Flecky der Nachtschatten
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Thema: Flecky der Nachtschatten

  1. #1

    Standard Flecky der Nachtschatten

    hallo
    Hier ist meine neuste Geschichte, zwar erst zum Teil fertig aber ich dachte ich zeig sie euch schon mal
    gruss heilt

    Gähnend und leise vor sich hinmuffelnd begann sich der Lurikeen auf seinem Bett zu bewegen. Anhand der Bekleidung aus weichem Leder die neben dem Bett lag, konnte der erfahrene Beobachter erkennen das es sich um einen Kämpfer der Nachtschatten handelt. Natürlich hätte niemand das Zimmer betreten können, ohne das es der Lurikeen bemerkt hätte, und dann sofort Gegenmaßnahmen ergriffen hätte. Die Kunst sich an einen Nachtschatten anzuschleichen beherrschten nur sehr wenige--und selbst die die das Kunststück schafften überlebten dies in der Regel eher selten.
    Mittlerweile hatte sich der Nachtschatten seine Hose und Stiefel angezogen, steckte seinen Kopf in die Schüssel mit Wasser die auf der Kommode stand und fuhr sich dann mit einer Hand durch seine zerzausten Haare, ohne das sich an deren Zustand irgentetwas änderte. Die Haare des Lurikeen waren etwas besonderes, nicht nur das sie wie eine Löwenmähne wild und zerzaust waren, sie waren regelrecht gefleckt und wirkten beinahe wie das Fell einer Katze. Und daher hatte der Lurikeen auch seinen Spitznamen in der Gilde Hibernia´s Blut bekommen. Sein richtiger Name war Caballero eHidalgo aber alle nannten ihn nur Flecky.
    Gekonnt wurde der breite Gürtel umgeschnallt, mit Handgriffen die 1000 mal geübt und dann in Fleishc und Blut übergegangen waren, wurden die 3 Dolche und das lange Rapier geortnet.
    Rasch kontrollierte er den sicheren Sitz der kleinen Lederbeutel die seine verschiedenen Gifte beinhalteten, diese mussten schnell greifbar sein um bei Bedarf rasch die Waffen neu zu vergiften. Wie viele Nachtschatten braute auch Flecky seine Gifte selber, die Zutaten kaufte er zum Teil bei den Händlern seines Vertrauens, aber manche speziellen zutaten beschaffte er sich auch selber, oder schickte den Druiden Heilt aus der Gilde los diese zu beschaffen. Denn Heilt war viel lieber in der Natur unterwegs, anstatt den Verteidigern des Reiches gegen die Feinde aus Albion und Midgard zu helfen.
    "Für sowas seit ihr jungen Hüpfer zuständig" pflegte Er dann meist zu sagen wenn das Thema abends bei einem Humpen Met in den geselligen Gildenrunden auftrat. Nicht das ihm das jemand krumm nahm--dafür war Heilt viel zu beliebt, und es waren stets genügent Streiter vorhanden, um eine Lücke auszufüllen. Sei es der aufbrausende Shar Fian Coechtachta oder der ruhige und besonnene Minotauren Hüter Stierkopf, auch der hochmütige Elfenmagier Flammentänzer hatte mit seiner Leerenmagie mehr als einem Reichsfeind das Fleisch von den Knochen geschält.
    Fleckys Blick trübte sich leicht als er an seine Freunde dachte. er würde sie eine Weile nicht mehr sehen--mit etwas Pech wohl nie mehr, denn gestern Abend wurde er zum Festungskommandanten gerufen, und der Auftrag der nun vor ihm lag war wahrlich unmöglich. Rasch lies er die gestrige Besprechung noch einmal Revue Passieren....
    Flecky stand vor Tür aus massiven Eichenbrettern die mit mächtigen Scharnieren an der wand befestigt war. Sie sah aus als könnte sie einem Rammbock wiederstehen--und genauso war es auch. Er drückte die Klinke runter und zog die Tür auf, und nahm die Szene in dem dahinterliegendem Raum mit einem raschen Rundumblick war. Der Kommandant der Festung saß an seinem Schreibtisch und sprach mit 3 Leuten die um seinem Tisch herrum standen. So prunkvoll wie die Rüstung des rechten Mannes am glitzern war, konnte es sich nur um einen Berater des Königs handeln, der mittlere war ein hochgewachsener hagerer ja fast schon ausgezehrt wirkender Elf aufgrund der Robe erkannte Flecky das es sich um einen Beschwörer handelte. Als Flecky die 3 Gestalt erkannte sog er hörbar die Luft ein. Blathnaid--die grosse Nachtschatten Ausbilderin hier in dieser Festung? Da musste mächtig was im Busch sein um seine alte Ausbilderin aus den Übungsräumen zu locken.
    "Um es ganz kurz zu fassen Caballero wir brauchen ihre speziellen Fähigkeiten in diesem delikaten Fall" ergriff Blathnaid das Wort und katapultierte einen fassungslosen Nachtschatten Jahre zurück in seine Vergangenheit.
    Flecky wusste nicht wer seine Eltern waren, denn er war der einzige Überlebende einer Schiffskatastrophe nahe Mag Mell. Es war eine stürmische rabenschwarze Nacht, die nur durch die Blitze erhellt wurde, die pausenlos niederzuckten. Eine der Wachen hatte vor etwa 2 Stunden gemeint draussen ein Schiff gesehen zu haben, aber erwartet wurde keins, erst in 3 Tagen sollt das nächste Postschiff aus Howth einlaufen, und so viele Schiffe erreichten Mag Mell nun auch nicht. Eine rasche Abfolge mehrere gleisend heller Blitze durchzog die Nacht, und lies das tosende Meer hell aufleuchten. Aus einem Wellental schoss plötzlich eine schnittige Jolle, Meisterhaft geführt trotzte sie dem Sturm und schoss auf Mag Mell zu.
    Bei der Geschwindigkeit würde sie bald im Hafen einlaufen, und so sties der alte Hafenmeister in sein Horn um die Stadt zu warnen (falls es Feinde wären), aber auch um kundzutun das man das Schiff bemerkt habe. In diesem Moment raste zuckend ein gigantischer Blitz aus dem Himmel und traf das Schiff mitten im Hauptmast. Hohe Wellen schlugen gleichzeitig seitlich gegen das nun lichterloh brennende Schiff und raubtem dem Hafenmeister die Sicht. Rasch tutete er in sein Horn. Lang Lang Lang Schiff in Gefahr Schiff in Gefahr. Innerhalb kürzester Zeit versammelte sich eine grosse Menge von Männern und Frauen im Hafen, es wurde versucht Fischerboote klar zu machen, um dem unbekannten Schiff zu helfen aber die mehr als raue See vereitelte jede Hilfe.
    Hilflos mussten Sie zusehen wie das Schiff der Wellen ausgeliefert war und hin und her schlug. Schreiende Gestalten sprangen in die wütende See um nie wieder aufzutauchen und mehr als einer der harten Seemänner hatte nasse Augen als sie sich schlussendlich abwanden, als das Schiff nach einer letzten hohen Welle nicht mehr zu sehen war.
    Am nächsten Morgen lag die See ruhig da wie ein Spiegel. Von dem Sturm der die letzten Tage so gewütet hatte zeugten nur die Algenbündel die am Strand rumlagen, und das ganze Strandgut von dem zerstörten Schiff. Zerschlage Fässer, zerborstene Planken, Fetzen der Segel und diverse Ballen. Auch die ein oder andere Leiche lag am Strand, und der Hafenmeister sowie viele Bewohner von Mag Mell rannten umher und (ja leider aber so ist das nunmal) plünderten das was ihre alten Besitzer nun nicht mehr brauchten. Plötzlich viel der Blick des Hafenmeisters auf ein merkwürdiges Gebilde das sich bewegte. Das was auf den ersten Blick wie ein Stück des Vormastes aussah entpuppte sich bei näherem als das Oberteil einer Wiege, die mit geteertem Segeltuch umwickelt und so provisorisch Wasserfest gemacht worden wurde. Plötzlich durchzuckte eine kleines krähendes Stimmchen die relative Ruhe, und die Bewegungen des Hafenmeisters wurden rascher und zielgerichteter. mit seinem Messer durchtrennte er die Bahnen Stoff und sah ein Lurikeenbaby das anscheind unversehrt aber ziemlich hungrig war. Ein Überlebender, der einzige Überlebender vom Schiff wie es aussah.
    Und was für merkwürdige Haare es hatte das Baby. Statt einfarbig wie normale Lurikeens hatte es wild gefleckte und gestreifte Haare wie es der Hafenmeister so noch nie gesehen hatte.
    Eine wasserfeste Rindenrolle lag in der Wiege, und zusammen mit dem Baby nahm der Hafenmeister sie mit, und brachte seinen Fund seiner Gattin.
    Und damit begannen für den kleinen Lurikeen die angenehmsten Jahre seines Lebens. Denn der Hafenmeister nahm ihn in seine Familie auf, denn selber konnte seine Frau keine Kinder bekommen. Auch Nachforschungen in Connla und Howth ergaben keine Lösung woher das Schiff gewesen war, denn es stammte aus keiner der Städte die zugang zum Binnenmeer haben. Auch das Baby war keinem bekannt, und bei den ungewöhnlichen Haaren hätte sich jeder daran erinnert. Sein Name war Caballero eHidalgo, soviel war aus der Rindenrolle erkennbar gewesen, aber selbst die Schriftart war ungewöhnlich und der Nachname gänzlich unbekannt. Kein Lurikeen kannte ihn, und das wo die Lurikeens untereinander zumindest lose riesige Freundeskreise besaßen und pflegten.
    Die Jahre gingen ins Land, und aus dem Baby mit zausseligen Haaren wurde ein 10 Jahre alter Junge mit noch zerzausteren Haaren. Diese Mähne zu bändigen hatte seine Pflegemutter nach vielen vergeblichen Versuchen aufgegeben. Caballero war hochgewachsen für einen Lurikeen seines Alters, hatte eine unglaubliche Fingerfertigkeit und war sehr geschickt. Dazu war er höflich und sehr hilfsbereit, und seine Hilfe wurde gerne angenommen denn was man ihm einmal zeigte erledigte er in der Regel rasch und tadellos.
    Und dann begannen die Probleme, sein Pflegevater der alte Hafenmeister wurde krank, genau wie gute 40% der gesammten Bevölkerung von Mag Mell. Es begann mit leichtem Husten, der stetig schlimmer wurde. Dazu bekamen die Kranken plötzlich nässende Wunden überall auf der Haut. Die Heiler wussten sich bald nicht mehr zu helfen, und es wurde um Hilfe aus Tir na nOgh gebeten, denn die Heiler aus der Hauptstadt waren weithin bekannt. Doch als die Heiler kamen, war es für einige schon zu spät, denn der Krankheitsverlauf wurde zum ende hin immer rascher, so als habe der Körper nicht genug Kraft um sich der Krankheit zu wiedersetzen.
    Der Hafenmeister hielt 4 Tage länger durch als alle glaubten, und zum Ende hin hatte der breitschultrige Kelte mehr als 30kg verloren, und wirkte im Gesicht wie der leibhaftige Tot.
    Nachdem er starb sah man Caballero niemals wieder lachen, und aus dem hilfsbereiten Jungen wurde ein in sich gekehrter. Seine Mutter konnte den Verlust ihres Mannes nicht überwinden, und starb 3 Monate nach ihrem Mann, und das gab Caballero den Rest.
    Er verlies das Haus seiner Eltern und stromerte in der Gegend rum, schloss sich einer Gruppe von Halbstarken an und machte mit ihnen die Gegend unsicher.
    Und dann kam der Tag als die Müllerstochter verschwand und es nach mehreren Tagen bekannt wurde das sie von der Gräfin in ihre Gruft verschleppt worden war. Die Müllerfamilie war über mehrere Ecken mit der Muire Familie verwand, und der alte Fluch der auf ihr lastete schlug gelegentlich auch in diese entfernten Zweige des Stammbaums aus.
    Rasch wurde ein Suchteam zusammengestellt, und Caballero der zufällig in der Schenke saß folgte ihnen.
    Tage später erreichte der Rettungstrupp Mag Mell, sie hatten das Mädchen tasächlich retten können und erzählten ware Heldentaten die sie vollbracht hatten. Caballero war unter ihnen, aber mehr als einer warf ihm komische Blicke zu. Die Heiler hatten alle Hände voll zu tun, denn die Gruftspinnen und Grabkriecher haben üble Gifte an sich.
