell.

    Zu seinem Glück hatte er sich ein Schild gekauft, mit dem er den ein oder anderen Zustoß der Schlange abblocken konnte. Noch hatte sie Ihn nicht erwischt.

    Goloor torkelte in der Zwischenzeit zu dem Händlerhäuschen, doch schnell verlor Ramirezzzz ihn aus den Augen, die Schlange erforderte seine ganze Konzentration.

    Sie durfte ihn nicht erwischen. Sie war schnell dachte er sich. Verdammt schnell. Es war ein erbitterter Kampf zwischen Abblocken, zuschlagen, ausweichen und zurückweichen.

    Doch so wie es schien war die Schlange eine Nummer zu groß für Ramirezzzz, immer weiter wurde er zurückgedrängt und die Schlange gab nicht auf.

    War sie eine Mutter, die Ihre Jungen verteidigte ? Selten hat unser Kobold eine Schlange mit dieser Agressivität gesehen.

    Lange kann er das Tempo nicht durchhalten dachte sich Ramirezzzz, und die Schlange schlug zu - sie kam von rechts, von links. Und nur dank seiner hervorragenden Reflexe konnte er den Größten Schaden abhalten.

    Dann jedoch begann die Schlange einen Fehler zu machen, sie verhakte sich im Schild mit ihren Reißzähnen, doch der Rest des Körpers war noch wild am rumfuchteln. Und so bekam Ramirezzzz den ein oder anderen Schlag ab, der bei der Größe der Schlange doch erheblich Schaden anrichtete.

    Ihm standen die Schweißperlen auf der Stirn. Selten hatte er so eine Anstrengung gehabt - jetzt ist die Chance zuzuschlagen.

    Die Schlange hatte - so wie er es beobachten konnte in dem grünen Wirrwarr einen Zahn gelockert - sie würde ihn bestimmt jetzt angreifen - und vor allem sie war sehr nahe an ihm dran, fast zu nahe.

    Er mußte seine Taktik ändern. Noch war der Kopf der Schlange an dem Schild fixiert.

    Mit einer Drehung nach rechts, riss er sich und die Schlange auf den Boden. Das Schild von sich streckend stemmte er sich mit seinem Gewicht auf das Schild, unter dem der Schlangenkopf war. Doch die Schlange war stark und Ramirezzzz etwas zu leicht für diese Situation.

    Ein schneller gezielter Schnitt brachte den ungleichen Kampf zuende.

    Der Rest der Schlange zuckte durch die Gegend doch das gräßliche Zischen verstummte mit einem Mal - und die ganze Anstrengung machte sich über Ramirezzzz breit.

    Knapp war er seinem Tod entgangen, doch dann blickte er an seiner Errrrdbeerklinge entlang und mußte entdecken, daß seine Handschuhe 2 Löcher trugen.

    Erschrocken, nahm Ramirezzzz den Handschuh von seiner Hand und entdeckte Bisswunden, die nur von der Schlangen kommen konnte.

    Der Situation bewußt geworden, wurde ihm plötzlich ganz heiß - und als er sich umdrehte und in Richtung Hütte sah - bemerkte er wie sein Blick langsam einem Morgennebel glich.

    Er war vergiftet worden. Und es schien ein starkes Gift zu sein. Er wollte sich erheben, doch stellte er fest, daß ihn seine Füße nicht mehr trugen.

    Hier kann ich nicht liegen bleiben - dachte er sich und mithilfe seiner Waffe zog er sich mit letzter Kraft in die Nähe des Weges das quer zu dem Haus verlief.

    Dann fiel er in die dunkle Schwärze, die ihn plötzlich umgab.

    Kein Licht.

    Dunkelheit.

    Stille.


    Er wußte nicht wo er war, daß was ihn bedrückte war die absolute Schwärze die ihn ungab - er wußte nicht einmal wer er war - er wußte nur - daß ihn nichts umgab.

    Er sah einen Stern, in weiter Ferne.

    Ein gleißend helles Licht kam ihm aus diesem Stern entgegen.

    Was dieses Licht wohl bedeutet ?

