Hallo
ja ich weiss ich habe versprochen Flecky weiterzu schreiben, aber da hänge ich zur zeit etwas fest.
habe dafür diese geschichte geschrieben dir mir schon lange im kopf rumspuckte.
sie ist recht kurz, hoffe sie gefällt euch trotzdem
gruss heilt


Mördermond

Die Nacht war kalt und von dem wolkenverhangen Himmel schien ein fahler Neumond.
Nach außen hin lässig, aber tief im Inneren angespannt stand die alte Lurikeen Waldläuferin im Schatten eines Apfelbaumes. Sie wusste Er würde heute kommen, die Nacht war perfekt für ein Attentat auf den König geeignet, und als sie ein leises Surren ein unterdrücktes Stöhnen und das leise Klirren eines Kettenhemdes auf Steinen hörte wusste sie Er war da.
Dofet Dachse sah nach rechts, und sah die Stadtwache zusammengesunken gegen die Stadtmauer gelehnt. Fast sah es so aus als würde der Wächter schlafen, doch ihre scharfen Lurikeenaugen sahen den Pfeilschaft aus der Kehle ragen. Sie wusste der Schaft würde mit schwarze Entenfedern gefiedert sein, genauso wie ihre eigenen Pfeile in dem Köcher auf ihrem Rücken. Rasch spannte Dofet ihren Bogen und zielte auf eine Stelle auf dem Weg der nahe der toten Wache vorbei lief. Der Attentäter konnte sie nicht sehen, zu tief waren die Schatten unter dem Baum bei diesem schwachen Licht. Dofet atmete ganz ruhig und gelassen, dann bemerkte sie wie auf dem Weg ein Steinchen unmerklich bewegt wurde, so als ob ein achtloser Fuß leicht dagegen gestoßen hatte. Da sie selbst mehrer dieser kleinen Steinchen auf dem Weg platziert hatte, wusste sie worauf sie zu achten hatte. In dem Augenblick wo sich das Steinchen also bewegte verlies auch schon ihr Pfeil den Bogen und schlug etwa 3 m vor dem Steinchen auf dem Weg auf. Doch statt von den Steinen abzuprallen schlug er etwa in einer Höhe von einem halben Meter in einen getarnten Körper, riss diesen aus den Schatten. Durch den überraschenden Treffer oberhalb des Knies aus dem Laufrythmus gerissen stolperte die schwarzgekleidete Person und fiel hin. Geschickt rollte Sie sich ab, spannte den Bogen und schoss einen blinden Pfeil in die Richtung aus der Dofets Pfeil gekommen war, doch die alte Waldläuferin hatte längst die Position gewechselt. Kurz zielte sie, dann verlies ein neuer Pfeil ihren Bogen und durchschlug oberhalb des Griffes den feindlichen Bogen. Das Holz splitterte und der Bogen wurde, da unbrauchbar, losgelassen. Der Fremde zog den Pfeil aus seinem Bein, denn durch die Rüstung war er nicht tief eingedrungen und hatte nur eine leichte Wunde verursacht, dann zog er ein gefährlich aussehendes Langschwert mit Rechts und ein Kurzschwert mit Links. Beide glühten in einem fahlen Rot, waren also definitiv verzaubert.
Dofet trat aus den Schatten hervor, lies ihren eigenen Bogen fallen und näherte sich dem Attentäter. Sie zog ihre beiden Krummdolche und blieb in etwa 15 m abstand stehen. „Du wirst nicht an mir vorbei kommen, denn ich kann dein Vorhaben nicht gutheissen“.
„Dann werde ich dich töten müssen, denn es sitzt die falsche Person auf dem Thron, die Siabrekönigin wäre die bessere Herrscherin“.
„Fehlgeleitete Elfen werden niemals in Tir na nOgh herrschen“, und mit diesen Worten fasste Dofet ihre Messer fester und lief auf den Attentäter zu. Tiefblau glühten die Messer der Waldläuferin, denn natürlich führte auch sie magische Waffen. Der Attentäter hatte sich so zu ihr hingedreht das er sein verletztes Bein etwas schonte, aber trotzdem eine perfekte Haltung eingenommen, das Langschwert über den Kopf gehoben so das die Spitze auf Sie zeigte—bereit zum zustoßen wie eine Schlange, während das Kurzschwert quer gehalten den Oberkörper deckte. Dofet kannte diese Haltung sehr gut, hatte Sie sie Ihm doch jahrelang eingetrichtert und trainiert. Sie war perfekt um einen angreifenden Gegner zu erwarten, den Angriff abzuwehren und dann selber zuzustoßen.
Natürlich war das eine absolute Standarthaltung, aber doch meist die klassische Eröffnung eines Kampfes. Doch Dofet hatte keine Lust auf einen längeren Schlagabtausch, der Attentäter war erheblich jünger wie sie, konnte also einen Kampf sehr viel länger durchstehen, während ihr die Puste ausgehen würde. Obendrein war er größer wie sie, und seine Schwerter vergrößerten noch dazu seine Reichweite.
Kaum hatte Dofet den Attentäter erreicht fintierte sie mit der rechten Klinge einen weiten Bogen der den Gegner zwang mit dem Schwert zu parieren wollte er nicht einen aufgerissenen Hals riskieren, gleichzeitig stieß der linke Dolch vor und zielte in den Nierenbereich. Als wie erwartet das Kurzschwert des Attentäters die Klinge abfing trat Dofet der schwarz gewandeten Person mit aller Kraft zwischen die Beine.
Und Lederpanzer hin oder her, das tat höllisch weh. Schmerzerfüllt stöhnte der Meuchelmörder auf, und sackte in sich zusammen. Ganz kurz blitzte Mitleid und Trauer in den Augen der alten Bogenschützin auf, dann senkten sich ihre beiden Dolche links und rechts in die Halsbeugen des Gegners.
Blut spritzte aus den aufgerissenen Schlagadern, und noch bevor der Körper auf den Boden fiel war das Leben aus ihm entwichen.
Mit tränennassen Augen wischte die Waldläuferin ihre Klingen sauber und steckte dann die Dolche ein.
„Wirst du es Vitatrion sagen?“ ertönte eine Stimme hinter ihr, und Stornech die Vampirin trat hinter einem Busch hervor. Ebenso ein Mitglied der Gilde Hibernia´s Blut wie auch die Waldläuferin. „Immerhin ist er ja sein Vater und wird wissen wollen was mit seinem Sohn passiert ist der vor so vielen Jahren von den Siabres im Cullenmoor entführt worden ist“.
„Vita darf das niemals erfahren, es würde ihm sein stolzes Elfenherz brechen wenn er wüsste das sein Sohn als Siabremeuchler unterwegs war um den König zu töten. Da ist es mir lieber er hofft weiter das man ihn irgendwann einmal finden und befreien kann“.
„Und was wirst du jetzt machen?“ wollte die Vampirin wissen.
„Ich werde jetzt gehen und meinen Sohn beerdigen“ sprach die Waldläuferin tonlos, schulterte die Leiche und verschwand in der Dunkelheit.