    Bald rannten die wildesten Gerüchte durch Mag Mell, die sich alle um den Lurikeen drehten.
    "Ich sage euch der Junge ist nicht normal, er wurde von einer Spinne gebissen die grösser als ein Wolf war und ihr Gift hätte dem Schmied fast das Leben gekostet als er am Unterarm nur von Ihrem Zahn gestreift wurde. Caballero ist nicht mal am zittern gewesen, das Gift wirkte nicht an ihm. Und als er von dem einen Grabkriecher angegriffen wurde, nahm er den Kampf mit einem alten rostigen Rapier auf was er am Boden fand. Nachdem er einen Hieb in den Magen bekam drehte er regelrecht durch, er hat den Kriecher zerfetzt--regelrecht in Stücke gerissen hat er ihn".
    "Erzähl das von seinen Haaren" warf ein zweiter ein, "das war noch viel unheimlicher. Die Flecken und Streifen waren weg wie er in die Raserei verfiel, seine Haare waren feuerrot und standen ab wie Stacheln an einem Igel". Im laufe der nächsten Tage und Wochen wurde die Geschichte immer weiter aufgeblasen und verzerrter, und nach 2 Monaten kannte keiner mehr die Wahrheit sondern nur noch das Caballero im Alleingang die halbe Gruft zerlegt habe, und mit bloßen Händen sämmtliches Getier tötete und dabei irre lachte und brüllte.
    Also zog sich Caballero ganz aus Mag Mell weg und ging in die Hügel zwischen Tir na mBeo und Mag Mell. Dort lebte er mehrer Jahre abgeschieden und kam nur in die Städte wenn er was brauchte oder er Felle eintauschen wollte.
    Mit seinem 15 Lebensjahr änderte sich diese lage gewaltig. Mit 15 können sich nämlich alle Jugendlichen in Tir na nOgh bei den Trainern vorstellen, um in die grossen Kampf/oder Magierschulen aufgenommen zu werden.
    4 mal im Jahr öffneten sich die Türen für 1 Woche um neue Anwärter zu testen und aufzunehmen.
    In Tir na nOgh ging es hoch her, denn viele Familien waren aus der näheren und weiteren Umgebung gekommen, damit ihre Kinder sich den Trainern zeigen konnten und in die unterschiedlichen Schulen aufgenommen werden würden. Die Hauptstadt von Hibernia, die auch sonst gut besucht war, quillte über vor Menschen. Überall waren fahrende Händler und boten buntes Naschwerk und andere Leckereien an, Artisten und fahrende Barden unterhielten das Puplikum. Denn die Woche der grossen Aufnahmeprüfungen war eine einzige Fest-und Feierwoche. Alte Freunde trafen sich, sprachen über ihre alten Abenteuer und wie sich denn nun ihre eigenen Kinder machen würden.
    Auch Caballero eHidalgo war unter dieser lachenden und fröhlichen Truppe. Doch er war alleine, er hatte niemanden der sich bei einer Schule für ihn einsetzen würde, keiner würde auf ihn warten und mit ihm feiern wenn die Woche vorbei war, und es feststand welchen Weg er zukünftig gehen würde.
    Gähnend öffnete der alte Kelte die beiden grossen Portale und lies die junge Morgensonne in den Vorhof der Magierakademie scheinen. Noch war niemand zu sehen, aber schon bald würden die neuen hoffnungsvollen Anwärter kommen, um sich als spätere vollwertige Magier zu qualifizieren.
    Doch was war das? Vor den Portaltüren stand ja schon ein Anwärter, ein recht grosser Lurikeen, mit wildem zerzausten Haar. Er trug saubere Ledersachen denen man ansah das sie selbstgemacht waren, und einen Gesichtsausdruck den man mit besten Willen als Unsicher bezeichnen konnte. "Wo sind denn deine Eltern und Freunde" wollte der alte Kelte wissen. "Meine Eltern sind tot, und Freunde habe ich keine" kam die spröde Antwort. "Aber ich würde gerne Magier werden denke Ich. Viele Lurikeens werden doch Magier, und dann wird man auch wieder akzeptiert".
    "Kommt herein junger Herr, es wird noch etwas dauern bis die Trainer kommen, doch ihr könnt euch schonmal auf dem Übungshof umschauen".
    Caballero schritt durch die Türen, und betrat den grossen Innenhof, in einer gewissen Distanz waren die Magierschule zu sehen, sauber unterteilt in 3 Flügel einen für die Beschwörer, einen für die Mentalisten und dann der dritte für die Elderich. Er hoffte einen der 3 Haustrainer genügend zu beeindrucken um in die Schule aufgenommen zu werden.
    "Na was meint ihr wieviele neue heute kommen werden"? meinte Ena die Mentalistin und schaute ihre beiden Kollegen an. Aodh der Trainer der Elderichs grübelte kurz und meinte dann nur "Ich hoffe es sind wenigstens ein paar fähige dabei, letztes Jahr hatte ich mühe eine vernünftige Klasse aufzubauen". "Erinnert ihr euch noch an den fetten Kelten der unbedingt Beschwörer werden wollte?" warf Anwar ein. "Ich hätte niemals gedacht das wir mal über Nachwuchs sorgen müssten, aber dem hätte ich nichtmal beibringen können unfallfrei geradeaus zu laufen". Er sah aus dem Fenster und bemerkte einen Lurikeen auf dem Trainingsgelände. "Schaut mal der erste Anwärter ist auch schon da, da kann es ja jemand überhaupt nicht erwarten. Habt ihr gehört, der König selbst wird heute da sein, und sich unsere neuen Zukünftigen Magier ansehen".
    "Wow hohen Besuch also, Lugh Lamfhota verlässt seinen Thronsaal das ist ja auch mal selten" Ena war wirklich überrascht. "Wieso sollte ein König denn nicht auch mal sein Volk sehen werte Mentalistin" erklang plötzlich eine wohltöhnende Stimme hinter den 3 Magiern. Ruckartig drehten sich die 3 um, und sanken direkt auf die Knie, denn König Lugh Lamfhota stand mit seiner Leibwache hinter ihnen im Zimmer. "Steht wieder auf, das hier ist eure Schule und nicht mein Thronsaal, Ihr müsst hier nicht niederknien denn ich weiss auch so das ihr mir treu ergeben seid". Lamfhota durchquerte das Zimmer und blickte auf den Übungshof. Er stutzte kurz und blickte dann scharf auf den Lurikeen der auf dem Gelände stand. "Wer ist dieser Lurikeen da unten?" Und ohne auf die Antwort zu warten gellte sein Befehl durch den Raum. "Niemals mehr darf ein eHidalgo mit dem roten Hahn zum Magier ausgebildet werden".
    "Was ist denn los?" wollte Anwar wissen,"Wer ist denn eHidalgo?"
    Der König sah ihn kurz an, und sagte nur 3 Worte die alle in dem Raum erbleichen liessen. "Bedenke Magga Dar".
    "Ich dachte Magga Dar wäre nur eine alte Legende, es gibt doch überhaupt keine Hinweise das das Volk oder auch nur das die Insel jemals exestiert hat" warf Ena ein. "Junge Mentalistin ich war dabei, Ich habe mit eigenen Augen mitansehen müssen was der rote Hahn anrichten kann" Lugh Lamfhota sah seine 3 Magierausbilder ernst an. "Wer glaubt ihr denn hat alles an Nachrichten über diesen Vorfall vernichten lassen, Ich habe den wandernden Barden verboten auch nur darüber zu berichten. Es gibt genau 1 Aufzeichnung die alles ganz genau berichtet, und die befindet sich in meiner eigenen Bibliothek. Magga Dar darf niemals bekannt werden, die Folgen wären verheerend und wir haben schon mit einem Krieg genug zu tun". Mit diesen Worten drehte sich Lugh Lamfhota um und verlies das Zimmer.
    Anwar schaute seine Freunde an und versuchte verzweifelt seine Fassung wiederzu gewinnen, mehrmals setzte er an um etwas zu sagen doch sein Mund war staubtrocken. Rasch durchforstete er seine Gedanken nach dieser alten Legende, wenn sie wirklich war sein sollte--unfassbar. Ein ganzes Volk wurde damals ausgelöscht und ihre grosse Insel gleich mit ihnen. Niemand konnte soviel Energie in sich tragen, doch wenn der König selbst es sogar miterlebt hatte? Würde der König denn lügen?
    "Nahja vieleicht hat der kleine ja gar kein Talent" warf Aodh nach einigen Minuten in den Raum, " und das Problem erledigt sich von selbst".
    Caballero stand auf dem Übungshof und überlegte noch wie lange es wohl dauern würde bis die nächsten Neulinge oder auch die Lehrer kämen, als eine Tür aufging und 3 Robenträger auf den Hof traten.
    Es waren Elfen, und alle hatten einen Gesichtsausdruck als wäre ihnen der Tod begegnet. "Hallo ich bin Caballero eHidalgo und würde gerne Magier werden", und mit diesen Worten ging er auf sie zu.
    "Sachte sachte junger Lurikeen" warf die Linke ihm entgegen, "erstmal müssen wir deine Fähigkeiten testen. Sind in deiner Familie schon andere Mitglieder Magier?"
    "Ich bin ein Findelkind und weiss leider nur meinen Namen und sonst nichts über meine Familie". "Nah dann komm mal mit ich bin Anwar der Lehrer der Beschwörer, wir müssen erstmal testen ob du Mana in dir hast und ob du das einsetzen kannst. Obwohl in der Regel alle Lurikeens Manaträger sind gehen die Kriegerischen den Weg der Waffe, und als Fian benutzen sie keinerlei Magie. Also selbst wenn du kein Magier werden kannst hast du immer noch diesen Weg offen, oder du gehst zu den Trainern der Waldläufer und Nachtschatten. Versagen kannst du niemals, nur kann halt nicht jeder seinen Wunschweg wählen. Verstehst du das?"
    Anwar blickte dem Lurikeen ins Gesicht und musste krampfhaft vermeiden zu erröten. Nein Lügen war nicht seine Stärke, aber einen Befehl des Königs konnte man nunmal nicht umgehen. Und was meinte Lugh Lamfhota mit roter Hahn? Der Lurikeen neben ihn hatte zwar wild geflecktes Haar aber sie waren nichtmal rot. Eher Blond mit wilden Farbflecken und verrückten Schartierungen, aber Rot war nicht dabei.
    "Ok hier bleiben wir stehen, siehst du die 3 Zielscheiben da vorne? Ich möchte das du dich konzentrierst und einen Manapfeil auf die mittlere Scheibe wirfst. Du musst nicht versuchen die Mitte der Scheibe anzuvisieren, versuch einfach nur die Scheibe zu beschädigen. Wir wollen ja erstma testen ob du überhaupt Mana benutzen kannst."
    Anwar blickte sich um und sah seine beiden Freunde in einem kleinen Abstand hinter ihnen. Auch sie waren gespannt was passieren würde, vor so einem Bürschlein hatte der König solche Angst? Kurz darauf gab es einen leisen Knall, und die mittlere Scheibe bewegte sich leicht, Anwar schaute genau hin und bemerkte einen rußigen Fleck eine Handbreit oberhalb der Mitte. "Verdammt er hat Talent gleich so nah die Mitte zu treffen, und das wo er keinerlei Empfehlungen hat und völlig untrainiert ist. Der Rußfleck ist 2 mal so gross wie meiner als ich angefangen habe zu trainieren. Aber Befehl ist Befehl" dachte er bei sich. Auch Ena und Aodh machten große Augen.
    "Es tut mir leid Caballero, aber das was du zaubern nennst --nennen wir nur heftig wünschen. Du hättest mindestens ein Loch in die Scheibe schlagen müssen, du hast zwar Mana kannst es aber nicht genug fokussieren. Sowas kann man leider nicht lernen, das muss man von selber können" Anwar biss sich bei dieser Lüge fast auf die Zunge. Mit etwas Training würde dieser Lurikeen einen mächtigen Leerenmagier abgeben, aber der König verbot es.