    Doch ehe er sich versah, wurde ihm die Situation mit einem Schlag bewußt.

    Er - er war Ramirezzzz - der vor wenigen Augenblicken noch mit einer Schlange gekämpft hatte.

    War das sein Ende ?

    Es schien so.

    Doch das Licht machte sich unaufhaltsam auf den Weg zu ihm - und in wenigen Augenblicken würde er von dem Licht umgeben sein.

    Das war wohl das Ende - konnte sich Ramirezzzz nur noch denken, als er in das gleißende Licht eintauchte.


    "Bei dem Bart meiner Mutter - ER LEBT !" gröhlte eine arg verstimmte Zwergenstimme.

    Die Blicke klärten sich und langsam aber sicher nahm Ramirezzzz seine Umgebung war.

    Ihm war übel. Nie hatte er sich so gefühlt. Schwach, zu nichts fähig - und das Brennen unter der Haut - der alle Gegenstände zu einer unangenehmen Berührung werden ließen.

    Eine Stimme erklang - in einem angenehmen Ton, es war eine Koboldstimme - von so unsagbarer Schönheit - daß er sich trotz all den Schmerzen aufrichtete um die Koboldfrau zu sehen.

    Da stand sie - tatsächlich - das wahrlich schönste Wesen, in den letzten Wochen.

    "Ihr könnt froh sein, daß ihr lebt. Es ist ein Wunder!" sprach sie in einem sehr angenehmen Ton, die fast melodisch klang.

    "Nennt mich Sonnen, ich bin Shamanin und nur durch Zufall hier." entgegnete Sie, und verzog dabei ihr Gesicht zu einem großen Fragezeichen "Wie konntet ihr das überleben ?".

    "Wa ...

    Wawa...

    Waaaszss üb

    Waaaszzs überleb ..."

    Das ist die giftigste Schlange die einem Kobold über den Weg laufen kann. Ihr biß ist tödlich. Ihr seid der einzige der so eine Schlange überlebt hatte.

    Dabei trat Goloor in das Blickfeld des Kobolds.

    "Danke mein Freund, aber eigentlich hätte ich dich retten sollen - denn für uns Zwerge ist das Gift bei weitem nicht so schlimm - es verursacht Schmerzen, aber es ist nicht tödlich" meinte Goloor mit einem Augenzwinkern.

    "ER
    IST
    ES!"

    grollte es wie ein Donner aus dem hinteren Bereich des Hauses.

    Der Boden bebte als ein gewaltiger Troll den Raum betrat.

    "ICH - KRIEGER - AUSBILDER!"

    Kriegerausbilder überlegte sich Ramirezzzz benommen - doch dann klingelte es in seinem Kopf !

    "Stimmt - ii iich ich muß euch finden".

    "EHER - ICH HABEN DICH GEFUNDEN!" donnerte es aus der Kehle des Trolls, so daß sich Ramirezzzz fast die Ohren zuhalten mußte.

    Der Troll drehte sich um und verließ den Raum mit einem leichten Lächeln.

    Dann hörte Ramirezzzz nur noch die sanften Worte "Legt euch hin. Ihr müßt ein bisch...."

    "Er schläft" meinte Goloor noch zu Sonnen.


    --- to be continued ---

  2. #2

    Standard

    Gefällt mir gut bisher... auch wenn viele diese Gegenden garnicht mehr zu kennen scheinen.

    Nun mal weiter ans Werk... lass die Geschichte nicht abreißen nach Möglichkeit; da steckt noch viel drin.

    mfg
    Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, sondern viel Zeit die wir nicht nutzen.
    (Seneca)

  3. #3
    Mitglied Avatar von Aloevera
    Registriert seit
    Aug 2005
    Ort
    Hexenmeisterin

    Standard

    ich habe gerade deine geschichte gelesen und fand sie sehr gut. sie lässt so manches koboldherz höher schlagen. ich hoffe du schreibst noch daran weiter ... wenn nicht wäre es sehr schade denn ich würde gerne mehr von dem tapferen koboldkrieger lesen

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