    "Heftig wünschen? Ich zeige euch was heftig wünschen ist" und mit diesen Worten konzentrierte sich der kleine Lurikeen unglaublich stark. Und plötzlich wusste Anwar was der König mit dem roten Hahn meinte. Die Haare des Lurikeen flammten regelrecht auf, alle Flecken und Schartierungen waren weg, dafür standen die Haare noch wilder ab wie vorher und waren flammend Rot. Rasch sprang der Beschwörer zur Seite und blickte in Richtung der Scheiben. Eine Energiespähre hatte sich um alle 3 gebildet auf der Blitze zuckten und dann begann die Spähre heftig zu rotieren an. Kurz darauf gab es einen ohrenbetäubenden Knall und die 3 Ziele waren weg, auch unter den Scheiben war der Boden weg. Sauber war ein Halbkreis von 3 Metern Durchmesser entstanden in dem sich langsam die Fetzen der Ziele absenkten. Schwer atmend stand der Lurikeen neben ihm, die Haare nun wieder normal.
    "Verlasst sofort die Schule, mit eurer Unbeherschtheit könnt ihr niemals Magier werden" zitternd rief das Ena die entsetzte Mentalistin. Niemals hatte sie bei einem untrainierten Magier so eine Zerstörungskraft gesehen.
    Unvorstellbar so einen undisziplinierten jungen Mann zu trainieren, er wäre eine Gefahr für sich selbst und alle anderen. Der König hatte ganz recht gehabt als er verbot ihn zu trainieren.
    Mit hängendem Kopf ging Caballero durch das wie er es nun empfand "Tor der Schande" und stand erstmal bedröppelt auf der Strasse. Es war wieder passiert, er hatte seine Beherschung verloren und nun stand er da mit leeren Händen. Zu frustriert und halb gedemütigt ging er in die nächste Taverne und setzte sich an einen Tisch nahe der Wand. Er hatte nicht viel Geld dabei, das meiste was er für die schönen Dachs und Wolfsfelle bekommen hatte, die er gejagt hatte, war für das kleines Zimmer draufgegangen. Denn die Zimmer waren wärend der Woche der Lehrlinge gut besucht und entsprechend begeert und teuer.
    Die Taverne war so früh am Morgen nur schwach besucht, und so manch ein Gast sah aus als hätte er die Nacht hier verbracht, was aufgrund der Festwoche auch nicht verwunderlich wäre. Die Schankfrau kam gelangweilt vorbei und er bestellte sich einen Becher Met, betrinken wollte er sich nicht, nur etwas Mut schöpfen bevor er die nächste Schule aufsuchen würde.
    Eine gute Stunde später lief Caballero wieder auf den Strassen von Tir na nOgh, mittlerweile waren die Strassen wieder voller Menschen, und die Gilde der Diebe und Taschenräuber machte ein gutes Geschäft. Aber nicht nur sie, auch an den Marktständen ging es hochher, den in der Hauptstadt gab es natürlich eine riesen Auswahl an Gütern jeder Art. Selbst Beute aus Albion und Midgard wurde angeboten, und in den etwas abseitsgelegenen Gassen wurde mit Konterbande und Schmuggelware gehandelt. Doch an dererlei Sachen hatte Caballero kein Interesse, zielstrebig lief er zur Schule der Kampfkunst, und trat in einem Strom von Anwärter auf den grossen Hof. Doch anstatt von Zielscheiben wie bei den Magiern standen hier Trainigspuppen in einer langen Reihe, und immer wieder wurden sie von neuen Anwärtern attackiert, wäred sich ältere Krieger Notizen machten, und immer wieder den Kopf schüttelten und verschiedene Personen wegschickten. Doch für einen weggeschickten schafften es meist so 3-4 angenommen zu werden, und der Anfang der Schlange in der sich Caballero einreihen musste näherte sich langsam dem Schreiber der die Namen aufschrieb und die Kandidaten ihrem Platz zuwies. Fastziniert schaute Caballero einem Kadetten zu, der einem Anwärter einen Hieb mit einem schweren Zweihandhammer zeigte. "Der nächste bitte, wie ist euer Name und warum meint ihr ein Krieger werden zu können?" Überrascht schreckte Caballero aus seinen Gedanken hoch, er war so in das Kampfbild des Kadetten vertieft gewesen das er nicht bemerkte das er nun der Kopf der Schlange war. " Ich heisse Caballero eHidalgo und möchte Kämpfer werden, da mich die Magier nicht wollen", Caballero hatte lange überlegt ob er das sagen sollte, dachte sich aber das Ehrlichkeit in diesem Fall besser war als das es später mal herrauskommen würde und er dann ausgelacht und verspottet werden würde. Kurz schien es ihm als würde der Schreiber kurz stocken und ihn näher fixieren als er seinen Namen hörte. "Hmm Caballero, wenn dich die Magier hierhin geschickt haben können wir eine Laufbahn als Champion schon mal ausschliessen. In den letzten Jahren haben die Magier nahezu alles behalten und krampfhaft ausgebildet was auch nur ansatzweise Mana und Disziplin aufzuweisen hatte. Geh bitte in den gelben Bereich da hinten und melde dich an Puppe 44. Sag dem Ausbilder mit dem dichten Schnurrbart deinen Namen und das Ich dich als Schwertmeister oder Fian einstufen würde. Nicht als Champion, das ist wichtig. Champions brauchen Mana und das scheinst du nicht zu haben". Erst wollte Caballero wiedersprechen, aber die Angst wieder abgewiesen zu werden war zu gross, und so schluckte er nur und ging dann in die ihm zugewissene Richtung. Der ihm zugewiesene Ausbilder war ein Berg von einem Bolg, mindestens 2 mal so gross wie der Lurikeen und mit Armmuskeln die Caballero niemals auch nur im ansatz mit beiden Händen umfassen konnte. "Soso du willst also ein Kämpfer werden, für was für eine Klasse hat dich den Malek eingetragen" und mit einer Stimme die so tief klang als käme sie direkt aus einer Höhle blickte ihn der Bolg an. "Fian oder Schwertmeister meinte er wäre was für mich". "Hmm nicht eher Champion? Ihr Luris strotzt doch in der Regel nur so von Mana". "Nein Ich nicht, die Magier haben mich abgewiesen heute Morgen, anscheind bin ich wohl eine Ausnahme". "Nah mir solls recht sein" brummte der Bolg, fangen wir mal an deine Möglichkeiten zu testen. Hat einer der Leute aus deiner Familie schonmal als Fian oder Schwertmeister gedient? Oder weswegen kommst du auf die Idee es als Krieger zu versuchen?" "Ich weiss nichts über meine Familie, ich bin ein Findelkind das nach einem schweren Sturm in Mag Mell an Land gespühlt wurde. Alle auf dem Schiff sind damals ertrunken, ich kenne nur meinen Namen, Caballero eHidalgo". Wieder hatte Caballero das Gefühl als würde ihn der Bolg nun genauso ansehen wie der Schreiber, mit leichtem Entsetzen gepaart mit einer grossen Portion Neugier und etwas undefinierbarem -- Mitleid vieleicht? Aber genauso rasch wie der Gesichtsausdruck erschienen war, verschwand er auch schon wieder, und Caballero war sich nicht sicher ob seine eigenen Angespanntheit und Nervösität ihm schon Streiche spielten.
    "Na ok Kleiner schauen wir mal ob du Talent für eine Waffengattung besitzt. " 2 Handwaffen lassen wir denke ich mal weg, für ein Grosschwert oder einen schweren Hammer sind deine Handgelenke definitiv nicht ausgelegt, selbst durch jahrelanges Training würde sich am Knochenbau nichts ändern lassen. Es gibt Lurikeens die haben Arme denen das nichts ausmacht, aber die sind in der Regel seit Generationen immer Krieger gewesen, und der Knochenbau hat sich bei denen vererbt. Nimm dir mal 2 Sicheln da, ja genau die kleinen, denn die sind für einen Lurikeen gemacht. Jetzt greif die Puppe mal mit einer kombinierten Attacke an, einmal mit der rechten Hand und dann den Schwung ausnutzend direkt danach mit der Linken. Nein nicht so steif, wenn der Gegner deinen Schlag parieren würde bricht dir der Schwung deinen Unterarm. Jetzt schlag nochmal zu, aber halte die Waffen nicht so krampfhaft fest, sondern lockerer, ja und jetzt mehr Schwung mit der linken Hand". Grübelnd schaute der Bolg dem Lurikeen zu wie dieser 2-3 Minuten lang die Übungspuppe bearbeitete. "Ok Schwertmeister mit 2 Waffen ist nicht die beste Wahl für dich, du lässt keinerleich Grundzüge einer Technik durchblicken, jeder Feind hätte leichtes Spiel mit dir. Nun lass den Kopf nicht hängen, Schwertmeister wachsen nicht auf Bäume das sind echte Spezialisten. Leg die Sicheln wieder ab, ich denke das sind keine geeigneten Waffen für dich. Nimm dir mal ein Schwert und einen Schild und greif die Puppe dann mit gleichmässigen Hieben an, und nach jedem Hieb schützt du deinen Körper mit dem Schild". Wieder schaute der Bolg dem Lurikeen zu, und warf die ein oder andere Bemerkung ein wenn ihm was am Kampfstil nicht gefiel. "Ich denke nicht das jemals einer deiner Vorfahren ein Kämpfer war, du zeigst nicht das geringste Talent oder eine Begabung für eine der Waffen. Es tut mir leid aber du hälst das Schwert wie eine Frau einen Kochlöffel und das Schild ist stets da wo es dir nicht helfen kann. Ok versuchen wir es mit dem Speer, damit kannst du nicht viel falsch machen. Halte ihn so das du abwechselnd mit der stumpfen Seite nach den Beinen deines Gegners schlägst, und dann mit einer raschen Attacke den Oberkörper oder den Kopf angreifst".
    Diesmal brach der Bolg den Kampf gegen die Puppe schon nach einer knappen Minute ab. Mit einem knappen "Komm lass gut sein das wird so nix" rief er Caballero von der Puppe zurück. "Es tut mir leid Kleiner, aber du hast definitiv nicht das Zeug zu einem Kämpfer, jeder Feind würde dich in der Luft zerreissen, leider zeigst du nicht die geringste Begabung für irgendeine Waffengattung. Ich kann dich nicht in eine der Klassen aufnehmen, denn du würdest vieleicht nicht deinen ersten Kampf verlieren, aber spätestens den zweiten oder dritten. Du hast keinerlei Grundkenntnis oder Gefühl für eine der Waffen gezeigt. Meinst du nicht das vielleicht der Weg eines Schneiders oder Bogenbauer besser für dich geeignet wäre?"
    Caballero wollte aufbegehren und seiner aufkochenden Wut wieder freie Bahn lassen, aber er schluckte seinen Zorn hinunter, lies die Schultern hängen und drehte sich wortlos um. Er schaute sich nicht mehr um, denn sonst hätte er bemerken können wie der Bolg wütend auf einen Champion einredete der die Rüstung eines Kämpfers der königlichen Leibgarde trug.
    Wutendbrannt nahm der Bolg ein schweres Zweihandschwert und schlug die Übungspuppe mit einem Hieb in zwei Teile, der Obere Teil flog sich überschlagend davon. Ungläubig blickte der Champion den Bolg an, es sah aus als wollte er was sagen, doch der Bolg machte nur eine abwertende Handbewegung und verlies das Trainigsgelände. Alle Umstehenden blickten ihm nach, doch das alles bekam Caballero schon nicht mehr mit. Er war schon längst aus dem Tor geschritten und ging auf den nächsten Stand der alkoholische Getränke verkaufte zu.
    Die nächsten 2 Tage verbrachte Caballero frustriert auf seinem Zimmer, nur kurz ging er hinaus aber die fröhliche Menge die draussen feierte war einfach zuviel für ihn. Er hätte sich warscheinlich jeden Tag einfach sinnlos volllaufen lassen, aber dafür fehlte ihm einfach das Geld. Niemals würde er Schneider oder etwas ähnliches werden, und wenn er sich als Söldner einer Bande von Tagedieben anschliessen würde, er würde Waffen tragen soviel war klar. Als er am dritten Morgen müde seine Augen aufschlug stand in seinem Zimmer eine vermummte Gestalt, von der Grösse her ein Elf oder auch ein hochgewachsener Kelte. Caballero hob an was zu sagen, doch die Person hob nur die Hand, "Du hast dich heute zur Mittagsstunde in den Hallen der Tarner und Schleicher einzufinden, solltest du dich verspäten oder die Hallen von alleine nicht finden brauchst du gar nich erst zu erscheinen". Und nach diesen Worten drehte sich die Gestalt um und verschwand einfach so. Caballero war so überrascht und verdattert das er sich die Worte noch Minuten später immer wieder durch den Kopf gehen lies. Rasch blickte er aus dem Fenster, die Sonne stand schon am Himmel, resigniert rieb er sich seinen schmerzenden Kopf. "Verdammt hätte ich gestern doch nicht soviel Met getrunken" schalt er sich selber, aber es half nichts. Nach dem Sonnenstand schätzte er es auf gute 9 Uhr blieben ihm also knappe 3 Stunden für ein rasches Frühstück und dann die Gilde zu suchen. Natürlich war die Schule der Waldläufer und Nachtschatten jederman zugänglich an diesen Tagen, nur finden musste man sie halt selber. Das war die einzige Bedingung die die Trainer stellten. Jemand der nicht einmal diese leichte Aufgabe bewältigen konnte brauchte gar nicht erst vorstellig werden. Das hatte Caballero schon in den Tavernen in der Stadt erfahren. Eine gute halbe Stunde später trottet der Lurikeen durch die Stadt, seinen Magen hatte er mit einem raschen Frühstück gefüllt. 2 Stunden später suchte er noch immer nach der Schule der Tarner, und langsam wurde er verzweifelt. Die Zeit lief langsam aus, und er wusste nicht mehr wo er noch suchen sollte. Er wollte schon aufgeben als er eine verstohlene Gestalt sah, einen langen Bogen auf dem Rücken ging sie auf eine Gasse zu, die zwischen 2 Prächtigen Villen lag. Caballero zuckte mit den Schultern und wollte schon weitergehen als ihm ein Gedanke kam. Vieleicht ging dieser Waldläufer ja zur Schule, und führte ihn dann ungewollt dahin, von nicht verfolgen hatte der Bote ihm ja nichts gesagt. Mittlerweile war der Waldläufer in der Gasse verschwunden und Caballero beeilte sich ebenfalls die Gasse zu betreten. Vorsichtig folgte er dem Waldläufer und versteckte sich immer wieder in Hauseingängen oder hinter Kisten wenn sich der Kelte umdrehte. Er entwickelte regelrecht einen 7 Sinn dafür wann sich der andere umdrehen würde, und so konnte er ihm unendeckt folgen.
    Plötzlich betrat der Kelte ein Gebäude das nicht im geringsten anders aussah als die letzten an denen sie vorbei gegangen waren. Das hier sollte die geheime Gilde sein? Caballero wunderte sich, das Haus sah eher aus wie eine alte Lagerhalle aber egal. Er hatte sowieso keine Zeit mehr und wenn das hier das falsche Gebäude war hatte er eh alles verloren. Rasch blickte er sich einmal um, dann betrat er das Haus und war überrascht.
    Statt des erwarteten Lagerraums betrat er einen geräumigen Flur auf dem in mehreren abgewetzten Plüschsesseln finster aussehende Nachtschatten und ein hochgewachsener Barde saß.
    Einer der Nachtschatten stand grinsend auf und kam auf Caballero zu, "Lass mich raten du bist Caballero eHidalgo von dem wir jetzt schon so einiges gehört haben. Respekt das du es geschafft hast Bagadir zu folgen, er hat dich tatsächlich nicht bemerkt, ebensowenig wie du Dofet Dachse bemerkt hast die die ganze Zeit dicht hinter dir war". erschreckt fuhr Caballero herrum, und bemerkte zu seinem völligen Erstaunen das keine 5 Meter hinter ihm eine rothaarige Lurikeen Dame stand, einen Langbogen über den Schultern und 2 Messer im Gürtel. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht, er folgte unserem kleinen Dickerchen wirklich instinktiv" erklang die glockenhelle Stimme der Waldläuferin. "Ich bin nicht dick, das macht nur die Weste, die trägt auf" warf der Waldläufer beleidigt ein. Wildes rauhes Lachen erfüllte den Raum mit dem die Anwesenden diesen Einwand quittierten.
    "Ok ruhe jetzt, geh weiter durch die Tür davorne Caballero, Mavelle und Blathnaid erwarten dich da", und mit diesen Worten zeigte der Nachtschatten auf eine Tür die im Hintergrund halb verborgen lag. Unsicher unter diesen rauhen Gesellen die ganz anders waren als die Magier und Krieger durchschritt Caballero den Raum, er blickte noch einmal um sich und erhaschte einen aufmunternden Blick von der rothaarigen Waldläuferin, dann öffnete er die Tür und trat hindurch. Er betrat einen Raum der relativ gross war, vielleicht so 7 mal 9 Meter, in seiner Mitte stand ein grosser Tisch an dem 2 Elfen saßen. "Komm näher Caballero wir beissen dich schon nicht" rief die Elfe auf der linken Seite und winkte ihn zu sich herran. Auf dem Tisch lagen verschiedene Waffen, angefangen von den klassischen wie Bögen und Schwertern, diversen Messern und sogar kleineren Äxten waren auch Wurfmesser und Wurfsterne zu sehen. Selbst Drahtgarotten erblickte Caballero, und sogar irgendeine Vorrichtung aus Holz deren Verwendungszweck sich ihm völlig verschloss.
    " Ich bin Mavelle eine der Trainerinen der Waldläufer" sagte die rechte Elfe und wies auf den Tisch. Bitte nimm dir einen Bogen und spann ihn mal, danach zielst du mit ihm auf die Wand zu deiner Linken. Es geht dabei nicht um die Geschwindigkeit oder gutes Aussehen, Ich will nur wissen ob du Gefühl für einen Bogen hast. Warst du schonmal auf der Jagd und hast einen Bogen benutzt?" fragte sie interessiert.
    "Ich habe 3 Jahre in den Wäldern gelebt, aber ich habe nur Fallen und eine Steinschleuder benutzt. Ein Bogen zu bauen wollte mir nie gelingen".
    "Ok komm lass, du wirst mit einem Bogen nie so umgehen können wie du es als Waldläufer können musst. Blathnaid er gehört dir, aber das war uns ja schon im Vorfeld klar gewesen. Ganze 20 neue Waldläufer habe ich dieses Jahr nur bekommen, das ist viel zu wenig". Mit diesen Worten stand die Elfe auf, verlies den Raum und lies Caballero mit der anderen Elfe allein. Diese war in glattes altes Leder gekleidet, das eng an ihrem Körper anlag ohne sie einzuengen.
    Durchdringend blickte Sie Caballero an, der sich regelrecht durchleuchtet fühlte. Er ahnte das die Elfe mit diesem Blick innerhalb kürzester Zeit alles offensichtliche und warscheinlich selbst das weniger offensichtliche herrausgefunden hätte.
    Um diesem unangenehmen Blick loszuwerden trat Caballero wieder an den Tisch, nahm seinen ganzen Mut zusammen und fragte mit belegter Stimme" Soll ich jetzt wieder eine Waffe wählen, damit Sie mich nach draussen schicken können?"
    "Nein du brauchst keine Waffe wählen, Ich weiss sehr wohl welche Fähigkeiten du im Umgang mit Waffen hast, Wir sind über jeden deiner Schritte informiert, aber das ist im Moment egal. Gib mir bitte die blaue Brosche davorne, und die Halskette mit dem grossen grünen Stein". Kurz stutzte Caballero, denn wozu sollte das gut sein? Aber er wollte sich nicht die Chance verderben wenigstens in die Nachtschatten Gilde aufgenommen zu werden, also griff er erst die Brosche und dann die Halskette. Beidemale hatte er das Gefühl als würde er sich die Haut aufritzen, nicht wirklich unangenehm aber doch irgentwie störend. Er reichte der Elfe die beiden Schmuckstücke die diese mit ihren Händen in empfang nahm, Händen die in leichten Lederhandschuhen steckten wie Cavallero bemerkte. "Interessant also stimmen die Gerüchte über den wildgefleckten Lurikeen aus Mag Mell. Bitte zeige mir deine Handflächen, normalerweise müsstest du jetzt am Boden liegen oder doch mindestens Krämpfe und Schüttelfrost haben, aber deine Handflächen sind nur ganz leicht gerötet. Du hast wirklich eine hohe Resistenz gegen Gifte aller Art, von so etwas habe Ich noch nie gehört. Wenn du es schaffst deine unbändigen Wutanfälle in sinnvolle Bahnen zu lenken würde Ich dich gerne in die Gilde der Nachtschatten aufnehmen. Deine speziellen Fähigkeiten werden uns garantiert häufig von Nutzen sein, und du hättest endlich ein Zuhause und eine neue Familie".
    All dies ging dem Nachtschatten durch den Kopf als er in der Festung stand und auf seinen neuen Auftrag wartete. Er hatte schon viele Aufträge erledigt, die meisten der Kathegorie unmöglich oder nicht schaffbar. Doch stets hatte er seine Ziele erreicht, selten mit der geradeaus Methode sondern meistens mit Köpfchen. Er hatte sich nämlich den Rat von Blathnaid zu Herzen genommen und seine Berserkerwut in kontrollierte Bahnen geleitet so das sie ihm stehts halfen statt zu behindern. Mittlerweile hatte er seine Wut so gut im Griff, das er sie in den meisten Fällen gezielt einsetzen konnte, etwa um einen viel stärkeren Gegner zu überwinden, oder einer Falle durch reine Kraftanstrengung zu entkommen.
    "Diese Mission ist von entscheidener Bedeutung" hob der Magier an, "keinerlei Informationen dessen was hier jetzt gesagt wird darf jemals diesen Raum verlasse". Caballero schaute den Magier fassungslos an und begann dann schallend zu lachen, auch Blathnaid lachte und nach einem kurzen Moment fing auch auch der Berater in seiner schönen Rüstung und der Festungskommandant an zu lachen. Verwirrt blickte der Magier die 4 an "Was bitteschön ist denn jetzt so komisch? Was habe ich denn gesagt was solch einen Heiterkeitsausbruch hervorruft?"
    Flecky versuchte sein Lachen zu unterdrücken und richtet rasch seine Lederweste bevor er mit einer Stimme antwortete die immer wieder von unterdrücktem Lachern unterbrochen wurde.
    "Ihr habt noch nicht oft mit Nachtschatten zu tun gehabt, Oder? Ja meint ihr ich gehe hier gleich raus und erzähle unten in der Taverne meinen neuen Auftrag? So zwischen einem Krug Met und ner Hammelkeule? 90% meiner Aufträge sind streng geheim, und die restlichen 10% würde ich nichtmal meiner Mutter anvertrauen wenn sie noch leben würde. Ihr seht also das eure Geheimnisse bei mir sicher sind".
    "Nun denn junger Freund wenn das so ist..." wieder unterbrach der Lurikeen den Magier "und bitte hört auf so hochwohlgeboren zu reden. Sagt einfach worum es geht und lasst diese unnötigen Schnörkeleien weg".
    Blathnaid und der Festungskommandant grinsten, hatten sie doch schon Beide häufig mit dem Lurikeen zu tun gehabt und kannten daher seine direkte Art.
    Wütend funkelte der Magier den kleinen Nachtschatten an, überlegte kurz grinste dann und mit sehr knappen Worten schilderte er Fleckys Auftrag.
    "Mittelfestung Midgard Artefakt wertvoll". Hochmütig blickte er den Lurikeen an, und mit einer schwungvollen Handbewegung deutete er eine Verbeugung vor dem Nachtschatten an. "Knapp genug oder hätte der Herr Lurikeen gerne mehr Informationen?". Der Festungskommandant blickte fassungslos den Magier an, und Blathnaid und der Berater sahen sich an und lachten wieder schallend auf. Grinsend sah Caballero den Magier an und verneigte sich angedeutet vor Ihm. "Kompliment ihr habt mich tatsächlich erwischt, etwas mehr Informationen dürfen es dann doch sein".
    Und damit begann eine Krisensitzung wie sie die Grenzfestung schon lange nicht mehr gesehen hatte.
    "Wie ihr bestimmt wisst, hält die Streitmacht von Midgard seiner einiger Zeit die Mittelfestung von Molvik. Und weder die Albs noch unsere Mannen haben es bis jetzt geschafft sie ihnen wieder abzujagen. Nach unbestätigten Quellen und erpressten Aussagen von Gefangen besitzen sie angeblich ein Artefakt aus dem Minotaurenlabyrinth, das ihnen eine unbändige Stärke und Geschicklichkeit verleiht. Eure Mission wird es sein in diese Festung einzudringen und dieses Artefakt zu stehlen, denn wir können nicht zulassen das die wilden Horden aus dem hohene Norden uns so vorführen".
    Flecky setzte sich in einen Stuhl und schaute den Magier an, hob an etwas zu sagen und überlegte es sich dann wieder. Zweimal machte er noch den Mund wieder auf um etwas zu sagen und verwarf es dann doch wieder.
    "Ich soll ganz alleine in die Festung einsteigen und diesen Gegenstand erbeuten der warscheinlich strenger bewacht wird als Dagdas Harfe? Ihr wisst wirklich wie man einen Nachtschatten eine Sache schmackhaft machen kann. Gebt mir 2 Tage damit ich mich vorbereiten kann, dann porte ich nach Molvik und sehe was ich machen kann".
    "Der König selbst hat diese Mission in Auftrag gegeben und ausdrücklich euch für diese Mission angefordert" warf der königliche Berater ein. Flecky warf Blathnaid einen fragenden Blick zu, doch diese schüttelte nur kurz den Kopf und mit einigen kurzen Fingerzeichen gab er Flecky zu verstehen jetzt nicht nachzuhaken.
    "Wenn das alles ist meine Herren dann würde Ich sagen ist die Sitzung beendet" der Festungskommandant stand auf und reichte jedem die Hand. "Dann mal ein gutes Gelingen Caballero, und lass die Finger gleich von den Schankmädels. Deine Vorbereitungen auf Missionen sind ja langhin bekannt, nicht das sich wieder Beschwerden auf meinem Schreibtisch auffinden werden".
    Gerade als Caballero aus der Tür gehen wollte bemerkte er das Blathnaid im mit einer Handbewegung aufforderte draussen zu warten. Solche nichtssagenden Fingerbewegungen beherrschte und verstand jeder Nachtschatten, denn nicht immer konnte alles offen gesagt werden was wichtig war. Also verlies Flecky den Raum, und kniete sich draussen neben der Tür hin, und richtete in aller Seelenruhe erstmal die Verschnürung seiner Stiefel. Er spührte mehr als das er es sah wie Blathnaid an ihm vorbei ging und mit leiser Stimme ein "Morgen abend im Gildenhaus, 8 Uhr" sagte. Blathnaid war wirklich ein Meisternachtschatten und wenn Sie nicht bemerkt werden wollte--nunja dann war Sie halt nicht da. Als Caballero aufblickte konnte er seine alte Lehrerin schon nicht mehr sehen, diese war auf ihrer unnachahmlichen Art schon verschwunden.
    Nunja jetzt war es schon reichlich spät geworden, er würde auf ein oder 2 Becher Met oder Bier in den braunen Bären gehen, und sich dann in die Falle hauen. Morgen würde er sich dann in aller Ruhe um seine Ausrüstung kümmern und am Abend dann Blathnaid aufsuchen. Um was es sich wohl handeln würde? Hatte Sie vieleicht noch Informationen die ihm bei dem Auftrag helfen würden? Möglich wäre es schon, aber doch eher unwarscheinlich, denn die Besprechung war sehr detaliert gewesen, und selbst der Berater hatte wichtige Informationen besessen und bereitwillig preisgeben. Was an sich schon ein Wunder gewesen war, denn ansonsten sind die Männer und Frauen in solchen Rüstungen mehr als hochnäsig und von sich eingenommen. Doch dieser hatte einen wachen Geist und reichlich Witz besessen.
    An das alles musste der kleine Lurikeen am Morgen denken, und verlies das Zimmer. Zuerst würde er ins Gildenhaus porten und einige Sachen die er auf seiner letzten Mission erbeutet hatte in eine der grossen Truhen legen. Es gab immer wieder Neulinge die sich an diesen Sachen erfreuten, zum Teil benutzten auch die Handwerker der Gilde alte Sachen um sie zu verwerten oder auszubeuten. Was mit diesen Sachen geschah war Flecky im Grunde egal, hauptsache seinen Freunden von Hibernia´s Blut gings gut. Dann würde er die Alchemistenausrüstung von Viti benutzen und einige seiner Gifte aufzufrischen, denn bei diesem Einsatz musste er sich blind auf seine Sachen verlassen können.
    Als Caballero dann am Abend in die Nachtschattengilde eintrat erwartete ihn die übliche Kulisse, eine Mischung von Arroganz und Selbstbewusstsein gepaart mit solider Überheblichkeit und Galgenhumor. Blathnaid hatte ihm mal gesagt das Tarner aller drei Reiche darin völlig gleich seien. Sie waren eine Elite die meistens im Geheimen agierte und nur in den seltensten Fällen wurde bekannt wer was gemacht hatte, so das man einfach selbstbewusst sein musste--in ihrem Job gab es nur 2 Möglichkeiten--man war verdammt gut oder tot. Flecky schaute sich rasch um, konnte aber keinen seiner Bekannten oder Freunde sehen so das er den Raum durchquerte und direkt auf das Arbeitszimmer von Blathnaid zusteuerte.
    Gerade wollte er anklopfen aber da öffnete sich schon vor ihm die Türe, wie immer von ganz alleine und sie würde sich auch von alleine hinter ihm schliesen. Er wusste das das nur ein Trick von Blathnaid war--aber es war trotzdem jedesmal wieder etwas unheimlich.
    "Caballero nimm dir ein Glas Wein und setz dich bitte" und mit diesen Worten zeigte Blathnaid auf einen Tisch der rechts an der Wand stand "Ich muss hier noch eben was schreiben dann habe ich Zeit für dich".
    Flecky ging zu dem Tisch und überlegte kurz, genervt blickte Blathnaid auf und mit einem "Meine Güte ja du kannst sie trinken, es ist kein Gift weder an den Gläsern noch im Wein. Ich musste dich damals testen, kannst du das denn nicht einmal wenigstens vergessen? Ich konnte die Berichte die ich von dir hatte nicht glauben, aber dazu komme ich gleich. Nimm den rechten Rotwein, er kommt aus den Bergen bei Howth und ist soweit ich das weiß deine Lieblingssorte". Caballero wusste das Blathnaid alles über ihre Nachtschatten wusste was es zu wissen gab--und zum Teil auch weit darüber hinaus. Ihr Netzwerk von Informanten und Zuträgern war selbst in Albion und Midgard ziemlich dick, und es hies das nichtmal ein Troll in den verschneiten Heimatbergen furzen konnte ohne das es Blathnaid riechen würde.
    Trotz der Versicherung roch Flecky an dem einen Weinbecher, natürlich trug er dünne Lederhandschuhe die es einem Kontaktgift unmöglich machten in seinen Blutkreislauf zu gelangen. Dann goß er sich den Becher halbvoll und ging lockeren Schrittes zu Blathnaids wuchtigem Schreibtisch.
    Diese faltete den Ordner zusammen an dem Sie gerade noch gearbeit hatte, und sah ihn missmutig an. "Alleine trinken ziehmt sich nicht, ich dachte schon das du mir einen Becher mitbringen würdest".
    "Wer sagt denn das ich das nicht gemacht habe?" Und mit einer schwungvollen Bewegung seines linken Handgelenks kam ein Becher mit einem goldenen Wein zutage. "Du immer mit deinen Taschenspielertricks" grinste Blathnaid, machte dann aber eine überraschend ernste Miene.
    "Ok, setz dich Ich habe dir einiges zu erzählen. Ich habe eine Weile überlegt ob ich dir diese Informationen geben soll, oder sie nicht doch lieber in tiefster Vergessenheit hätte lassen sollen. Um es vorweg zu nehmen, als du damals nach Tir na nOgh kamst warst du weder für Mavelle noch Mich gänzlich unbekannt. Seit dem Vorfall im Muire Grab warst du unter einer lockeren Überwachung, und wir waren über deine Fähigkeiten unterrichtet. Trotzdem warst du für uns ein mehr als unbeschriebens Blatt, denn selbst wir konnten keinerlei Informationen herrausfinden über deine Eltern oder Verwandte".
    Caballero schaute Blathnaid fassungslos an und stürzte dann seinen Wein hinunter, stand auf und schenkte sich einen neuen Becher ein, auch Blathnaid hielt ihm ihren Becher hin und der Lurikeen fühlte auch ihn mit Wein. Er wollte etwas sagen doch Blathnaid unterband es mit einer Handbewegung, "Du hörst jetzt nur zu, für Fragen ist später Platz. Ok wo war ich stehengeblieben? Ahja das dich dein Weg zu den Magiern führte ist nicht weiter verwunderlich, denn als Lurikeen hast du Magie in dir, und mehr als genug wie du ja selber weisst, auch wenn es da in der Vergangenheit einige Fehlinterpredationen gab. Nach deinem Abgang bei den Magiern hast du übrigens mächtig Eindruck gemacht, die Novitzen die deinen Krater zuschüppen mussten fluchten ganz gewaltig. Der Nachtschatten der das alles beobachtet hat in meinem Auftrag schwor Stein und Bein das er zum ersten Mal vor einem Magier Angst gehabt hat--vor dir!"
    "Aber Ich bin doch kein Magier, die 3 haben doch gesagt ich hätte nich genug Mana oder Selbstbeherrschung" warf Flecky ein.
    "Alle drei haben sich ein Bein ausgerissen um dich in ihre Schule zu bekommen. Als du den ersten Abend in der Taverne gesessn hast waren alle 3 beim König und baten darum dich aufnehmen zu können. Richtiggehend gefeilscht hatte sie aber der König hat ihnen verboten dich zu trainieren. Er hat es JEDEM Trainer verboten dich zu trainieren und in eine Schule aufzunehmen. Der Firbolg bei den Kriegern hätte fast einen Champion der Palastwache geschlagen weil er dich so anlügen musste auf Befehl der Königs. In seinem Bericht stand das er einen so fähigen Neuling noch nie erlebt habe. Egal ob mit 2 Waffen wie ein Schwertmeister noch mit Schwert und Schild oder Speer wärst du ein Naturtalent. Er hielt es für die grösste Vergeudung von Talent dich nicht auszubilden".
    Flecky blickte geschockt Blathnaid an, irgentwie wurde gerade sein ganzes bisheriges Leben in Stücke gerissen, aber einige Puzzelteile passten plötzlich ganz neu zusammen. "Wenn mich doch niemand ausbilden durfte--warum habt ihr mich dann zu euch bestellt?" wollte er wissen, auch wenn er die Antwort darauf schon halb ahnte.
    "Weil wir Tarner sind, und Mavelle und Ich Wege gehen müssen die nicht immer offensichtlich sind. Du weisst selber das die Masse niemals das Zeug dazu hat Waldläufer oder Nachtschatten zu werden, dazu braucht man mehr als nur Muskeln oder Mana. Jeder von euch ist Spezialist auf unterschiedlichen Gebieten, und nur dauf kommt es an. Ich habe jetzt die letzten 10 Jahre damit verbracht mehr über dich herrauszufinden, und glaube mir ich habe mir wirklich Mühe geben müssen. Ich konnte einiges in Erfahrung bringen, hatte mir schon anderes dazu interpretiert bis ich dann vor 2 Wochen die ganze Geschichte erfahren habe. Das du was besonderes bist war uns ja allen klar, aber wie besonders nuja. Zum einen du bist Adelig, genauergesagt alter Lurikeen Hochadel, und eigentlich müsste ich jetzt vor dir niederknien. Deine Familie stellte Jahrhunderte lang die Leibgarde des Königs, deine Haare beweisen das du ein eHidalgo bist, denn sie sind das Zuchtergebnis auf das deine Sippe hinausgearbeitet hatte. Leider sind sie damals über ihr Ziel mehr als hinausgeschossen".
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  2. #2

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    Gefällt mir, freu mich auf die Fortsetzung
    Ywain
    Chanti
    open
    Origins/Genesis
    Hibster : Chanthi (Hero), Chanti (Druid)
    inaktiv
    WoT
    Chanti
    inaktiv


    »Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.« (Jacques-Yves Cousteau)

  3. #3

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    Alles fing vor über 1000 Jahren an, die damalige Siabre Königin hatte den Vorfahr von König Lug mehr als einmal herausgefordert, und die Angriffe der umherschweifenden Siabres wurden immer wüster. Daraufhin startete der König einen Feldzug gegen die Siabres, und sie zogen Richtung Cullenmoor. Die Siabres hatten starke Verteidigungsanlagen vor dem Moor errichtet, und so gab es schwere Kämpfe die sich Tagelang hinzogen, doch letztlich mussten sich die Siabres zurückziehen, die kombinierte Streitmacht aus Elfen, Kelten Lurikeens und Firbolgs war einfach zu stark. Die Hibernia Streitmacht verfolgte die Siabres tief in ihr Moor, und dabei gelang es diesen den König mit einer Handvoll seiner Leibwache in einen Hinterhalt zu locken und vom Rest der Armee zu trennen. Der König hatte nur 15 Mann an seiner Seite und ihnen standen fast 100 Siabres gegenüber die vom Champion der Siabre Königin angeführt wurden. Der Kampf war furchtbar, denn die Leibwache des Königs waren die besten Kämpfer des ganzen Reichs, und bevor einer von ihnen fiel, streckte er mindestens 5 Feinde nieder. Doch die Übermacht war zu groß und zum Schluss standen dem König nur noch 2 Man zur Seite, eine Firbolg Schwertmeisterin mit Namen Esmeralda Eichenblatt und dein Ahn Pandrake eHidalgo. Beide bluteten uns unzähligen kleineren und größeren Verletzungen, waren aber gewillt niemanden zum König durchkommen zu lassen. Ihnen standen noch ein dutzend Siabres gegenüber und der hünenhafte Anführer. Dein Ahn hatte seinen Helm verloren, und so konnten Esmeralda und der König das nun folgende Ereignis gut beobachten. Zu diesem Zeitpunkt gab es in deiner Familie gelegentlich folgende Anomalie in den Haaren, einzelne Flecken oder Farbschartierungen in dem ansonsten meist Sandfarbenem Haar. Wie die 3 also so da stehen konzentrierte sich dein Ahn unglaublich, er wusste der König würde fallen wenn Esmeralda und Er es nicht schaffen würden diese Feinde zu stoppen. Und dann war es, als würde sich eine verborgene Zugangstür in seinem Geist öffnen, plötzlich durchzog ihn eine regelrechte Energiewelle, sein schwerer Zweihänder wog nicht mehr als eine Feder und die Feinde bewegten sich wie in Zeitlupe—und dann griff Pandrake an.
    Für den König und Esmeralda sah das ganze so aus, Pandrake stand beinahe 1 Minute regungslos und in sich versunken da, dann flammten plötzlich die beiden Flecken links und rechts an seinem Kopf feuerrot auf und er rannte wie wahnsinnig auf die Gegner zu. Als erstes griff er den Anführer an, auf dem Weg zu ihm schlug er mit einer verächtlich wirkenden Bewegung einem Siabre den Kopf ab und mit einem Handgelenksdreh öffnete er einem 2 beide Oberschenkel bis zum Knochen. Der Anführer war nicht umsonst der auserkorene Champion der Siabre Königin gewesen, und ein mehr als erfahrener Kämpfer, aber er muss ausgesehen haben wie ein Schuljunge. Pandrake tötete ihn, nein er zerlegte ihn regelrecht denn er war wie in einem Rausch“.
    Flecky schluckte und trank den Rest Wein der noch in seinem Becher war. Blathnaid sah ihn an „Nah kommt dir das bekannt vor? Genau wie bei dir damals in der Muire Gruft, unbändige wilde Kraft. Aber es geht noch weiter, etwas Wein noch bitte“.
    Als der Siabre Champion fiel drehten sich die restlichen Siabres um und wollten fliehen, doch bevor sie weit genug weg waren erwischte Pandrake noch 2 weitere und tötete sie.
    Dann sank er auf die Knie, hielt sich noch kurz an seinem Schwert fest und brach dann komplett zusammen. In diesem Moment kam eine Einheit der Armee die den König suchte, und es waren Druiden und andere Heiler dabei die sich sofort um alle kümmerten, denn auch der König war verwundet gewesen hatte er doch Seite an Seite mit seinen Leuten gekämpft. Aber zuerst liefen alle zu dem Lurikeen Champion und erschraken zutiefst als sie ihn sahen. Dieser kurzzeitige Energieschub hatte seinem Körper zuviel abverlangt, seine Haare waren schlohweiß und aus dem jungen starken Krieger war ein alter Mann geworden, dieser Kampf hatte ihm 30 Jahre seines Lebens gekostet“.
    Flecky schreckte hoch, auch er hatte schon öfters diese Fähigkeit genutzt, würde er auch plötzlich so altern? Fragend sah er Blathnaid an und wollte gerade den Mund öffnen als im seine Trainerin zuvorkam.
    „Fragen später, lass mich weiter erzählen. Nach diesem Kampf ergab sich die Königin wenige Tage später der Gnade des Königs, zu viele ihrer Truppen waren tot oder so verletzt das sich nicht mehr kämpfen konnten. Und ohne ihren Champion fehlte ihr auch der erfahrene Anführer. Seit diesem Kampf ist es den Siabres verboten eine größere Armee aufzustellen, oder auch nur das Cullenmoor zu verlassen. Auch wenn das mittlerweile nicht mehr so ganz stimmt, wenn man an die Siabre Clans in den Silberminenbergen und an anderen Stellen denkt, wo man sie mittlerweile auffindet.
    Die Alchemisten und Bannzauberer des Königs und deiner Familie machten sich dann gemeinsam daran herauszufinden was mit deinem Ahn passiert war, und gemeinsam kamen sie nach monatelangen Experiment auf einen gemeinsamen Nenner. Diejenigen aus deiner Familie die Flecken oder Schattierungen ihrer Kopfhaare besitzen haben die Möglichkeit bei starker Konzentration einen winzigen Teil der Schleiermagie zu nutzen. Allerdings war der Preis für diese Nutzung sehr hoch, denn kein lebender Körper ist für eine so starke Energie ausgelegt.
    Leider hinderte das deine Familie nicht daran nun gezielt auf diese Flecken und Schattierungen hin zu züchten. Leider muss man wirklich züchten sagen, denn laut den alten Aufzeichnungen die ich gelesen habe führten sie sogar Buch darüber wer mit wem das Bett teilen sollte und ob es erfolgreich war. Und die ersten Ergebnisse waren mehr als zufriedenstellend. Sie schafften es die Flecken nahezu jedem Neugeborenen zu verpassen, und durch viele Versuche fanden sie Möglichkeiten nur geringste Teile der Schleiermagie zu nutzen. Pendrake hatte seine ganze Existence dem König verschrieben, sein eigenes Leben interessierte ihn in diesem Moment nicht. Die eHidalgos fanden heraus das wenn man sich nur etwas konzentrierte kurzfristige Energieschübe möglich waren. Einem Magier gelang es dann doch noch einen Zauber zu weben, ein Krieger konnte dann die eine entschiedene Attacke starten oder sein Schild rechtzeitig heben.
    Und wo ich gerade von Magiern rede, hier liegt der Unterschied in den Haaren. Krieger hatten immer Flecken in den Haaren, bei Magiern waren es Schattierungen. Warum das so war konnte keiner herausfinden. Sie versuchten alles um einen vollkommenen Kriegermagier zu erschaffen, also einen mit Flecken und Schattierungen. Das war das erklärte Ziel der eHidalgos“.
    Flecky fuhr sich mit einer Hand durch seine Mähne, er hatte Flecken und Schattierungen, war er also das Ergebnis jahrhunderter langer Züchtungen? Er schaute in seinen leeren Becher und überlegte ob er es riskieren konnte noch etwas mehr zu trinken, denn morgen wartete ja der Auftrag in Molvik auf ihn. Er schaute Blathnaid fragend an, und die hob eine Augenbraue und reichte ihm ihren Becher. Ok, einen konnte er noch trinken aber mehr nicht, sonst würde er es morgen früh bedauern. Er füllte beide Becher und Blathnaid erzählte weiter.
    „Dummerweise hatten die eHidalgos etwas Wichtiges vergessen, etwas das jeder Viehzüchter aus den Bergen bei Howth weiß. Mann darf nicht nur in einer Blutlinie züchten, denn dadurch werden auch die ne ativen Eigenschaften stärker, und zwar meistens in einem größeren Rahmen wie die erwünschten. Aber das war den eHidalgos egal, und so kam was kommen musste.
    Es wurden immer öfters tote oder schwer verkrüppelte Kinder geboren, aber auch normale Babys mit den erwünschten Haaren. Doch leider waren diese Kinder instabil in ihrer Psyche. Gerade die Krieger unter ihnen neigten zu großer Aggression und plötzlichen Wutausbrüchen, und aus den einstigen Elitekriegern des Königs wurden regelrechte Berserker die man einfach in die Richtung der Feinde drehen brauchte. Bei den Magiern schien sich das nicht so stark auszuwirken, wahrscheinlich hatten sie sich aufgrund der Studien und der etwas höheren Intelligenz einfach nur besser im Griff. Und diese Flecken und Schattierungen wurden wegen ihres roten Aufflammens als ^^Roter Hahn^^ bezeichnet.
    So und dann vor 500 Jahren verschwand deine Familie spurlos, es gibt keinerlei Informationen mehr aus jüngerer Zeit. Selbst die alten Unterlagen waren nur Bruchstückhaft und voller Lücken, die ich aber nach und nach füllen konnte. Das einzige was ich hier und da aufschnappen konnte war Magga Dar“.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  4. #4

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    liest sich ganz gut und macht lust auf mehr, hoffe da kommt noch was

  5. #5

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    hallo
    danke fürs feedback
    klar kommt noch mehr, allerdings erst in einer woche
    hab diese woche frühschicht und da nimmt mich meine familie am nachmittag doch derbe in anspruch
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  6. #6

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    Als ich ebend sah, dass du hier wieder gepostet hast hab ich voller vorfreude drauf geklickt um zu erfahren was es neues über die Flecky und die eHidalgo's zuerfahren gibt, und natürlich ob MissionMolvik ein erfolg war... und dann nur so was *schmoll*
    T r o l l - R a s s e n - F ä h i g k e i t : C h a r m

    T u n a - W i l d l i n g - H ö h l e n t r o l l - M i d g a r d - B l u t w o l f - R u d e l f ü h r e r (AD)

    R e i c h s r a n g - Z e h n - K e l l e r k i n d


  7. #7

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    grins keine angst dienstag steht wieder neues hier
    ach ja eine bitte hätte ich an einen oder mehrere midi spieler
    ich spiele selber nur bib und bräuchte nun ein paar tips welche midi klasse was meistens ist.
    ok das kobolde häufig bogis und tarner sind ist mir klar ( oft genug im rvr begegnet ^^) und das trolle die hau draufs sind
    aber wer sind bei euch magier und wer meist die unterstützer?
    ich will nicht nur über trolle und kobis schreiben ^^
    danke im vorraus
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  8. #8

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    sorry hat leider etwas gedauert, aber mein rl ist zur zeit mehr als stressig
    allerdings werde ich wohl heute und morgen noch etwas shcreiben können
    viel spass damit


    Flecky starrte mehrere Minuten wortlos in seinen Wein, zu erschütternd waren diese Informationen, mehrmals hob er den Kopf und wollte was sagen, doch jedes Mal klappte er seinen Mund wieder zu und blickte erneut auf seinen Wein. Blathnaid lies ihm diese Zeit, sie selbst war mehr als erschüttert gewesen als sie das alles erfahren hatte, und das schlimmste stand dem kleinen Lurikeen ja noch bevor. Gerade als sie weiter erzählen wollte blickte Flecky auf, und fragte mit belegter stimme „Wer oder was ist Magga Dar? Von so einem Namen habe ich noch niemals etwas gehört?“.
    „Nunja wer ist schon mal die falsche Frage, was trifft es eher. Noch besser als was wäre allerdings wann und wo gewesen. Aber warte noch etwas Caballero, das klärt sich alles auf.
    Wie gesagt, jahrelang hatte ich also nur den Begriff Magga Dar, und das war eine Sackgasse wie es aussah. Niemand konnte—oder wollte – mir etwas dazu sagen, eine sehr alte Elfenbardin in Mag Mell hatte mir nur sagen können das es früher eine Insel gegeben haben soll die in der Nähe von der heutigen Fischbäreninsel bei Howth lag. Aber egal wo ich auch suchte und suchen lies, es gab keine weiteren Spuren. Wusstest du das die ältesten Landkarten keine 500 Jahre alt sind?
    Oh na klar gibt es auch ältere Karten, vom Cullenmoor oder von Lugh Gur. Eigentlich von überall gibt’s alte Karten—nur nicht aus dem Silberminengebiet, und da speziell nicht aus der Gegend um Howth bis runter nach Ardagh. Ja selbst bis nach Tir na mBeo mit dem See nahe der Strasse.
    Wie gesagt ich hatte schon befürchtet das Ich dieses Rätsel wohl niemals lösen könnte, da kam mir wie sooft im Leben der Zufall zur Hilfe. Wie du weißt sind die Silberminenberge rund um Howth stark durchtunnelt, das Höhlensystem was sich die Spraggons unter die Nägel gerissen haben ist nur ein kleiner Teil davon. Vor 2 Monaten gab es in den Bergen ein heftiges Erdbeben, welches einen neuen Gang freilegte. Zufällig war eine Gruppe junger Krieger zu diesem Zeitpunkt im Spraggonest, unter ihnen ein Nachtschatten und eine Waldläuferin. Die beiden trennten sich von der Gruppe, da diese die Höhlen aus Angst vor neuen Erdbeben verlassen wollten. Die beiden erforschten also vorsichtig den neuen Gang, und stießen auf ein altes Versteck eines Magiers der dort vor etwa 500 Jahren gelebt hat, und an den Spraggos Versuche unternahm. Die Beiden erkannten sofort das dieser Fund zum einfachen plündern zu schade wäre, und so blieb die Waldläuferin zurück und bewachte gut getarnt den Gang, wärend sich der Nachtschatten sputete und nach Ardagh lief. Dort informierte er den Gildenmeister der ansässigen Nachtschatten, der sogleich mich benachrichtigte.
    Um es kurz zu machen der Fund war ein Volltreffer, der Magier war ein Mitglied deiner Familie, allerdings von einem etwas unbedeutenderen Nebenarm. Will heißen er hatte normale sandfarbene Haare. Seine Unterlagen waren in sehr gutem Zustand, die trockene Luft hatte den Pergamenten nicht stark geschadet. Neben vielen Dokumentationen über die Spraggos fanden sich auch 2 sehr wichtige Sachen, zum einen eine Art Familienchronik und an der Wand eine große Landkarte. Zuerst konnten wir mit dieser Karte nichts anfangen, denn niemand konnte sich einen Reim darauf machen wo dieses Gebiet sein sollte, denn in 500 Jahren sind viele Dörfer verschwunden und neue haben sich gebildet. Auch haben sich einige Namen im Laufe der Jahre verändert, Schlussendlich aber wurde uns klar welches Gebiet die Karte zeigte, und warum wir es nicht einordnen konnten. Es waren die Silberminenberge, aber statt einer großen Wasserfläche waren auf der Karte 2 breite Flüsse zu sehen die um ein großes Stück Land flossen. Und richtig—diese Insel hies Magga Dar, und sie lag da wo heute der See von Mag Mell bis rauf nach Howth liegt. Der Fluss der von Mag Mell aus Richtung Howth fließt teilte sich ungefähr vor Tir na mBeo und traf dann etwa bei Howth wieder zusammen. Wir konnten uns keinen Reim darauf machen was da passiert war, wieso die Insel verschwunden ist und wieso es keinerlei Aufzeichnungen darüber gibt, doch dann bekam ich mehr Informationen als mir lieb war. Ich las die Familienchronik, und mehr als ein Informationsbaustein fiel endlich nach all den Jahren an seinen richtigen Platz.
    Zum einen gab es diese Insel früher wirklich, und auf ihr lebte ein recht kriegerisches Volk, und zwar die Nereiden“.
    „Ich habe niemals von einem solchen Volk gehört“ warf Flecky ein, „und das wo ich verdammt viel in den Silberminenbergen zu tun hatte“.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  9. #9

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    Blathnaid sackte etwas in ihrem Stuhl zusammen, mit müden Augen blickte sie den Lurikeen an und meinte nur mit tonloser Stimme „ Das Volk existiert nicht mehr, ebenso wenig die große Insel wie du weißt. Aber bitte lass mich weiter erzählen.
    Ich sagte dir ja vorhin das das große Ziel deiner Familie gewesen war einen Kriegermagier zu züchten und das sie das nicht geschafft hatten. Das ist so nicht richtig, die Chroniken des Magiers haben mir verraten das genau das vor etwa 530 Jahren geglückt war. Genauer gesagt sogar gleich im Doppelpack, denn es waren Zwillinge ein Mädchen namens Magira und ihr Bruder hieß Kangura. Beide hatten die heißersehnten Haare, und waren gleichzeitig geistig stabil. Bis auf gelegentliche Wutausbrüche die aber in vertretbaren Rahmen abliefen.
    Allerdings waren die beiden zwar äußerlich wie die meisten Zwillinge kaum zu unterscheiden, aber vom Wesen her waren sie total verschieden. Kangura war wie ein kontrolliertes Feuer, heiß verwegen vielleicht etwas zu aufbrausend, während seine Schwester kalt wie Eis war. Sie tat selten etwas Unüberlegtes, jede ihrer Handlungen hatte Hand und Fuß und war wohl durchdacht. Die beiden ergänzten sich also unglaublich. Auf den Schlachtfeldern wurden die beiden rasch berühmt, sie verfügten über meisterhafte Fechtkunst und konnten ebenfalls überdurchschnittlich gut zaubern. Während Magira allerdings den typischen Weg eines Leerenmagiers wählte, so wie 99% aller Magier aus deiner Familie, und mehr aus der Distanz zauberte nutzte Kangura mehr die Nahkampfmöglichkeiten und wählte Zaubersprüche die in seiner unmittelbaren Nähe wirkten und die Feinde schädigten.
    Hier muss ich kurz unterbrechen, und dich etwas fragen. Erinnerst du dich noch daran das am Anfang deines Trainings, immer dann wenn wir Magie übten, Dofet Dachse die Waldläuferin in unserer Nähe war? Sie war da auf Befehl des Königs“.
    Fragend blickte Flecky Blathnaid an, und gerade wie er den Mund öffnen wollte kam der nächste verbale Nackenschlag auf den armen Lurikeen nieder.
    „Sie hatte den ausdrücklichen Befehl erhalten dich sofort zu erschießen sollte der rote Hahn erscheinen und du die Selbstbeherrschung verlieren solltest“.
    Vor Überraschung ließ Flecky seinen Weinbecher fallen und der kümmerliche Rest in seinem Inneren ergoss sich auf den Boden. Die sanftäugige Waldläuferin die sooft abends im Gildenhaus mit ihm gelacht und getrunken hatte, die so manche Geschichte aus Albion oder Midgard zum besten gegeben hatte—die hätte ihn hinterrücks getötet?
    „Du darfst das jetzt nicht missverstehen, aber es diente ausschließlich zu aller Sicherheit. Damals habe ich das auch nicht verstanden, aber heute…..
    Verwirrt sah Flecky Blathnaid an, so müde und alt hatte er die Nachtschattenmeisterin noch nie erlebt.
    „Caballero du hast jetzt im Laufe der Jahre viele Magier zaubern sehen, richtig? Wie viele davon haben eine Turm oder Festungstür aufgesprengt, geschweige denn ein Loch in die Erde gerissen?
    Magie wirkt stark auf LEBENDE MATERIE, also auf Menschen Tiere und dergleichen .
    Die Zielscheiben bei den Magiern sind aus einem speziell hergestellten Papier welches auf Mana reagiert. Deswegen kann man darauf einen Rußfleck durch Magie erzeugen, aber keinem Magier in ganz Tir nan Ohg würde es gelingen mit einem Zauber dieses Papier zu durchschlagen, geschweige denn einen Krater in die Erde zu reißen“.
    „Ich schlage vor du holst uns noch einen Becher Wein, deine Mission morgen ist wichtig aber auf eine Stunde mehr oder weniger kommt es nicht an, das hier ist wichtig für dich, du sollst wissen wozu deine Familie in der Lage ist“.
    „Ok wo war ich—ach ja bei den Zwillingen. Wie gesagt sie waren wie der leibhaftige Tod für ihre Gegner, und mehr als eine feindliche Einheit ergab sich wenn die beiden auftauchten. Für einige Zeit herrschte dann tatsächlich so was wie Frieden in Hibernia, Albion und Midgard waren friedlich—die Siabres geschlagen und nur noch eine Randgruppe.
    Alles hätte wirklich wunderbar sein können, einzig die Nereiden verhinderten einen völligen Frieden. Wie schon gesagt sie waren ein kämpferisches Volk, und sie plünderten für ihr Leben gern die Dörfer und Siedlungen in der Nähe des Flusses. Und immer wenn Strafexpeditionen ihre Insel aufsuchten versteckten sie sich entweder in den Bergen oder aber gingen ins Wasser, denn sie konnten genauso wie die Meermänner unter Wasser atmen. Die Nereiden waren Nomaden die ständig auf ihrer Insel umherzogen, und meist in lockeren Familienclans mit unter 200 Köpfen lebten. Deswegen konnten Strafexpeditionen auch in den seltensten Fällen etwas erreichen, die Plünderer verschwanden einfach mit ihren Familien da es ja keinerlei Befestigungen oder Häuser gab. Solange es auch nur kleinere Trupps waren, waren diese Überfälle eher nervig denn wirklich gefährlich. Aber dann vor etwa 500 Jahren änderte sich das Verhalten der Nereiden, ein Häuptling sammelte mehrere Clans unter sich und plötzlich waren sie eine Machtgruppe mit der man rechnen musste.
    Nun gab es nicht mehr einfache schnelle Plünderungen, die Nereiden wurden aggressiver und dadurch das sie nun in größerer Zahl angriffen waren auch Dörfer und Ansiedlungen ja selbst kleinere Städte nicht mehr sicher vor ihnen. Und mit jedem erfolgreichen Beutezug vergrößerte der Häuptling seine Macht und seinen Einfluss bis er nahezu alle Nereiden unter sich hatte.
    Nachdem sie Howth angegriffen und geplündert hatten schickte der König erneut eine Strafexpedition los, mit dem klaren Befehl diesem Treiben ein Ende zu setzen.
    Es war eine kleine Armee die da loszog, und natürlich waren die beiden Zwillinge Kangura und Magira dabei. Nun konnten die Nereiden nicht wie sonst flüchten und sich verstecken, denn dazu war ihre Anzahl einfach zu groß, aber das wollten sie auch gar nicht. Rasch fanden die Scouts der Armee heraus das die Masse der Nereiden einen Berghang als Kampfplatz ausgesucht hatte, und die Hibernianer machten sich entschlossen auf den Weg den Fischköpfen, wie sie sie nannten, mal die Locken zu legen. Und obwohl die Nereiden tapfer kämpften waren sie doch nur eine Masse an Plünderern, und einen Bauer zu erschlagen ist um ein vielfaches einfacher als einem gerüsteten und erfahren Kämpfer gegenüber zu stehen.
    Kangura und Magira waren an vorderster Stelle und zogen eine Schneise des Todes. Eine einfache Finte auf die ein Albion oder Midgarder niemals hereingefallen wäre beendete in der Regel das Leben eines Nereiden. Es war kein fairer Kampf sondern eher ein Niedermetzeln als es passierte.
    Ein Pfeil, abgeschossen von einem Nereiden, durchschlug des Kettenhemd von Magira oberhalb des Herzens, ungläubig schaute sie noch auf den Pfeilschaft und achtete nicht auf den Nereiden vor sich. Dieser nutze die Gunst der Stunde und schlug ihr mit seinem Schwert den Kopf ab. Als Kangura das sah drehte er im wahrsten Sinne des Wortes durch. Die Chronik wird ab hier ungenau, denn es gibt nun keine Augenzeugen mehr nur noch Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand. Kanguras Haare entflammten genauso wie deine es können, mit mehreren Rundumschlägen tötete er alle in der unmittelbaren Umgebung—egal ob Nereide oder Hibernianer. Dann nahm er den Torso seiner Schwester und presste ihn an seine Brust, während sich gleichzeitig eine Energiesphäre um ihn Bildete die niemanden passieren lies.
    Nach mehreren Minuten stand er auf und fixierte die Nereiden die noch in der Nähe waren. Die Sphäre begann stärker zu rotieren, und auf ihrer Oberfläche bildeten sich blinde Flecken um die herum Blitze zuckten. Magisch begabte Hibernianer erzählten später laut der Chronik dass ihnen regelrecht alles Mana aus dem Körper gezogen wurde und in diese Sphäre geflossen war.
    Die Sphäre hatte mittlerweile ihre Rotation eingestellt, in der unteren Hälfte hatten sich die ganzen Blitze gesammelt, und obere Bereich war komplett Milchig geworden. Plötzlich gab es einen lauten Knall und die Sphäre zerplatzte, die milchige Hälfte zerfiel in abertausende kleine Funken die in alle Richtungen flogen, und wo immer ein Nereide war wurde er von einem Funken getroffen und verbrannte sofort zu Asche. Der untere Teil der Sphäre entließ einen gewaltigen Blitz direkt nach unten in die Erde. Zuerst passierte gar nichts, doch nach mehreren Minuten begannen Erdbeben. Zuerst ganz leichte Erdstösse, die sich aber immer weiter aufschaukelten bis zum Schluss sich gigantische Risse bildeten die durch die ganze Insel verliefen und sie wie einen gigantischen Kuchen aufschnitten.
    Die Truppen von Hibernia versuchten von der Insel zu fliehen, aber an diesem Tag gelang es nur sehr wenigen. Von über 10 000 Kämpfern und Versorgern gelang es keinen 1000 zu entkommen.
    Die Insel zerfiel in immer kleinere Stücke, bis sich nach mehreren Wochen eine tiefe Senke gebildet hatte, die dann vom Fluss nach und nach gefüllt wurde und das jetzige Erscheinungsbild ergab.
    Der Zauber tötete jeden Nereiden, ganz egal wo er in Hibernia war. Hier in Tir nan nogh war ein Schmied, denn natürlich waren nicht alle Nereiden so wild, und Augenzeugen berichteten das dieser Schmied mitten in seiner Schmiede von einem Funken getroffen wurde und vor ihren erstaunten Augen verbrannte ohne das sie etwas machen konnten. Seit diesem Tag gibt es keinen Nereiden mehr, nicht einen einzigen der Zauber hat sie alle gefunden“.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  10. #10

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    *aufmerksam gelesen und gespannt auf den weiteren verlauf *
    T r o l l - R a s s e n - F ä h i g k e i t : C h a r m

    T u n a - W i l d l i n g - H ö h l e n t r o l l - M i d g a r d - B l u t w o l f - R u d e l f ü h r e r (AD)

    R e i c h s r a n g - Z e h n - K e l l e r k i n d


  11. #11

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    so
    diese woche habe ich mittagsschicht und morgens endlich zeit zum schreiben

    Müde blickte die alte Nachtschattentrainerin den Lurikeen an, zusammengesunken saß er ihr gegenüber und versuchte verzweifelt seine Fassung zu waren und all die Informationen zu verarbeiten die Sie ihm erzählt hatte. Sie wusste dass er die Suche nach seiner Familie nie aufgegeben hatte, und jedes Mal wenn es einen Auftrag in die Silberminenberge oder nach Connla gegeben hatte war er der erste gewesen der sich gemeldet hatte. Es war eine mächtige Antriebsfeder gewesen, die nun wegbrach—ja ihn regelrecht in ein tiefes Loch stürzte lies.
    Flecky sah Blathnaid mit weit aufgerissenen Augen an, in denen sich eine ungeheuere Traurigkeit und eine grosse Portion Entsetzen und Unglaube wiederspiegelten. „Er hat ein ganzes Volk ausgelöscht? Und die Insel gleich mit dazu? Ja aber wieso weiss das keiner? Warum gibt es darüber keinerlei Berichte oder Balladen? Die Klampfenquäler singen doch über jeden Scheiss ansonsten, und so eine Sache wird unter den Tisch fallen gelassen?“
    „Der König selber hat alles über die Nereiden und ihre Insel mit einem Bann belegt. Es wurde jedem verboten über diese Sachen zu reden, Unterlagen darüber wurden vernichtet. Ja es wurden sogar Personen in den Kerker geworfen die sich nicht daran halten wollten, und so manch ein Unbelehrbarer verschwand einfach oder durfte Hibernia in irgendeinem kleinen Grenzdorf verteidigen. Und Dinge die so verleugnet werden verschwinden sehr schnell aus dem Gedächtnis, und nach 20-30 Jahren kann sich niemand mehr daran erinnern.
    Doch damit nicht genug—du weißt ja sicher das sich der König mit seinen beiden Gegenspielern aus Albion und Midgard einmal im Jahr trifft, denn zu viele Sachen betreffen trotz aller Streitereien und Grenzkriege alle drei Reiche. Sei es wie jetzt vor kurzem als die Drachen durchdrehten, oder wie die Minotauren auftauchten oder andere grosse Ereignisse.
    Wie gesagt Lugh Lamfhota trifft sich also etwa einmal im Jahr mit dem obersten Hetman oder auch Jarl der Midgarder und mit dem König der Albions.
    Vor 500 Jahren war der Vorfall mit den Nereiden das Hauptthema auf diesem Treffen, und alle Drei kamen zu einem folgenschweren Entschluss. Sie schränkten die Macht aller Magier in allen drei Reichen ein, denn ihnen war klar das die Angst und die Panik die das Volk ergreifen würde, wenn ihm klar wurde wozu Magier fähig waren, die Länder in einen unkontrollierbaren Bürgerkrieg führen würde. Du weißt das Magier vom einfach Volk immer mit einem gewissen Misstrauen und einem leichten Angstgefühl angesehen werden. Ist ja auch verständlich—mit einer leichten Handbewegung fallen die Feinde vor ihm um wie die Fliegen. In den Augen eines Bauern jedenfalls. Wir wissen das das den Magiern schon etwas mehr abverlangt als einmal unwirsch wedeln.
    Aber ich schweife ab, damals vermochten die Magier erheblich mehr als heute. Die Feuermagier aus Albion konnten mitten unter ihren Feinden kleine Vulkane herbeizaubern, und das Knochenbiest was die Midgarder Knochentänzer heraufbeschwören konnten muss gigantisch gewesen sein.
    Es wurde damals von diesen dreien also beschlossen die Magie zu beschneiden, jedes Wissen über Magga Dar und die Nereiden wurde verboten und verbannt, Albion erklärte gewisse Magien als ketzerisch, Magien die darauf hinaus zielten unbelebte Materie zu verändern wurden komplett aus den Lehrplänen gestrichen und gerieten so nach 1-2 Generationen komplett in Vergessenheit.
    Midgard verbot seinen Magiebegabten Großwesen und Dämonen zu beschwören—mit der einfachen Begründung das das die Götter nicht mehr wollten. Magier die sich daran nicht hielten wurden auf eine Erkundungsmission zum Drachen geschickt, die merkwürdiger weise keiner überlebte.
    Doch all das würde ja in Hibernia nicht reichen, denn da war ja noch immer deine Familie, zu dem Zeitpunkt waren das etwa 200 Männer und Frauen und Kinder aus der direkten eHidalgo Blutlinie. Lugh Lamfhota überlegte lange was er machen sollte, und verbannte deine komplette Familie zurück hinter den Schleier. Alle eHidalgos mussten Hibernia verlassen, zum Wohle aller damit so etwas niemals wieder passieren würde.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  12. #12

    Standard

    Flecky saß in sich eingesunken Blathnaid gegenüber, und mit jeder zusätzlichen Information wurde der Lurikeen noch kleiner. Nicht nur das seine Sippe für einen ganzen Völkermord verantwortlich war, nein sie wurden selber komplett mit Mann und Maus aus Hibernia verbannt. Und das nicht einfach nur aus dem Land—nein gleich zurück in das magische Reich hinter dem Schleier.
    Blathnaid stand auf und holte sich noch etwas Wein, und brachte für den Lurikeen ein kleines Glas mit einer honigfarbenen Flüssigkeit und hielt sie Ihm wortlos hin. Flecky nahm das Glas, roch kurz daran und verzog leicht das Gesicht. Dann stürzte er den Schnaps hinunter und schüttelte sich. „Was zur Hölle war denn das für ein Gebräu“ fragte er mit einer Stimme der hörbar die Luft fehlte „ das schmeckt ja wie ausgekochte alte Fußlumpen mit ner Prise Höhlenspinnengift“.
    „Ist nen altes Familienrezept das Ich dir nicht verraten kann, aber alte Fußlumpen sind jedenfalls nicht enthalten. Ich weiss das das jetzt mehr Informationen waren als du je haben wolltest, aber ich war der Meinung das du alles erfahren solltest. Vergiss nicht dass deine Familie über Generationen hinweg die Leibgarde des Königs gestellt hat, und in diesem Zeitraum mehr als einmal das Leben des Königs beschützt und gerettet hat. Reduzier deine Familie nicht nur auf den Vorfall mit den Nereiden—so schwer einem das auch fallen mag. Und vor allem bist du nicht dafür verantwortlich denn das alles liegt schon weit zurück in der Vergangenheit und kann heute eh nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Du bist einer meiner besten Nachtschatten, und das nicht etwa weil du so geschickt mit den Dolchen bist, da ist Ormus dir um Längen voraus. Auch sind deine Gifte nur etwas besser als der Standart und beim Schleichen sind dir mehrere aus der Gilde überlegen. Nein deine Fähigkeiten sind Planung und Durchführung der schwersten Aufgaben, du schaffst es aus den einfachsten Hinweisen und Fingerzeigen solide Szenarien zu bauen und dann deine Aufgaben mit höchster Präzision durchzuführen. Das ist einer der Hauptgründe warum der Einsatz in Molvik dich erfordert. Wir haben nur sehr wenige schlüssige und greifbare Hinweise was unsere Freunde aus dem kalten Midgard in dieser Festung machen das sie so stark und nahezu unangreifbar sind. Du wirst also in Molvik dich umhören und rumschnüffeln müssen, um dieses Rätsel zu lösen. Und das ist deine größte Stärke wie du schon mehrfach bewiesen hast.
    Und weil dieser Auftrag sehr schwierig ist habe ich mich entschlossen dir vorher alles über deine Familie zu erzählen. Ich war der Meinung das du das wissen solltest, auch im Hinblick auf die Tatsache das du für meinen Geschmack in letzter Zeit deine spezielle Gabe zu oft einsetzt.
    Auch wenn du den roten Hahn kontrolliert benutzt, so bist du doch jedes Mal der Gefahr ausgesetzt die Beherrschung zu verlieren und auszurasten. Nun weißt du zu was du fähig bist solltest du zu weit gehen, und Ich hoffe inständig das du das Vertrauen was Ich in dich setzte nicht enttäuschst.
    Seit du bei uns bist muss ich dem König 2 mal im Jahr einen Bericht über dich erstatten, und bis jetzt ist er mehr als zufrieden mit dir. Er wird die Verbannung nicht rückgängig machen, denn wir wissen nicht wie es den anderen Mitglieder deiner Familie geht, ob sie alle so stabil sind wie du, oder nicht. Aber du kannst hierbleiben, in Hibernia und eine Familie gründen wenn dir der Sinn danach steht, wichtig ist dabei nur das du niemals dem Zorn nachgibst der in dir herrscht.
    Schau mich jetzt nicht so entsetzt an, natürlich weiß ich von deiner Wut, diese unterdrückte Gewalt ist das was uns Nachtschatten von einem normalen Krieger unterscheidet.
    Ein Fian oder Schwertmeister, ja selbst ein Druide nutzt diese Wut um in einer Schlacht seine Waffe zu schwingen und den Feind niederzustrecken. Aber genau das geht ja bei uns nicht, wir nutzen Messer und Gift und gehen den großen Gefechten aus dem Weg. Ein optimaler Angriff sieht so aus das der Gegner tot am Boden liegt bevor sein Gehirn auch nur registriert hat dass er angegriffen wird. Wir müssen also unsere Wut und Leidenschaft kanalisieren und anderweitig loswerden. Du allerdings nutzt deinen roten Hahn um viel aggressiver zu kämpfen als eigentlich notwendig ist, und so deiner Wut ein Ventil zu bieten. Bis jetzt behältst du dabei stets die Kontrolle, aber wehe wenn du dich dabei mal gehen lässt. Du darfst niemals dein Potential vergessen, und zu was du im Zorn in der Lage wärst. Die wilde Schleiermagie schlummert in dir, und es ist für dich überlebenswichtig das sich daran nichts ändert.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  13. #13

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    Zitat Zitat von heilt kopfschmerzen Beitrag anzeigen
    jedes Wissen über Magga Dar und die Nereiden wurde verboten und verbannt, Albion erklärte gewisse Magien als ketzerisch, Magien die darauf hinaus zielten unbelebte Materie zu verändern wurden komplett aus den Lehrplänen gestrichen und gerieten so nach 1-2 Generationen komplett in Vergessenheit.
    Ich wollte nur kurz den Kabbalisten anmerken, der der unbelebten Materie Leben einhaucht und auf diese Weise ein Simulacrum erschafft, welches die Rolle eines Familiars einnimmt.
    _______

    Ansonsten eine sehr nette Geschichte, wann gedenkst du in Molvik die Feindbewegungen auszuspähen und gezielte Attentate auf Magier der feindlichen Reiche durchzuführen?

    zu grosse sig entfernt, thaki
    zu grosse sig? entfernt thaki!

    Fellicitee-Logres
    NoobNS vor dem Herrn!

  14. #14

    Standard

    danke für den hinweis--spiele seit beta nur hibernia, daher können sich fehler einshcleichen bei den anderen reichen
    habe nächste woche wieder mittagsschicht-- habe dann morgens zeit zum schreiben ( ich wills hoffen ^^)
    ab montag werden also neue teile folgen, dann gehts auch in molvik los
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

  15. #15

    Standard

    „Jetzt geh nach Hause, ruh dich aus, denn Morgen musst du nach Molvik und da mindestens 120% Leistung bringen. Ich weiß das Ich mich da auf dich verlassen kann, nach dieser Mission hast du genug Zeit über alles nachzudenken, und Ich bin mir ziemlich sicher das dir deine Freunde aus der Gilde dabei helfen werden. Ihr seid der verrückteste Haufen den Ich jemals gesehen habe, und doch erreicht Ihr stets die Ziele die Ihr euch setzt“.
    Mit diesen Worten stand Blathnaid auf, und Flecky wusste das er entlassen war, Er stand ebenfalls auf und mit einem „Wir sehen uns dann nach der Mission“ drehte er sich um und verlies den Raum. Blathnaid schaute ihm hinterher, selbst als sich die Türe schon geschlossen hatte richtete sich ihr Blick immer noch zur Tür.
    „Er hat gelogen“ ertönte eine Stimme aus dem Schatten, und Mavelle die oberste Trainerin der Bogenschützen verlies den hinteren Teil des Raumes und näherte sich dem Tisch mit ihrer Freundin. „Er wird seine Mission erledigen, aber er hat nicht vor zurückzukehren“.
    „Ja Ich weis, und genau aus diesem Grunde hat mir der König befohlen ihm seine Vergangenheit zu erzählen. Der König hat Angst das er seine Kontrolle verliert, und du weißt selber das dieser Zeitpunkt immer näher rückt. Er wird immer jähzorniger, ja regelrecht boshaft und gemein.
    Du weißt was auf seiner letzten Mission vorgefallen ist?“
    Mavelle schüttelte den Kopf und blickte Blathnaid fragend an „Nein nicht alles, ich habe nur Bruchstücke mitbekommen“.
    „Es war eine recht lockere Mission, er sollte im Grenzgebiet einem Curmudgeon Clanchef klarmachen das sich dieser ruhiger verhalten sollte, und die Jäger von dem Dorf nicht laufend die Wachen bei Dagda attackieren und provozieren sollten. Ich lies ihm freie Bahn, und rechnete damit das er dem Clanchef Geld oder ähnliches bieten würde, also mit Geschenken das Wohlwollen sichern würde. Immerhin sind die Curmos auf die Siabres schlecht zu sprechen, und beschäftigen diese. Doch Caballero ging einen anderen direkteren Weg. Er marschierte in das Dorf, und befahl dem Clanchef vor allen Leuten die Angriffe zu unterlassen, ansonsten würde er es bereuen. Der Boss hat ihn natürlich ausgelacht, und mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt. Nunja Caballero ist dann in der Nacht wieder in das Dorf zurückgekommen, niemand hat das mitbekommen, die Wachen haben ihn nicht bemerkt.
    Am nächsten Morgen fand der Clanchef neben seinem Bett eine Halskette, auf ihr waren 20 rechte Ohren aufgezogen und zwischen ihnen war jeweils ein Schneidezahn als Trennglied.
    Die Ohren stammten von den 20 besten Kriegern aus dem Dorf und die Zähne waren von deren Weibern, alle wurden im Schlaf erdolcht. Das Dorf hatte also 20 Männer und 20 Frauen in einer einzigen Nacht verloren und niemand hatte auch nur einen Pieps gehört. Seit diesem Zwischenfall wurde Dagda nicht mehr angegriffen, und das gesamte Dorf ist weggezogen. Sie leben nun an einem See und haben die Jagd komplett aufgegeben und sind Fischer geworden.
    Der Clanchef ist um Jahre gealtert, das ganze Dorf ist derart mutlos geworden das es diesen Zweig der Curmos in 30 Jahren nicht mehr geben wird. In einer einzigen Nacht hat Caballero einem Dorf das Herz aus der Brust gerissen und in den Rachen gestopft. Er hat seinen Auftrag Wort für Wort erfüllt, aber mit so was hat niemand gerechnet“.
    Mavelle blickte Blathnaid voller entsetzen an, und mit einem „machst du Witze?“ setzte sie sich auf den Stuhl auf dem noch vor kurzem Flecky gesessen hatte.
    „Wenn ich Witze machen würde, würde Ich sagen: Treffen sich 2 Bogenschützen—beide tot“ konterte Blathnaid trocken, „aber was soll ich denn machen? Er ist einer meiner besten Leute, nur driftet er langsam ab und ich weiss nicht wie ich ihm helfen soll. Das das jetzt eine Selbstmord Mission ist weiss ich selber, die Midis werden die Burg abgesichert haben das da nicht mal eine Maus ungesehen rein oder raus kommt. Aber wir müssen wissen was die da anstellen um einen solchen Schutz hinzu bekommen. Ich kann selbst dir jetzt nicht viel erzählen, aber du wirst ja einen Teil schon selbst von deinen Waldläufern gehört haben. Wie auch immer, jedenfalls schaffen es die Midis Tag um Tag einen Schild um die Burg zu legen, der bestimmte Rassen daran hindert sich der Burg zu nähern“.
    Mavelle nickte, stand auf und ging Richtung Tür, drehte sich noch einmal um und meinte „Wie auch immer, es ist schon spät, Ich werde jetzt schlafen gehen. Wenn es Caballero schafft ist das für uns gut, ansonsten werden wir wohl an einem größeren Angriff nicht vorbeikommen. Doch das ist erstmal Zukunftsmusik und sollte dich jetzt noch nicht belasten“.
    als Gott mich schuf wollte er bloß angeben

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